09.10.09

Stell Dir vor, Mama!


"Stell Dir vor, Mama!", kam Mutze kürzlich vergnügt nach Hause, "ich bin in B(ildnerischer) E(rziehung) ganz in der Zeit mit meinen Bild fertig geworden!"

Schau an, denke ich mir, da hat eben alles seine Zeit, und freue mich mit dem Kind.

Ihr Arbeitstempo (bzw. wenn man den LeErerinnen ihrer Volksschulzeit Glauben schenkt: Mangel desselben) war vier lange Jahre lang ein Thema, das uns den Schulalltag zur Hölle machte.

Es fing schon an in der dritten oder vierten Woche der ersten Klasse:

Das muss schneller gehen, Du musst mehr üben, das muss besser werden!

Und das ewig gleiche LeErerinnenmantra bei diversen Gesprächen:

Nettes Kind, aber... das passt nicht... und das passt nicht... und das schon gar nicht... die Kinder bekommen nicht viele Hausaufgaben auf, das kommt Ihnen nur so vor, weil Mutze nie fertig wird und die Sachen eben zu Hause fertig machen muss.

Etc. pepe.

Das war nicht immer lustig, und so schwante mir schon Übles, als sie auch auf ihrer neuen Schule nicht mit ihren Aufgaben fertig wurde.

Sozusagen präventiv gramgebeugt sprachen der LV und ich also bei den LeHrerInnen vor und bekamen zu hören:

Wie viel Freude sie an Mutze hätten. Wie sehr sie sie schätzen, wie sehr sie den Unterricht bereichere. Dass sie zwar nicht fertig werde, man aber regelmäßig sogenannte "Aufräumstunden" mache, in denen die Kinder ihre Arbeiten zu Ende bringen könnten.

Und der BE-Lehrer war sogar ein bisschen erschrocken, als er erfuhr, dass Mutze sich wegen der nicht fertig gestellten Bilder sorge. Das müsse sie nicht, meinte er. Gestaltnerisch und technisch passe alles, er werde schon für den passenden Rahmen sorgen, in dem sie ihre Bilder fertig zeichnen könne, und sie gerne auch mal darauf hinweisen, wie man mit wenig Aufwand mehr Eindruck schinden könne.

Und wie man sieht: "Stell Dir vor, Mama! Ich bin in BE ganz in der Zeit mit meinem Bild fertig geworden!"

Ich glaube, ich erwähnte schon, wie begeistert ich von dieser Schule bin! Was ich noch nicht erwähnte: ich bin sehr, sehr dankbar!

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. dazu fällt mir ein: mehr Förderung, nicht immer nur Forderung durch die Schule!
    Wie schön für Ihr Kind - und Sie - nicht wahr? Ich freue mich mit.

    LG Elena

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  2. Bin gerade blass vor Neid über diese Schule. Ehrlich!
    Mal nebenbei gefragt: Wieviele Schüler haben die Klassen in Mutzes Schule in etwa?

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  3. wie schön, ich freu mich so für euch !!!!!!!!

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  4. @perle: es gibt in jedem Jahrgang nur eine Klasse mit 22 Schüler, d.h. in den höheren Klassen auch schon mal weniger, weil manche abgehen oder ein Auslandsjahr einlegen.

    @elena: wir sind wirklich sehr zufrieden mit der Schule und sehr dankbar, dass Mutze dort aufgenommen wurde. Nach vier anstrengenden Volksschuljahren war ihr erstes Schuljahr an der neuen Schule dann so entspannt, dass man gar nicht gemerkt hat, dass es... Schule ist, *ggg*.

    So long,
    Corinna

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  5. Es waren fünf Jahre!
    Das nur nebenbei.


    Mutze

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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