03.07.16

Hong Kong


Minka fand es unverzeihlich, dass Mutze und der Mo schon letzte Woche alleine nach Österreich fliegen durften, während sie noch mit mir in China "rumhängen" musste.

(Ich hatte/habe nämlich noch einige Verpflichtungen, bevor auch wir heute Abend endlich in den Flieger steigen).

Was Minka aber nicht wusste, war...

...

...

...

...

... dass ich eine Kurzreise nach Hong Kong organisiert hatte, um ihre liebe, gute und sehr vermisste Freundin zu besuchen, die letztes Jahr von Tianjin nach HK gezogen ist. 

Nur einige wenige Eindrücke:




Aussicht vom Peak... 


(Und ja, es geschieht auch in Hong Kong, auch in Hong Kong...)


Ein bisschen Sightseeing in der Innenstadt...

... und natürlich Mickey Mouse Wonderland...




"OMG -- Ich bin tatsächlich in Entenhausen!"

Wobei ich mir hinterher nicht mehr ganz sicher war, was mir besser gefallen hat -- Entenhausen oder Tomorrowland...



Ich konnte nicht widerstehen...

Minka hat es natürlich am allerbesten in Disneyland gefallen, aber ich fand ehrlich gesagt den Fischmarkt in der Nähe ihrer Freundin am besten...





Obwohl ich gestehen muss, dass ich hinterher den ein oder anderen Albtraum hatte...


Baaaaaaah! Pfui.

(Und um das ganze noch schlimmer zu machen: als die Verkäuferin die mittlere Muschel berührt hat, hat sie... einen ziemlich Schleim ausgespuckt. Die spontane Assoziation war ... nicht schön, lol.)

Random Impressions:

Jimmy Choo -- ich kann mir nicht vorstellen, dass man solche Schuhe tatsächlich tragen kann.

Aber schön sind sie.


Anni war von diesen Mädels restlos begeistert:


Und last not least: irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, :-):



Es war das erste Mal, dass Minka und ich alleine unterwegs waren, Mutter-Tochter-Urlaub sozusagen, und ich finde, wir sollten es wiederholen, :-).

Und Hong Kong ist echt krass -- ein paar Tage reichen noch nicht mal aus, um überhaupt so etwas wie einen Eindruck zu bekommen, es ist so enorm vielfältig.

****

So heute noch einmal unterrichten, und dann fallen wir ins Sommerloch:

Graz, Prag, Villgratental und ein paar Tage in Deutschland.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommer!

So long,
Corinna

23.06.16

On a mission...


Ich habe noch nie gerne Anweisungen befolgt -- und die Kombination chinesisches Kochbuch und meine mangelnden Chinesischkenntnisse macht es natürlich auch nicht besser...

Trotzdem habe ich mich auf die Mission begeben, der Sache mit der chinesischen Küche mal genauer auf den Grund zu gehen.

Nudelgerichte sind hier definitiv mein Liebstes, deshalb habe ich es gestern mal mit diesem hier versucht:


Als erstes mal die ganzen Zutaten übersetzt und mich dann im Super- und Gemüsemarkt auf die Suche begeben. 




Ganz allein habe ich es nicht geschafft und musste um Hilfe bitten. Nur bei den Gewürzen bin ich alleine fündig geworden.

Und natürlich auf dem Gemüsemarkt:


Beim Nudelgeschäft traue ich mich nie so recht, einfach rein zu fotografieren, weil immer Leute drin sind. 

Aber der Laden ist irgendwie klass' krass -- in Österreich könnte ich mir sowas nicht vorstellen.

Aber total süß.


Mit Mengenangaben hatte ich es noch nie so, also alles Pi Mal Daumen, und zum Glück waren im Kochbuch auch genügend Bilder, so dass ich mich orientieren konnte, wenn es mit der Textkenntnis holprig wurde.



Das, was am Ende dabei herauskam, hatte mit dem Original demzufolge nicht mehr viel gemeinsam, aber lecker war's trotzdem.


Und irgendwann werde ich die Sache mit der Vielfalt der verschiedenen Saucen auch noch mal begreifen.

Jetzt habe ich jedenfalls erst mal Blut geleckt und mache mich auf die Suche nach anderen Gerichten, die ich mal ausprobieren könnte.

So long,
Corinna

22.06.16

Texten auf Chinesisch...


Christine fragte in einem Kommentar, was für eine Computertastatur man in China eigentlich benutzt, denn mit den vielen Schriftzeichen müsse das ja gigantisch sein.

Auf dem Computer habe ich mir die chinesische Tastatur nie installiert, aber auf dem Handy geht es ganz einfach, und ich bin mittlerweile sogar recht gut darin, meinen Freunden und Freundinnen auf Chinesisch zu texten.

