16.07.09

3000 Schritte mehr pro Tag


Eine lustige Werbekampagne des Bundesministeriums für Gesundheit verspricht den Österreichern, mit 3000 Schritten mehr pro Tag gut im Rennen für mehr Beweglichkeit und Gesundheit zu sein.

Seit ich die Werbespots im Fernsehen gesehen habe, frage ich mich allerdings, wie ich noch 3000 zusätzliche Schritte in meinem Alltag unterbringen soll.

Ich mache eh schon alles zu Fuß, Mosche zur Schule bringen, Mosche wieder von der Schule abholen, Einkaufen, usw., was man halt alles so macht.

Ich bewege mich zwar nicht sportlich, aber doch regelmäßig und jeden Tag. Und ich habe noch nie verstanden, warum Leute für quasi jeden Alltags-Schritt ins Auto steigen, aber dann viel Geld für Sportgeräte und das Fitness Studio ausgeben, um in Bewegung zu kommen.

Auf der entsprechenden Homepage schlägt man u.a. vor "[z]u Fuß zum nächstgelegenen Lebensmittelgeschäft gehen, wer hin und retour knapp eine halbe Stunde braucht, hat rund 3500 Schritte gemacht." Es steht aber nicht da, ob das für eine halbe Stunde mit oder ohne Einkauf (und Tratschen) gilt, oder nur den Weg meint. Und ob das auch gilt, wenn man den Einkauf mit Kleinkind erledigt, weil: da komme ich sogar locker auf eine Stunde pro Einkauf (verausgabe dabei aber nur meine Nerven)...

Ich müsste also, dachte ich noch vor einer Woche, schon eine halbe Stunde am Tag abzwacken, um diese 3000 Schritte mehr am Tag unterzubringen.

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Aber jetzt habe ich die Lösung:

Ferien!

Planschbecken aus dem Keller holen, in den Hof tragen. Mehrere Kübel Wasser raustragen, um das Becken aufzufüllen. Badesachen, Handtücher und Sonnencreme holen. Getränke und Verpflegung holen. Sandspielzeug abwaschen und zum Plantschbecken bringen. Noch mehr Getränke und Verpflegung holen. In den Keller rennen und den Sonnenschirm suchen. Mosches ferngesteuertes Flugzeug aus einem Baum retten. Klebstoff holen, um Mosches ferngesteuertes Flugzeug zu reparieren. Leiter holen, um Aristides ferngesteuertes Flugzeug aus einem Baum zu retten. Noch mal reinlaufen, um einen Besen zu holen, um an Aristides ferngesteuertes Flugzeug zu kommen. Minka suchen. Einen Zettel schreiben und der Nachbarin an die Tür hängen, wann wir kommen dürfen, um Mosches ferngesteuertes Flugzeug von ihrem Balkon zu holen. Minka hinterher rennen und einfangen. Noch mal Klebstoff holen, weil Fabi derweil ein Stück aus unserem Diabolo rausgebrochen ist. Noch mal die Leiter holen... Mehr Getränke und noch mehr Verpflegung holen. Trockenes T-Shirt für Minka holen. Frische Windel vergessen und deshalb noch mal reinlaufen. Minka wieder einfangen. Aristide fragen, ob diesmal nicht sein Bruder das ferngesteuerte Flugzeug aus dem Baum retten kann und warum er das Flugzeug nicht einfach seinem Papa bringt, damit der das reparieren kann. Seufzend noch mal reingehen und den Klebstoff noch mal holen... usw.

Jedenfalls dürfte ich jetzt bald so richtig fit sein, ;-).

In diesen Sinne!

So long,
Corinna

P.S.: Warum ich den Klebstoff nicht einfach gleich draußen lasse? Pattex. Mag nicht draußen in der Hitze liegen und ist auch nichts für kleine Kleinkindhände.

1 Kommentar:

  1. Oh, das ist ja schön, wenn man per Zufall über eine Bloggerin aus der zukünftige Heimatstadt stolpert! ;-) Ich zieh im September von OÖ nach Graz...
    Lieben Gruß vom Platypus

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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