14.10.09

Be kinder than necessary, for everyone you meet...


... is fighting some kind of battle.

Typisch amerikanischer Spruch, trotzdem musste ich heute an ihn denken, als ich eine Nachbarin traf, die, vorsichtig ausgedrückt, keine große Sympathieträgerin ist.

Seit zehn Jahren treffe ich sie fast täglich, immer hat sie böse geschaut, und wenn man sie zaghaft gegrüßt hat, hat sie allerhöchsten mit einem noch böseren Blick reagiert. Da hat man es dann lieber ganz sein lassen.

Aber vielleicht war sie es auch gar nicht mehr gewöhnt, gegrüßt zu werden, denn in der Nachbarschaft ist sie nicht sonderlich beliebt, ich habe noch niemanden ein gutes Wort über sie sagen hören.

Meistens spricht man überhaupt nicht über sie.

Keine Ahnung, was da war.

Nun habe ich mir vor ein paar Monaten gedacht, die Nuss muss doch irgendwie zu knacken sein, und begann sie nicht nur zu grüßen, sondern mit meinem breitesten Lächeln anzustrahlen.

Ich meine, wir sind Nachbarn, meine Kinder sind laut und wild, und da tut man gut, sich mit möglichst vielen gut zu stellen, ;-).

Erst reagierte sie etwas verwundert, dann begann sie mal zurück zu grüßen, seit kurzem lächelt sie...

...

...

...

und heute grüßte sie mich zuerst.

Ich frag' mich, was die Frau wohl verbockt haben mag, dass niemand mehr etwas von ihr wissen will.

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. Manchmal gibt es Menschen die machen sich selber das Leben schwer...

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  2. Kannst sie ja zum Kaffee einladen und aushorchen. Aber ist das nicht die mit dem Feldweg oder was da mal war?

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  3. So eine Nachbarin habe ich auch. Allerdings hat die auch guten Grund, gnatzig zu sein. Allerdings nicht auf mich, sondern eher auf unsere Mitbewohner, die sich gerne lauthals darüber aufregen, dass deren Laub wieder zu uns rüberweht. Ich bin jedenfalls auch immer besonders nett zu unserer Nachbarin, auch wenn sie mich (noch nicht) grüßt.

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  4. schön, sowas.

    Der Spruch gefällt mir.

    Mir hat erst kürzlich eine Fast-Nachbarin, die auch immer recht mürrisch ist und nur grüßt, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden läßt, erzählt, dass sie so große Sorgen hat und oft vor lauter Kummer gar nicht mehr ansprechbar ist.

    Von außen sieht man es nicht.

    Hinter vielen Vorhängen gibt es Dinge, die wir nicht ahnen (warum muss ich nun an die verzweifelten Hausfrauen denken *ggg* ?).

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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