29.05.15

Lebenszeichen: Alles gut!


Aus dem Plan, fleißig über China zu bloggen, ist dann ja wohl eher nichts geworden...

Zu viel los, die Uni hält mich vull auf Trab, aber fein ist es!

Am meisten Spaß machen mir die Schriftzeichen, ausgerüstet mit einer guten Wörterbuch-App kann ich schon kleinere Aufsätze schreiben...

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aber das ist auch das einzige, was meine Note noch so halbwegs im Zweier-Bereich hält -- alles andere tendiert eher in Richtung Katastrophe, :-).

Ich hab' mich ja eigentlich akademisch gesehen immer für einigermaßen brillant gehalten, aber hier fühle ich mich wieder wie eine Neuntklässlerin, die verzweifelt versucht, die Klasse halbwegs zu bestehen.

Es ist viel.

Dennoch macht es weiterhin viel Freude!

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Erinnert Ihr Euch noch, dass ich vor einem Jahr noch riesige Panik geschoben habe, dass ich hier keine Freunde finden würde?

Die Sorge hätte ich mir nicht machen müssen, denn ich habe die besten Freunde gefunden, die man sich nur denken kann!

Allerdings hatte meine Lehrerin Recht: ein social life zu haben, hilft nicht wirklich beim Lernen, :-).

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China ist klasse, wir fühlen uns wohl hier, die Luft ist auch nicht so schlecht, wie wir befürchtet hatten, im Gegenteil, die Kinder verbringen ihre Nachmittage fast ausschließlich im Freien.

Um ehrlich zu sein:

Drei Jahre kommen mir schon jetzt viel zu kurz vor, so schnell will ich hier gar nimmer weg.

Ich fühle mich hier irgendwie viel freier, weil es hier nicht immer nur um Regeln, Regeln, Regeln geht... die Chinesen kommen mir viel gelassener vor als zum Beispiel die Österreicher.

(Außer natürlich, sie geraten in einen Streit, da kann man dann mitunter schon mal denken, die Welt geht unter -- allein durch die Aussprache wird Chinesisch zu einer ungemein ausdrucksstarken Sprache...)

So wie ich hier mitten im Berufsverkehr Fahrrad fahre oder Straßen überquere, würde ich in Österreich nur einen Anschiss nach dem anderen bekommen.

Ich weiß noch, wie ich vor einigen Monaten die Expats bewundert habe, die fleißig mit ihren Fahrrädern oder E-Rollern unterwegs sind -- das, habe ich gedacht, würde ich mich niemals trauen...

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... aber tatsächlich entspricht der chinesische Fahrstil völlig meinem eigenen, nur dass ich meistens fast noch die Spur schneller unterwegs bin, :-).

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Ich genieße die ganzen kleinen Straßenküchen -- nichts schöner als Mittags an einer der mobilen Garküchen vorbeizukommen, wo sich die Arbeiter zum Mittagessen versammeln.

Keine Frage, viele, viele (viel zu viele) Menschen hier haben ein wirklich hartes Leben -- und trotzdem immer ein Lächeln übrig, wenn man vorbei kommt und ihnen einen guten Appetit wünscht, :-).

Irgendwie ist das Leben trotz dieser Betonwüste, in der wir leben, bunter -- die Menschen, die sich in den Parks zum Tai Qi oder tanzen treffen, ihre Drachen steigen lassen, sich einfach irgendwo hinstellen und singen oder ein Instrument spielen...

Es ist aber so schwer, es zu beschreiben -- auch einer der Gründe, die mich daran gehindert haben, viel zu bloggen, ich weiß einfach nicht, wie ich das rüberbringen kann. 

Vor allem muss man natürlich immer auch den Abstrich machen, dass ich das alles hier aus einer sehr privilegierten Sicht beschreibe -- das Leben, wie wir Expats es führen, hat mit der chinesischen Realität rein gar nichts zu tun.

Ehrlich gesagt, hat es mit gar keiner Realität zu tun, es ist eine Fake World... aber das ist eine ganz andere Geschichte. 

Aber da die Gedanken zu ordnen, ohne jemandem auf den Schlips zu treten, ist schwer -- sagen wir nur dieses: mit manchen Expat-Attitüden tue ich mich schwer... umso dankbarer bin ich, dass ich die Möglichkeit habe, zu studieren und auch mal mein eigenes Ding zu machen.

(Dem Mo geht es übrigens ähnlich wie mir, manche Dinge betrachtet er mit einer, sagen wir mal so, großen Verwunderung... Bin sehr stolz, dass er gut verwurzelt ist und aufmerksam beobachtet)

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Wer übrigens an der Handschrift seiner Kinder verzweifelt, dem kann ich nur wärmstens an Herz legen, sie Schriftzeichen schreiben zu lassen.

Die Wirkung ist enorm.

Hier zum Beispiel meine normale Sauklaue:


Und hier meine Schrift, nachdem ich ein Wochenende lang für ein Examen geübt habe:


Ich hab' Mutze gesagt, dass ich sie in den Sommerferien viele, viele Schriftzeichen werde üben lassen, denn alle ihre Lehrer haben mich gewarnt, dass es mit ihrer Sauklaue Schrift für die Matura-Klausuren sehr, sehr knapp werden wird -- die externen Prüfer werden einfach nicht die Geduld aufbringen, ihre Arbeiten gründlich zu lesen, wenn sie ihre Schrift nicht entziffern können.

(Was sehr bedauerlich wäre, sagen die Lehrer, denn inhaltlich sind sie sehr gut).

