31.05.09

Nur Kinder, Küche, Kirche... Kampfreiniger... und Kesen...

Vor ein paar Jahren habe ich mal angefangen, ein Lesetagebuch zu führen, weil ich doch sehr dazu neige, ein Buch zu verschlingen, um es dann unreflektiert in die Ecke zu hauen und direkt zum nächsten überzugehen. Aber dafür sind Bücher denn doch zu schade.

Dem, also dem allzu schnellen Konsum, wollte ich mit einer Keseliste (nur Kinder, Küche, Kirche... Kampfreiniger... und Kesen) entgegenwirken, und wenigstens notieren, worum es in dem Buch ging und warum es mir gut oder ein bißchen oder überhaupt nicht gefallen hat.

Leider habe ich meine Keseliste in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt, dabei waren wirklich einige sehr, sehr gute Bücher unter denen, die ich so im Laufe der Zeit verschlungen habe. Zum Beispiel hat mir die Mütter-Mafia-Trilogie von Kerstin Gier ein paar vergnügliche (wenn auch nicht weiter tiefgreifende) Stunden verschafft, die Bücherdiebin von Markus Zusak gehört zu einem der besten Bücher, das ich je gelesen habe, und auch der vollkommene Schmerz von Ugo Ricarelli ist ein schöner, sehr berührender, wenn auch manchmal zu überladener Roman. Stellenweise zu bedeutungsschwanger und das Ende die Spur too much (was einem andererseits auch den allzu tiefen Griff in die Tempo-Packung erspart).

Aber sie geht mir schon ab, meine Keseliste, und so soll sie wieder aufleben. In meiner Keseliste im Gadget (oder so) links werde ich allerdings nur die Bücher notieren, die mir wirklich gut gefallen haben und die ich gerne weiter empfehle. Und da gab es doch gleich zwei in den letzten Wochen, die ich unbedingt erwähnen möchte:

Der Knochenmann von Wolf Haas -- begnadet, wie immer. Simon Brenner muss man einfach lieben, ebenso die lässigen, genialen Assoziationsketten, zu denen es Wolf Haas immer wieder treibt. Da braucht man eigentlich gar nichts mehr zu sagen -- außer, dass die Verfilmung natürlich auch klasse ist (das Popcorn sollte man aber lieber draußen lassen und besser wär's, man hätte nicht gerade vorher Backhendl gegessen). Josef Hader mit seinen süßen Knopfaugen als Simon Brenner, zum Dahinschmelzen.

Herzhaft gelacht habe ich über Dawn Meehans Because I said so. Ihr kennt vielleicht ihre Geschichte über den Baseball, den sie vor einigen Jahren bei ebay versteigerte, zusammen mit einer ausführlichen Beschreibung der Kette von Katastrophen, die dieser Ball auslöste.

Damit wurde sie bekannt, aber noch bekannter mit einem Päckchen Pokemon-Karten, das sie bei ebay vertickte, weil sie sich so sehr darüber geärgert hatte, dass eines ihrer sechs Kinder es ihr heimlich in den Einkaufswagen geschmuggelt hatte. Ihre Erzählung, wie es dazu kam, dass sie dieses Päckchen nun versteigern wollte, ging innerhalb weniger Stunden um die ganze Welt (etwas anders ausgedrückt: innerhalb weniger Stunden machten sich Leute rund um die Welt in die Hosen vor Lachen, als sie ihre Geschichte lasen), und machte auch einige Verlagshäuser auf sie aufmerksam. Das daraus resultierende Buch Because I said so beschreibt ihren Alltag mit sechs Kindern und ist einfach nur urkomisch. Auch wenn man eigentlich jede der von ihr beschriebenen Situationen selber nur zu gut kennt.

Been there, done that.

Sogar ihre Anekdötchen über ihren Mann könnten aus dem Hause Mahlzahn stammen -- der muss wohl ähnlich, äh... liebenswert sein wie der LV, ;-).

Artemis Fowl von Eoin Colfer, hörte ich an verschiedenen Stellen, sei hoch zu loben, aber ich konnte damit überhaupt nichts anfangen. Aber jetzt kann ich wenigstens mitreden.

