25.02.18

Business Class


Seitdem wir in China sind, fliegen wir viel, und immer Economy.

Besonders bei den Langstreckenflügen schielen wir natürlich immer neidisch auf diejenigen, die Business fliegen dürfen, denn es gibt auch einige Firmen, die ihren Expatfamilien für die Heimreisen Sitze in der Business-Klasse sponsorn. 

Und natürlich sehe ich in den diversen sozialen Medien auch immer, dass viele meiner Mit-Expats auch einfach mal so ein Upgrade bekommen -- ein Glück, das uns bisher nie zuteil geworden war.

Bis gestern.

Urplötzlich hatten wir für unseren Flug von Bangkok nach Shanghai Tickets für die Business-Class in der Hand.  Ich hab' mich erst gar nicht getraut, es den Kindern zu sagen, weil ich dachte, das kann eh nur ein Irrtum sein und die nehmen uns die Plätze gleich wieder weg.

Aber nö, wir durften tatsächlich als erste einsteigen und uns in vergleichsweise völlig überdimensionierten Sitzen niederlassen.

Während die anderen Fluggäste noch einstiegen, eilte die Stewardess schon umher, um uns mit Getränken zu versorgen, und sagte auch nichts, als wir unsere Sitze schon mal in Liegeposition brachten...

(Macht das mal vor dem Abflug oder während des Landeanflugs in der Economy Class, da wird man ja sofort angefaucht gebeten, sie wieder in aufrechte Position zu bringen.)

Der Mo bestaunte derweil die fluffigen Hausschuhe, die jeder von uns bei seinem Sitz vorfand, und meinte, das solle eigentlich jeder Fluggast, ungeachtet "der Klasse, in der er fliegt" bekommen.

"Was, Mo," lachte ich zurück, "Du wirst uns doch wohl nicht grad jetzt, wo wir grad mal bei den Privilegierten sind, zum Sozialisten werden!"

"Hm," lachte er zurück, "okay, aber es sollte schon jeder vor dem Abflug ein Glas Wasser bekommen. Ein Glas Wasser für alle wäre nett. Aber keine Patschen."

"Das ist dann aber schon ein bisschen paternalistisch," lachte ich.

"Was heißt paternalistisch?"

"Na," lachte Mutze, "dass Du den der ersten Klasse fernen Schichten zwar ein Glas Wasser aber keine Patschen gönnst."

...

Ob wohl auch das Essen in der Business-Class besser ist, kann leider keiner von uns beurteilen, denn wir sind alle sofort in den vergleichsweise mega-bequemen Sitzen eingeschlafen -- und so gut hat natürlich noch niemand von uns in einem Flugzeug geschlafen, noch nicht einmal, wenn der Flieger fast leer ist, und man sich so richtig breit machen kann.

"Prima," dachte ich mir dann, als wir beim Aussteigen auf den Shuttle Bus zusteuerte, der uns zum Terminal bringen sollte, "jetzt sind wir endlich auch mal die Ersten und bekommen Sitzplätze." Das nervt mich nämlich immer ungemein, wenn es im Flieger schon so eng war, und man dann noch im Shuttle Bus zwangskuscheln muss...

Aber von wegen Shuttle Bus: wir hatten einen eigenen klimatisierten Mini-Van, in den -- obwohl noch mehrere Sitze frei waren -- auch niemand außer die Reisenden der Business-Class einsteigen durfte.

Das fand ich dann aber schon ein bisschen sehr überprivilegiert.

Allerdings waren wir auch die Ersten bei der Passkontrolle, das war dann natürlich wieder sehr cool.

Nur auf unser Gepäck mussten wir trotzdem genauso lange warten, wie die anderen Fluggäste...

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Ein cooles Ende unserer Reise war's, nur fast schade, dass wir fast den ganzen Flug verschlafen haben...

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Euch wünsche ich noch einen schönen Restsonntag!

So long,
Corinna

24.02.18

Koh Mak, 🇹🇭


Ein definitiver Bonus unseres China-Aufenthaltes ist, dass die schönsten Urlaubsziele, von denen wir früher wahrscheinlich nur geträumt hätten, direkt vor unserer Nase liegen.

Die Philippinen, Vietnam, Kambodscha, Laos, Thailand... von China aus alles relativ leicht und bequem zu erreichen.