Na ja, auf Chinesisch oder dem was ich so dafür halte...

Es gibt neben den Schriftzeichen noch die Schriftsprache, das sogenannte pinyin, das sich an der lateinischen Schriftsprache orientiert.

Will ich also meinen Freunden texten, gebe ich das Wort in pinyin ein, und erhalte eine Reihe von Vorschlägen, von denen ich dann den richtige aussuche.



Man muss aber sehr aufpassen, denn oft sind es die kleinen Feinheiten, die den ganzen Unterschied ausmachen.

Zum Beispiel heißt 汉字 (hànzì) Schriftzeichen, aber 汉子 (hànzi) chinesischer Mann.

(Beides wird nicht nur recht ähnlich geschrieben, sondern auch sehr ähnlich ausgesprochen, nur die Betonung auf der letzten Silbe ist anders).

Wenn ich unsicher bin, lass' ich es noch mal durch den Übersetzer laufen -- zum Glück, kann ich nur sagen. 

Denn einmal wollte ich einem Freund etwas ganz harmloses schreiben, hab' aber aus Versehen zwei falsche Schriftzeichen erwischt, und was dann dabei herauskam... war nicht mehr ganz jugendfrei, :-).

Außerdem kann man die Schriftzeichen noch händisch eingeben -- die Chinesen sind klarerweise unglaublich schnell und geschickt darin, bei mir ist es eher ein ziemliches Gemetzel Gekritzel.



Die Funktion nutze ich, wenn ich ein Schriftzeichen nicht kenne, und deshalb natürlich auch nicht in pinyin eingeben kann.

Wenn man zwar gut Chinesisch sprechen aber nicht schreiben kann, kann man auch alles in pinyin schreiben -- aber dazu muss man die Töne dazu schreiben, damit der andere dann weiß, was man meint.

Finde ich persönlich viel schwieriger, denn die Töne sind echt hacklig und ich ernte auch oft genug fragende Blicke, wenn ich mal wieder den falschen treffe, :-).

Ich find's ziemlich lustig, :-).

****

Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

21.06.16

Soll ja mal keiner behaupten...



Soll ja mal keiner behaupten, dass ich nicht auch in den Semesterferien lerne...




Endlich ein Buch, das ich lesen kann, :-).

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Außerdem:



担担面 -- dan dan mian:

Eines meiner Lieblingsnudelgerichte.



Aber ich muss mich definitiv noch mehr den Feinheiten der chinesischen Sprache widmen, denn so war es nur 担担面-inspiriert. 

Aber trotzdem lecker.

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Eines ist aber wirklich ärgerlich.

Ich hab' quasi das ganze letzte Semester verpennt -- ich hatte so viel an der Backe, dass ich viel geschwänzt habe, und Vokabeln gelernt habe ich auch nur unregelmäßig.

Und somit so ziemlich jede Klausur vergeigt.

Die mündlichen haben mich immer etwas retten können, aber trotzdem sind die Professorin und ich überein gekommen, dass es fein wäre, wenn ich nächstes Semester noch mal in ihren Kurs käme...

...

...

...

Natürlich nur, weil sie mich so gerne mag.

Eh klar.

Im Grunde kein Problem, aber was mich ärgert:

Hätte ich im letzten Semester fleißig(er) gelernt, könnte ich jetzt lesen. 

Denn ich erkenne mittlerweile wirklich, wirklich viele Schriftzeichen, und weiß, dass ich eigentlich wissen sollte, was es heißt.

Hmpf.

****

Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,

Corinna

20.06.16

Qingdao -- oder: auch das ist China


Kurz nachdem wir im Herbst 2014 nach China kamen, meinte Minka, sie habe sich China irgendwie "viel chinesischer" vorgestellt.

Und ich verstehe schon was sie meint.

Denn abgesehen davon, dass die Menschen hier eben anders aussehen als in Europa, sind die offensichtlichen Unterschiede nicht so gewaltig groß, dass man denkt, man sei in einer komplett anderen Welt.

Vor allem in einer Großstadt wie Tianjin, die sich so rasant entwickelt hat, dass wenig von ihrem ursprünglichen Charakter übrig geblieben ist.

Aber wenn man ein bisschen einzutauchen bereit ist, findet man an jeder Straßenecke Dinge, die eben doch so völlig (und sehr erfrischend) anders sind als bei uns.

****

Nun haben wir in der letzten Woche Qingdao besucht, eine Küstenstadt, die ehemals deutsche Kolonie war -- und meine Herren, so gut es mir dort auch gefallen hat, ich war in meinem Leben noch nie so verwirrt wie dort.