Und Arnaldur Indridason mag ich zwar sehr gerne, aber Tödliche Intrige fand ich grottenlahm. Es gibt zwar eine sehr nette Pointe, aber großenteils ist das Buch langatmig, extrem konstruiert und bedient ein Klischee nach dem anderen. Gut, dass ich es mir nur aus der Stadtbibliothek geliehen habe, ich hätte mich sonst sehr geärgert.

Mutze erfreut sich derzeit an einigen Hägar-Comics, die ich aus unserem Regal aussortiert und auf ihrem großen S(tapel) U(ngelesener) B(ücher) sorgfältig abgelegt habe (gar nicht so einfach, sie auszubalancieren, damit der SUB nicht umfällt). Aber eigentlich freut sie sich auf Dienstag, wenn die Stadtbibliothek wieder öffnet und sie endlich den dritten Eragon Band ausleihen kann. Das Leben ist nämlich urlangweilig, wenn man ein tolles Buch ausgelesen hat und erst lange (zwei Tage) auf die Fortsetzung warten muss...

Mosche liest Harry Potter mit dem LV und Die Olchis und der karierte Tigerhai mit mir, und Minka freute sich heute über Wo die wilden Kerle wohnen (bei uns).

In diesem Sinne Euch noch einen schönen Restsonntag!

So long,
Corinna

Ich Morgen Papa, ich Morgen Mama!

"Ich Morgen Papa," winkt Minka huldvoll dem LV zu, als sie am (sehr) frühen Morgen zum Kuscheln in unser Bett krabbelt, und: "ich Morgen Mama!"

In diesem Sinne auch Euch einen wunderschönen (nicht mehr ganz so frühen) Morgen!

So long,
Corinna

29.05.09

Und ich sagte noch...

Und ich sagte noch, "Minka," sagte ich noch, und laut und deutlich sagte ich das, "Minka, Finger weg vom Computer."

Weil wenigstens dieses Kind ein wohlerzogenes und gut hörendes ist, folgte es meinen Worten...

...

...

...

...

und betätigte statt dessen "nur" den Steckdosenschalter.

Was dann aber in letzter Konsequenz auch keinen Unterschied mehr machte, denn da der Computer gerade irgendein hochkompliziertes Programm fuhr und die Unterbrechung gerade so gar nicht gebrauchen konnte, tauchte er in folge erst mal ganz ab. Dem LV und begnadeten Computerreparateur sei Dank -- jetzt lööft er wieder.

Was mich zum nächsten Thema bringt: feedjit.com

Wie einige von Euch weiter unten schon gesehen haben, habe ich so ein feedjit.dingens Ding, mit dem ich sehen kann, woher denn diejenigen von Euch so grobgeschätzt kommen mögen, die hier mitlesen.

Nennt es Neugier oder nennt es Kontrolle, wie auch immer, Ihr habt mit beidem Recht:

Neugier auf der einen Seite, weil ich natürlich gerne wissen mag, wer hier alles mitliest und wie Ihr den Weg hierher findet (an dieser Stelle mal liebe Grüße an den linken Niederrhein!).

Und Kontrolle auf der einen Seite, die aber nur mir selber gilt: ich mag nicht vergessen, dass das Grazerlei eben doch kein gemütliches, heimeliges Wohnzimmer ist, in dem nur liebe Freunde mitlesen, sondern eben doch sehr, sehr öffentlich. Und man nie so recht weiß, wen es alles hierherverschlagen mag. Ich kann mir noch so sehr einbilden, meine Identität und die der Kinder zu verschleiern, man ist eben doch leicht nachvollzieh- und erkennbar, mit diesen Details oder jenen Einzelheiten aus unserem Alltag, einem Anekdötchen hier und einer lustigen Geschichte dort.

Deshalb: Kontrolle, Selbsterinnerung, dies nicht zu vergessen.

Auch nicht, dass wir alle unsere Spuren hinterlassen. Hat sich was mit der Anonymität im Internet.