Und davon machen wir nur allzu gerne Gebrauch!

Während wir die letzten Male bevorzugt mit dem Rucksack unterwegs waren, wollten wir es diesmal ruhig angehen lassen und haben uns für einen Strandurlaub in Thailand, auf der Insel Koh Mak entschieden.

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Koh Mak in einem Wort:

Strandwellentauchenschnorchelnmopedfahrenbeachundbarhoppinggutesessenchillen

Koh Mak in einem Bild:



Schön war"s. Erholsam und extrem gechillt! 

Aber natürlich wie immer viel zu schnell vorbei...

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Update: was lange währt, wird endlich gut:

Ab nächster Woche habe ich endlich wieder eine sinnvolle Aufgabe fernab der Expat-Seifenblase!

Freue mich total drauf!

An meinen Stadtführungen werde ich aber trotzdem weiter basteln -- die nächsten virtuellen Rundgänge kommen also bestimmt!

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Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

Cheers,
Corinna

14.02.18

Auf dem Spielplatz...


In dem Compound, in dem wir leben, gibt es (das war eines meiner wichtigsten Auswahlkriterien) nur sehr, sehr wenige Expats, dafür aber genau in der Mitte der Siedlung einen kleinen Spielplatz und einen Treffpunkt, an dem die Leute gerne zusammen kommen.

Wären meine Kinder noch klein und noch mit ihrer Soft Gang unterwegs, wäre die Siedlung das reinste Paradies für sie, weil es außerdem noch jede Menge Ecken, Winkel, Unmengen an Katzen und viel zu entdecken gibt.

Und für Eltern vull super, weil an allen Ausgängen zur Straße Sicherheitsleute stehen, die die Minis am Ausbrechen hindern würden, man müsste sich also keine Sorgen machen...

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Es gibt auch viele, viele Kinder in der Nachbarschaft, aber die meisten, die draußen spielen, sind leider jünger als Minka.

Das ist ein bisschen doof, weil sie ja schon immer die Augen offen hält nach gleichaltrigen Mädchen, mit denen sie sich anfreunden könnte.

Die gibt es in der Siedlung mit aller Sicherheit auch, aber die chinesischen Kinder haben ganz andere Tagesabläufe als wir, deutlich mehr Hausaufgaben, und außerdem am Wochenende noch viele Extra-Aktivitäten.

Trotzdem geht Minka gerne zum Spielen raus -- mit ihrem Hoverboard, ihrem Waveboard, auf Inlinern oder mit dem Fahrrad. 

Und, weil sich manche Dinge einfach nie ändern und sie immer noch unsere self-rescuing princess und eine wilde Hummel ist, fährt sie gerne mit ihrem Rad über die Stiegen, erkundet die Siedlung oder gibt dem Begriff "Klettern" auf den Klettergerüsten eine völlig neue Bedeutung.

Manche, vor allem die anderen Kinder und gelegentlich auch deren Väter, finden das klasse -- die Mütter allerdings weniger. Mehr als einmal habe ich sie ihren eigenen Kindern sagen hören, dass das alles viel zu gefährlich sei und sie es auf keinen Fall nachmachen dürfen....

Heute hat eine Mutter sogar ihre beiden Töchter vom Spielplatz weg gezogen -- sie fürchtete wohl, dass die Mädels auf dumme Ideen kommen könnten... 

Lustig war nur, dass die beiden gestern auch schon draußen waren, nur halt mit ihrem Vater... und der hatte Minkas Klettereien eigentlich ganz beeindruckend gefunden, :-).

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Wirklich ärgerlich -- da waren sich Minka, die beiden Mädels, deren Mutter und ich uns alle einig -- war auf dem Spielplatz heute aber folgendes:

Ein Junge, vielleicht in bisschen jünger als Minka, hatte seine Schildkröte mit nach draußen gebracht, und sie so was von gequält, während seine Mutter daneben stand und mit dem Handy spielte...

Ich war schon drauf und dran, ihn darauf anzusprechen -- obwohl das schon eine heikle Sache ist: mein Chinesisch ist definitiv nicht gut genug, um das irgendwie diplomatisch rüberzubringen -- als die Mutter selber mitbekam, welches Aufsehen sie da erregten und schnell mit ihrem Sohn abrauschte...

