29.12.09

Randvoll, oder: Das schönste im Rheinland


Fragt man den Mosche, was das schönste am Rheinland ist, dann wird er antworten:

"Der Lego-Shop in Köln."

...

...

...

Klare Sache.

So war es auch dieses Mal Teil des Weihnachtsgeschenkes, den Weihnachtsfamilienbesuch mit einer Fahrt ins Haus der deutschen Geschichte in Bonn nach Köln zu verbinden.

Voll war es dort am ersten Einkaufstag nach Weihnachten, rappelvoll, und ich fragte eine Verkäuferin, ob sie denn da keinen Nervenzusammenbruch bekäme.

"Nee," sagte sie (und outete sich damit sofort als echte nette Kölnerin), "das macht doch Spaß, all' die glücklichen Kinder hier!"

Und Spaß machte es in der Tat.

Besonders klasse sind die Becher, die man -- zum Einheitspreis -- randvoll mit allen möglichen Lego-Teilen füllen darf.

Erst schreckte der Mosche ein wenig vor ihnen zurück, denn zu überwältigend war das Angebot, als dass er ohne Scheu hätte zugreifen können.

Aber als ich ihm sagte, dass ich dieses Geschäft sicher nicht ohne wohlgefüllten Becher -- "und ich meine nicht den kleinen Becher, Mosche!" -- verlassen würde, griff er zu.

Herzhaft.

*

Allein das Füllen eines solchen Lego-Bechers kann eine ganze Familie beschäftigen: die Kinder bringen die Teile zum Befüllen, die Eltern schütteln, schichten und nutzen jede noch so kleine Lücke, um möglichst viele unsäglich wichtige und urseltene -- "urseltene, Mama!" -- Teile hinein zu stopfen.

Nachdem wir auch wirklich das allerletzte Luftloch sinnvoll gefüllt hatten, gelang es mir noch, einige Teile unter der Erhebung des Deckels unterzubringen: echte Präzisionsarbeit!

Nur Mutze muss das nächste Mal die Zusammenstellung der Figuren noch etwas optimieren, da wär' noch was gegangen, ;-).

(Un' wie das nu' mo su es im Rheinland, die ganze Zeit plauderten wir links und rechts mit anderen Eltern, die sich ähnlich beschäftigten wie wir. "Woher kennt Ihr die ganzen Leute?", fragen Mutze und Mosche oft erstaunt, denn so wie wir uns in den Schlangen an der Kasse immer nach hinten und vorne unterhalten, denken sie, mer kenne alle Lück da. "Kennen wir doch gar nicht," lachen wir dann, "aber das ist hier so.")

Langer Rede kurzer Sinn (und zurück zum Lego-Shop): in diesem Geschäft ist Shoppen wirklich Teil des Vergnügens und mein "Sie haben wirklich den besten Job der Welt!", mit dem ich mich schließlich von der Verkäuferin (siehe oben) verabschiedete, kam von Herzen...

Weniger klasse fanden die Kinder allerdings den Sonntagnachmittagsausflug ins Haus der deutschen Geschichte in Bonn, aber da mussten sie durch.

Vor allem mein (ehemaliges) Spezialgebiet Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und Sicherheitspolitik in den 50er Jahren ist sehr anschaulich und ausführlich dargestellt.

Spannende Sache, das!

(Nur die Rezeption der Stalin Noten ärgerte mich ein wenig, denn das stimmt so nicht ganz, wie es dort geschrieben steht. Dafür freute ich mich um so mehr über die Darstellung einer der Sternstunden der deutschen Geschichte, nämlich die Bundestagssitzung, in der Kurt Schumacher Konrad Adenauer den "Bundeskanzler der Alliierten" nannte, ;-)).

Er hat viel Freude gemacht, unser Weihnachtsausflug, aber nun sind wir wieder zurück in Graz und freuen uns auf ein paar gemütliche Tage zwischen den Jahren -- die schönste Zeit des Jahres, wenn Ihr mich fragt!

So long,
Corinna

*Wirklich wichtig auf dem Bild ist übrigens nicht der Lego-Becher, sondern der Indiana-Jones-Schlüsselanhänger. Meiner!

1 Kommentar:

  1. Liebe Corinna!
    Das war ein Ausflug, der der ganzen Familie Spaß machte.
    Hier ist es oft sehr ruhig, seit die Kinder aus dem Haus sind, aber manchmal wünsche ich mir die stressige und auch schöne laute Zeit zurück.
    Übrigens: Ein toller Schlüsselanhänger!
    Einen fröhlichen Jahreswechsel wünsche ich euch und einen neuen leistungsstarken PC
    Lemmie

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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