Wen das feedjit stören sollte, der sei beruhigt: da ich die meisten von Euch kenne, weiß ich gesichert, dass die richtige Ortsbezeichnung nur in den wenigstens Fällen (fast nur in meinem, ;-)) richtig angegeben ist. Wer mir übrigens einen heißen Tip geben kann, wie ich mich selber aus dem feedjit ausblenden kann (muss ja nicht jeder wissen, dass ich meine eigene fleißigste Besucherin bin), immer her damit!

In diesem Sinne und so long,
Corinna

26.05.09

Papamobil

In unserem Auto ist es zugegebenermaßen sehr eng, zu fünft. Wenn natürlich auch lange nicht so eng, wie in einem Audi R8. Aber der LV kann sich wirklich nicht beschweren, er ist der einzige Familienvater, den ich kenne, der keinen Familienvan fahren muss!

Auch wenn das natürlich schon sehr schön wäre. Für die, die sich auf der Rückbank zusammenquetschen. Also auch für mich, weil ich auf längeren Fahrten meinen Platz auf dem Beifahrersitz gerne an eines der Kinder abtrete. Damit es nicht so leiden muss.

Deshalb wäre so ein Familienvan schon eine interessante Sache für uns. Aber ich sehe ein, dass das eine ziemliche Niederlage wäre, wenn einem eigentlich eher sportlich zu Mute ist.

Ich meine, es gibt ja Leute, die kaufen sich so ein Teil, wenn sie nur das erste Ultraschallbild in den Händen halten. Das kommt einem manchmal fast übertrieben vor. Da hat der LV also wirklich Glück gehabt, dass er das nicht muss und wir ihn auch ziemlich in Ruhe lassen mit dem Thema.

Meistens jedenfalls.

Denn seitdem Puberty mitreist, ist es wirklich kaum mehr zum Aushalten.

F_M: Wenn wir einen Familienvan hätten, hätte jedes Kind eine eigene Bank für sich.
LV: Ja, aber dann hätten wir auch keinen Verbrauch von 5,2 l mehr.
F_M: Manchmal muss man erst sich selbst retten, bevor man die Welt retten kann...

...

...

...

Unschlagbares Argument. Aber trotzdem: keine Chance.

In diesem Sinne usw.

So long,
Corinna

25.05.09

Sollte...

... das Honorar nach Legoland, Schlepptop und Kreuzfahrt übrigens immer noch reichen, dann wünscht sich der L(iebevolle) V(ater) einen Audi R8.

Dringend.

So long,
Corinna

May I introduce?

Have you met Puberty? Puberty is our new family member. Mutze brought her home one day and ever since the two of them are having a blast.

-- So have you learned your words yet, Mutze?
-- No, I haven't.
-- Why not?
-- Puberty won't let me!

So say hello to Puberty!

So long,
Corinna

Die hohe Kunst der Dinolehre

Gestern haben wir Minka -- sozusagen auf der Durchreise -- in die hohe Kunst der Dinolehre eingeführt.




("Aaah," höre ich übrigens einige von Euch gerade rufen, "deshalb haben wir also Post aus dem Senckenberg Museum bekommen!")

Der Mosche hatte dort übrigens großes Glück, dass er auch eine Mutter hat. Denn während der liebevolle Vater ihn großflächig am Schrumpfkopf und der mumifizierten Katze vorbeizog, sorgte diese, also die Mutter, dafür, dass er diese wundervollen Exponate auch wirklich zu sehen bekam!

Gut gemacht, Mama!

...

...

...

Ich hoffe, er wird es mir verzeihen.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

20.05.09

Kreuzfahrt

"Sollte ich jemals," sage ich, als ich mit einem Klick meine mittlerweile immerhin schon dritte Geschichte für die Veröffentlichung in den Steirischen Berichten wegschicke, "sollte ich jemals viel Geld mit meiner Schreiberei verdienen," sage ich also, ohne so recht daran zu glauben, "dann lade ich Euch alle ins Legoland ein."

"Prima!" freut sich der Mosche (und "prima" schreit Minka gleich mit).