Armes Tier, aber auch armer Junge, der nicht beigebracht bekommt, dass auch ein Tier ein mit Respekt zu behandelndes Lebewesen ist.

Aber gerade in China lernt sich das nun leider wirklich nicht leicht.

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Euch wünsche ich einen schönen Aschermittwoch!

Da wir morgen in die Frühjahrsferien aufbrechen, hadere ich noch mit mir, ob ich dieses Jahr fasten möchte oder nicht... Im Urlaub so überhaupt keinen Alkohol zu trinken, ist irgendwie auch öd...

So long,
Corinna

P.S.: Übrigens, nein, ich gehe meistens nicht mehr mit auf den Spielplatz, nur manchmal, wenn wir Federball, Volleyball oder Fußball spielen wollen, oder Minka ein bisschen Gesellschaft möchte, :-).

12.02.18

Darkie/Darlie



Und noch ein Stück Shanghai-Geschichte, das mir zufällig (im Supermarkt!) über den Weg gelaufen ist: 


Die Zahnpastamarke "Darlie," früher bekannt als "Darkie," wurde seit den 1930ern von der in Shanghai ansässigen Firma Hawley & Hazel Chemicals produziert - das Gesicht auf der Schachtel war schwarz und extrem stereotyp. 

Als Colgate & Palmolive (die inzwischen nach Hong Kong und Taiwan abgewanderte) H&H in den 80ern aufkaufte, erntete sie für Markennamen und Design einen wohlverdienten S.hitstorm, daher die Namensänderung. 

In China heißt die Marke allerdings immer noch “黑人呀膏” - black people toothpaste. 

Trotzdem... als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, habe ich immer noch gedacht, W(hat) T(he) F(uck) ist das denn?

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Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

11.02.18

1933 Shanghai Slaughterhouse


Ich habe in den letzten Wochen so viel unternommen -- mal alleine, mal mit Freundinnen -- dass ich gar nicht genau weiß, wo ich eigentlich anfangen soll zu erzählen...

Deshalb versuche ich es jetzt einfach mal der Reihe nach:

Ein definitives Highlight meiner/unserer Streifzüge war das alte Schlachthaus.


Anfang der 1930er von einem Briten entworfen, galt es lange als eines der größten Schlachthäuser Asiens. 



Allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, wieviel Vieh hier täglich... äh... geschlachtet wurde, wie es mit der Haltung der Tiere und den Arbeitsbedingungen der Arbeiter aussah... 

Die Hygiene, vor allem an glühend heißen, feuchten Sommertagen?

Der Geruch? 






Man möchte es sich ehrlich gesagt gar nicht so genau vorstellen...

Aber das, ich gebe es zu, macht es ja gerade so interessant.

 Durch das Labyrinth der Gänge zu gehen, auf denen das Vieh getrieben wurde, über die Stiegen für die Arbeiter... 



Es ist sehr spukig und unheimlich dort, besonders an kalten Wintertagen. 

Und gerade dann irgendwie richtig cool.


Heute beherbergt das Gebäude Kreativbüros, Hochzeitsplaner, Restaurants, Cafés... aber obwohl das Gebäude wirklich ganz viel Potential hat, stehen die meisten Räume leer. Außer den vielen (hauptsächlich chinesischen) Besuchern, die für Selfies posieren, scheint eigentlich niemand so richtig Leben in die Bude zu bringen.



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Würde ich Shanghai-Touristen empfehlen, sich das Schlachthaus anzuschauen? 

Wenn Ihr die zwei Extra-Stunden Zeit habt und genügend Phantasie mitbringt, Euch vorstellen zu können (und zu wollen), wie es wohl mal gewesen sein muss, auf alle Fälle!

Schenkt Euch aber den anschließenden Kaffee beim obligatorischen Starbucks (das natürlich auch hier seine Krallen reingefahren hat) und geht lieber ins Central Perk um die Ecke -- auch das ist Shanghai, ;-).

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Für die Anfahrt empfehle ich die Metro, nicht nur weil es sehr praktisch ist, sondern auch, weil man auf dem Weg von der Station zum Schlachthaus durch ältere Nachbarschaften kommt, in denen das ganz normale Leben brummt. 



Wie immer: meldet Euch, wenn Ihr in Shanghai seid und gerne eine Stadtführung hättet, :-).

Euch wünsche ich einen schönen Sonntag!

Cheers,
Corinna

08.02.18

Aufreger...