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Aus akademischer Sicht tut vor allem Mutze die internationale Schule sehr gut, sie wird hier auf eine andere Art herausgefordert, als an ihrer alten Schule, und haut tüchtig und sogar sehr erfolgreich rein.

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Die Elementary-Kids hatten am Mittwoch eine große Aufführung, hier ein kleines Video zum Tanz, den Minka mit ihrer Klasse aufgeführt hat.

(Sie ist vorne in der ersten Reihe, im blauen T-Shirt -- was soll ich sagen: niemand hat mir gesagt, dass sie ausgerechnet einen grünen Rock tragen würde...):


Enjoy, :-).

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Euch wünsche ich einen schönen Tag -- wenn er denn bei Euch mal endlich anfängt, :-).

So long,
Corinna

25.03.15

Haha!


Ein bisschen lachen musste ich ja schon, als ich meinen Aufsatz über meine Familie im Kurs vorlesen sollte...


Als ob ich am Dienstag noch weiß, was ich am Samstag geschrieben habe!

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Aber ein bisschen stolz, das muss ich schon zugeben, bin ich schon auf das, was ich in den letzten zwei Wochen gelernt habe.

Vor allem Schreiben und Lesen lernen macht vull viel Freude!

Und _so_ schwer ist das alles gar nicht, halt nur viel wiederholen und auswendig lernen.

(Wenn man die Reihenfolge kennt, in der die Striche eines Schriftzeichens geschrieben werden, entsteht beim Schreiben eine gewisse Melodie... kummt mir jedenfalls so vor, und das ist total kuhl!),

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Aber Verstehen geht noch ganz schwer, auch nach sechs Monaten China hab' ich meistens immer noch keine Ahnung, was die Leute so mit mir reden, :-).

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Euch wünsche ich einen schönen Abend, unserer ist quasi schon beendet und ich gehe jetzt schlafen!

So long,
Corinna

P.S.: Das Familienbild hat übrigens Mutze für mich gezeichnet.

13.03.15

Ein bisschen einen an der Waffel haben die schon!


Ein bisschen einen Waffel haben die da schon an der Nankai Universität.

Vierter Tag regulärer Unterricht und wir sollen schon alles komplett in Schriftzeichen machen.

Schreiben und Lesen!


Das ist komplett 二百五!

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Aber es macht total viel Spaß, ;-).

(Nur für die Hausaufgabe habe ich mir einen Spickzettel in Pinyin gemacht -- damit ich am Montag noch weiß, was ich heute geschrieben habe...)

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

02.03.15

Chinesischer Name


Heute war Einschreibung an der Uni:

Einschreiben, Semestergebühren zahlen, Studie-Ausweis machen, Klasseneinteilung.

Außerdem habe ich einen Chinesischen Vornamen bekommen.


Aber, Hölle, ich kann den weder lesen noch schreiben!

So long,
Kè Lín Nà

26.02.15

Hab' ich eigentlich schon erwähnt...


... dass ich hier angefangen habe, ein Instrument zu lernen?

Hab' vorher wegen bodenloser Talentlosigkeit niemals eines meistern können.

(Und auch dieses werde ich nicht meistern, denn an der bodenlosen Talentlosigkeit hat sich auch in den letzten Jahrzehnten nichts geändert. Aber es macht Spaß.)

Auch die Kinder nutzen hier den leichten Zugang zu Musikunterricht:

Mutze versucht es noch ein Mal, Minka zum ersten Mal mit der Trompete.

Und der Mo hat sich das -- aus unserer Sicht für ihn -- überraschendste Instrument von allen ausgesucht, die Geige.

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Ach, ich kann's kaum glauben, ihr steht da drüben gerade erst mal auf, während hier der Tag schon in vollem Gange ist!

So long,
Corinna

24.02.15

Ich versteh' (immer noch) nur Chinesisch, aber das macht nichts


Ich geh' ja manchmal nur deshalb auf den Veggie Market, um alle möglichen Leute anzuquasseln und mein mikriges Chinesisch auszuprobieren: 

Wie viel kostet das, was ist dieses, kann man das dort mitessen oder muss man es abschneiden, und schmeckt dieses dort gut?

Zwar verstehe ich die meisten Antworten immer noch nicht, aber auf die Art habe ich schon viele nette Begegnungen gehabt.

Wie zum Beispiel eine total entzückende alte Dame vorgestern, die mir (glaube ich) lang und ausführlich erklärte, wie man ein bestimmtes Gemüse zubereitet, dessen Namen ich aber schon wieder vergessen habe.

Aber sie war sehr, sehr freundlich und schien sich sehr freuen, mir etwas erklären zu können.

Überhaupt sind die meisten Chinesen sehr nett, man muss nur manchmal den Mut haben, sich drüber zu trauen und sie einfach anzulächeln oder anzusprechen.

Euch wünsche ich einen schönen Tag, hier kommen schon bald die Kinder wieder aus der Schule.

So long,
Corinna

23.02.15

Sommer, Sonne, Sonnenschein!


Ein unbestreitbarer Vorteil unseres China-Abenteuers ist ja die Nähe zu all den exotischen Orten, an die wir sonst wohl niemals reisen würden...

Und so haben wir gerade eine sehr (sehr!) entspannte Woche auf einer kleinen Insel in den Philippinen verbracht.


Strand liegen, Schwimmen, Tauchen, Kanu fahren, Schnorcheln.

(Finding Nemo Wonderland).


Und natürlich Lesen.

Immer wieder.

Dieses Buch.

(Es begleitet mich seit 27 Jahren).

Euch wünsche ich einen guten Start in die Woche, hier brüten die Kinder schon wieder in der Schule.

So long,
Corinna

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