Denn egal um welche Straßenecke wir gerade bogen -- es hat uns immer an irgendetwas erinnert, aber nur selten an China:

Ein bisschen an die Nordsee.

(Aber nicht wirklich. Weil: ein bisschen wie Jesolo war's auch. Aber nicht ganz).

Manche Häuser an Waldkirch (Breisgau), einige Straßen an die Eggenberger Allee und den Plattenweg in Graz, und die kleinen verwinkelten Gassen in den Hügeln an Norditalien.

Und dazwischen immer wieder das pralle China -- die kleinen Nudelrestaurants, die Fische, die am Straßenrand zum Trocknen lagen, die kleinen Geschäfte, und natürlich die ein oder andere Pagode, die es zu sehen gab.

Dazwischen aber viel deutsche Architektur, die noch aus der Zeit der deutschen Konzession stammen. Und immer wieder Häuser, die genauso gut in Süddeutschland oder Österreich stehen könnten.

Aber nicht abgekupfert, sondern der Stadtkern ist aufgrund seiner speziellen Geschichte eben so gewachsen.

Es ist in China soundso oft so, dass man momentan grad nicht so genau weiß, wo man eigentlich ist...

Aber so ist China eben auch!

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Hier eine rein zufällige Auswahl, die längst nicht alle Eindrücke wiedergibt:


Allein das Ankommen war ein Gefühl von Abenteuer -- war ja schließlich das erste Mal, das ich ganz alleine mit den Kindern in eine ganz fremde Stadt in China gefahren bin. 

Beim Rauskommen hatte ich das gleiche Gefühl wie damals als ich zum ersten Mal aus dem Bahnhof von Tianjin kam und auf die Stadt schaute: aufgeregt und erwartungsfroh.

Der Bahnhof liegt ganz in der Nähe der Strandpromenade, und so konnten wir (auf unserer Suche nach einem Taxi) schon ein bisschen herumspazieren und erste Eindrücke genießen.


Ein Taxi haben wir aber nicht gefunden -- Taxi-Streik. 

Dank der Hilfe einiger freundlicher Mitmenschen konnten wir dann endlich die richtige Busverbindung finden, um in unsere Jugendherberge (am anderen Ende der Stadt, eh klar) zu fahren.



 Dem Mo hat die Jugendherberge deutlich besser gefallen als das Hutong Hotel in Beijing, während ich nicht so ganz begeistert war. Obwohl ich hinterher gesehen habe, dass wir mit dem Familienzimmer eh Glück hatten, die anderen Zimmer waren...

Na ja. Lassen wir das.

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Dafür war es zum Strand nicht weit.


Überhaupt haben wir uns viel am Wasser aufhalten können, denn das gab es ja quasi überall, :-).

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Lustigerweise wundern sich meine Kinder immer, warum die Chinesen sie so oft fotografieren wollen...


Besonders den Mo hat's diesmal wirklich oft erwischt, :-).


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Zufällig am Straßenrand dieses Café mit dem besten Chocolate Cake ever entdeckt...



Und ja. So einen guten Melange könnte man auch in Österreich bekommen.

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Des hier war total krass: 

Dieser heftige was-auch-immer-für-ein-Stil-Klotz...


... direkt neben diesem leichten chinesischen Gebäude...


... welches im übringen eine abgefahrene Ausstellung junger Schüler/innen zeigte:


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Völlig sprachlos beim Anblick dieser Prachtvilla, die der deutsche Gouverneur sich Anfang des 20. Jahrhunderts am Hügel hat errichten lassen:




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Auch die evangelische Kirche sehr imposant. 

Und sollte man sich fragen, ob man überhaupt noch in China ist, hier ein kleiner unauffälliger Hinweis:



Paare, die für Hochzeitsfotos posieren. 

Überall. 

DAS ist definitiv China wie es leibt und lebt.

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Random Impressions:






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Und hier noch zwei Lieblingsfotos:


Ein genialeres TukTuk-Gefährt habe ich vorher noch nie gesehen, :-).

Und eines meiner Lieblingsfotos aus Qingdao:


Oben am Hügel die Prachtvilla. unten der kleine Platz und Beginn des Aufstieges zu den kleinen engen und sehr atmosphärischen Gassen.

Genau da hatte ich das perfekte Ferien-Gefühl, :-).

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Man muss Qingdao nicht unbedingt gesehen haben. Aber wenn man die Chance hat, dann sollte man es auch nicht auslassen.

Ich würde jedenfalls noch mal hinfahren, mir hat's total gut gefallen, insbesondere dieser verwirrende Mix, wo für jeden etwas dabei ist.

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Habt einen schönen Wochenanfang!

So long,
Corinna


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