Es gibt ja extrem viele Aufreger in China, aber während sich der Großteil meiner Mit-Expats über langsames Internet, immer wieder auftretende Probleme mit ihren Wohnungen und Häusern, und gerne auch über ihre Ayis (Haushälterinnen) und Fahrer aufregen, sind es bei mir eher die Expats selber, die mich oft genug ungemein irritieren.

Natürlich gibt es immer solche und solche, aber ich muss schon sagen, dass es wirklich verdammt viele gibt, die wirklich punktgenau so ziemlich jedem Vorurteil entsprechen, das man über über-privilegierte Expats so haben kann.

Das war schon in Tianjin (auf seine ganz eigene Art und Weise) so, aber hier in Shanghai beobachte ich gerade einen ganz besonderen Level des Postkolonialismus... 

Meistens mag ich mich gar nicht so genau darüber äußern -- muss ja nicht sein, dass ich mir hier gleich in unserem ersten Jahr schon wieder Feinde mache. 

Außerdem ist das, was mich im Moment irritiert, so krass, dass ich fast gar nicht darüber schreiben möchte. 

 Sagen wir einfach nur so: ich staune darüber, wie manche der Expat-Damen ihre Freizeit außerhalb von Massage, Pedi- und Maniküre, Shopping und Lunchen noch so verbringen...

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Eine andere Sache, über die ich mich ein wenig ärgere, ist der Ethnozentrismus der Schule, auf die die Kinder gehen.

Natürlich war mir schon bei der Einschreibung bewusst, dass der größte Teil der westlichen Schüler und Lehrer Amerikaner sind, und auch das Curriculum amerikanisch ist. 

Dennoch trägt der Name der Schule auch das Wort "international" in sich... und so hatte ich mir doch (sehr blauäugig) ein wenig mehr Weltoffenheit vorgestellt.

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Aber tatsächlich passiert da sehr, sehr wenig, und obwohl ich selber mehrere Jahre in Amerika gelebt habe, habe ich häufig das Gefühl, als sprächen die amerikanischen Eltern und Lehrer um mich herum alle in Orakeln...

Sie haben es nämlich gar nicht auf dem Schirm, dass es auch viele Schüler und Eltern gibt, die aus einem anderen Kulturkreis kommen und oft gar nicht nachvollziehen können, worüber gerade gesprochen wird.

Ich bin da schon mehr als einmal unangenehm aufgefallen, als ich darauf hingewiesen habe, dass mir in vielen Dingen einfach der Kontext fehlt, weil ich eben keine Amerikanerin bin und noch nie ein Kind in einer amerikanischen Middle School hatte. 

Oder ich die Lehrer darum bitten musste, etwas langsamer zu sprechen, da mein Englisch zwar ganz gut ist, ich aber trotzdem keine Muttersprachlerin bin.

Wie mag es da nur den koreanischen und chinesischen Eltern gehen, die nicht so gut Englisch sprechen?

Wenn man dazu noch sieht, dass die gesamte Nachbarschaft um die Schule herum für ein amerikanisches Publikum ausgelegt ist, ist es eigentlich auch kein Wunder, dass viele meiner Mitmütter mental immer noch in Amerika sind...

Gut, sagen dann Frank und meine Freundinnen, es ist halt nicht jeder so abenteuerlustig, viele sind zum ersten Mal im Ausland, das ist Abenteuer genug, außerdem sei die Bubble ja immer noch in China... und nicht zu vergessen: nicht alle sind freiwillig hier.

Trotzdem fände ich es gerade deshalb Aufgabe der Schule, ein weltoffenes Umfeld zu schaffen, das sich seiner Internationalität und vor allem seines Standortes (China) bewusst ist.

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Leider macht mir aber auch das bevorstehende Frühlingsfest mal wieder sehr bewusst, dass ganz genau das an der Schule nicht geschieht. 

Denn außer in der Volksschule und dank des Einsatzes engagierter chinesischer Mütter auch in und vor den Klassenräumen der 5. Klasse (Minka) ist nirgendwo in der Schule für Chinese New Year dekoriert!

Für Weihnachten war die ganze Schule schon Mitte November komplett aufgebrezelt, aber für Chinese New Year, das wichtigste Fest unseres Gastgeberlandes machen wir uns diese Mühe nicht?

Ich finde das wirklich extrem schade!

(Und arbeite im Geiste an einer E-Mail an die Schulleitung).

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Euch wünsche ich einen schönen Tag -- meiner wird es ganz bestimmt, denn heute ist die Firmen-Frühlingsfeier, und die Mitarbeiterinnen haben mich zu einer gemeinsamen Session bei einer Kosmetikerin eingeladen -- also quasi zum Vorglühen, :-).

So long,
Corinna

06.02.18

Das Jahr des Hundes...


Als wir 2014 nach China zogen, war Jahr des Pferdes.
Das hat uns damals gar nicht viel gesagt, und noch weniger hatten wir auf dem Radar, dass der Mo ja gerade 12 und er folglich (2002) in einem Jahr des Pferdes geboren war.

Und weil sich die chinesischen Tierkreiszeichen nur alle 12 Jahre wiederholen, 2014 also eigentlich ein besonders wichtiges Jahr für ihn gewesen wäre.


Das folgende Jahr der Ziege ging, obwohl es "mein" Jahr war, auch relativ spurlos an uns vorbei, während Frank wenigstens beim Übergang zum Jahr des Affen etwas Rotes trug -- immerhin war das ja sein besonderes Jahr.

Den Neujahrsabend zum Jahr des Hahnes begingen wir sehr feierlich mit feinem Essen und einem Feuerwerk... aber eigentlich nur, weil der Abend auf Minka's Geburtstag fiel.

Und, nein, trotz Feuerwerks war sie nicht sehr glücklich darüber, dass ihr Geburtstag quasi im Neujahrsgewimmel unterging.

(Kann ich gut verstehen, ich kann es auch gar nicht leiden, wenn mein Geburtstag auf Ostern fällt...)

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Nun naht also mit raschen Schritten das Jahr des Hundes - und diesmal sind wir voll vorbereitet!

Wir sind nämlich Dank der Hilfe chinesischer Bekannter darauf gekommen, dass Minka, obwohl sie im Jahr 2007 geboren ist, so gerade eben noch ins Jahr des Hundes fällt -- das hängt nämlich immer davon ab, wann im betreffenden Jahr Chinesisches Neujahr gefeiert wurde.

Jedenfalls soll es ein ganz besonderes Jahr für sie werden, weil sie zwar nicht in diesem Kalenderjahr, aber zumindest noch im Jahr des Hundes 12 werden wird!

Weil am vergangenen Sonntag der erste Sonntag nach dem letzten Vollmond im Jahr des Hahnes war, sagte mir eine chinesische Bekannte, müsse sie an dem Tag unbedingt ein neu gekauftes rotes Kleidungsstück tragen.

Damit es ihr im Jahr des Hundes Glück bringen möge.

Natürlich muss ich das ganz gründlich falsch verstanden haben, denn von meinen anderen chinesischen Freundinnen wusste niemand etwas von diesem Brauch.

Aber sicher ist sicher!

Weil sie ihre neue Kapuzenjacke ja nun (vorsichtshalber) schon an besagtem Sonntag getragen hat, liegt natürlich ein weiteres neues rotes Kleidungsstück für die Neujahrsnacht bereit -- wie gesagt, sicher ist sicher --  und außerdem ein rotes Armband, das sie das ganze Jahr des Hundes über tragen soll(te oder wenigstens so lange, bis es von alleine abfällt).

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Langer Rede, kurzer Sinn, ganz China bereitet sich auf Chinese New Year vor, überall wird dekoriert,  überall sind die Menschen auf den Beinen, genießen die schöne Deko oder sind schon auf dem Weg in ihre Heimatprovinzen, um dort mit ihren Familien zu feiern.

Auch im Yu Yuan Garden geht es schon hoch her, da drängeln sich die Massen, um Xiao Long Bao, eine Spezialität Shanghais zu essen, zu bummeln und die schönen Dekorationen zu bewundern.

Angst vor Menschenmassen darf man dabei -- wie überhaupt in China -- nicht haben, :-).







Year of the Dog, here we come!

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Euch wünsche ich noch einen schönen Tag, unserer neigt sich schon wieder dem Ende zu!

So long,
Corinna

Business Class

Seitdem wir in China sind, fliegen wir viel, und immer Economy. Besonders bei den Langstreckenflügen schielen wir natürlich immer nei...