"Und wenn dann noch etwas übrigbleibt, kaufe ich mir einen neuen Schlepptop," sage ich weiter mit Blick auf mein vorsintflutliches Gerät, das nur nie kaputt gehen darf, weil es die Programme, mit der man es wiederbeleben könnte, schon gar nicht mehr gibt.

"Und wenn DANN noch was übrigbleibt," jubelt Mutze, "DANN machen wir eine Kreuzfahrt!"

...

...

...

Aber leider sind da viel zu viele wenns in der Geschichte.

Obwohl.

Ich.

Sie.

Immer.

Wieder.

Gerne.

Erzähle.

In diesem Sinne Euch ein schönes verlängertes Wochenende!

So long,
Corinna

19.05.09

Eine haarige Sache...

Erwähnte ich -- doppeldeutig: aus aktuellem Anlass -- dass die Sache mit der Pubertät eine haarige Sache ist?

Seit der ersten Klasse sind uns Mutzes Haare nahezu täglich ein Dorn im Auge, nahezu täglich drohen wir damit, sie ihr abzuschneiden, wenn sie sie nicht endlich bürstet, bürstet oder bürstet oder wenigstens bürstet.

Doch ebenfalls seit der ersten Klasse behauptet Mutze nahezu täglich standhaft, dass ihre Haare okay seien, wie sie sind, es keinen Grund gäbe, darüber zu mosern, und sie sehr zufrieden mit ihnen sei.

Und.

Jetzt.

Von.

Jetzt.

Auf.

Gleich.

Sind.

Ihre.

Haare.

Auf.

Einmal.

Potthässlich.

Grauenhaft.

Strohig.

Entsetzlich.

Hassenswert.

Und.

Man.

Kann.

Gar.

Nichts.

Rechtes.

Damit.

Anfangen.

Nie!

Nie!

Nie!

...

...

...

Dabei hatten wir sie gerade ein wenig in den Griff bekommen!

Überhaupt.

Der liebevolle Vater und ich stehen manchmal amüsiert, manchmal fassungslos vor dem, was sich da Pubertät nennt und ein stimmungsschwankendes Bündel aus unserer kleinen Mutze macht. Dass wir selber der Pubertät kaum entwachsen sind und deshalb eigentlich Experten auf dem Gebiet sein sollten, hilft nicht.

Bleibt nur zu hoffen, dass wir alle heil da durch kommen.

Obwohl.

Wenn Mutze die Pubertät hinter sich gelassen hat, kommt der Mosche rein, und wenn der Mosche sie durch hat...

... dann...

Minka: "Auch rein? Auch rein?"
F_M: "Ja, Minka, Du kommst dann auch rein.
Minka (sehr zufrieden): Auch rein!

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Haare gelassen

Beim Friseur. Der Mosche lässt sich mehr oder weniger geduldig einen Sommerschnitt verpassen, die Friseurin lobt, wie brav er sei und ob er zu Hause auch immer so brav sei?

Minka spontan aus dem Hintergrund: "Nein!"

Dabei "Mosse meins Bruder!" -- andererseits, gerade deshalb wird's sie's wohl am besten wissen...

Obwohl: der Mosche ist grad recht, so und nicht anders soll er sein (abzüglich des gelegentlichen Feuerwehreinsatzes in unserer Siedlung...).

So long,
Corinna

Vorschule

Nachdem Mosche letztes Jahr ja zunächst etwas angefressen war, dass er es -- trotz schulfähigem Alters -- noch etwas an der Schulreife mangeln ließ und deshalb in die Vorschule musste, informiert er mich jetzt:

"Mama, ich werde die Vorschulklasse noch einmal wiederholen."

Mir wär's recht, es ist so herrlich stressfrei, ;-).

So long,
Corinna

Pubertät


"Ich lerne am Wochenende für die Englischarbeit," informiert mich Mutze, nachdem ich sie daran erinnert habe, dass wir an eben diesem nach Deutschland fahren, "aber ich lerne nicht auf der Fahrt und auch nicht in Deutschland."

Und als ich sie noch mal daran erinnere, dass wir genau dann genau dorthin fahren: "Eben. Und ich komme nicht mit."

...

...

...

...

Uaaaaaaaaah.

Tatsächlich glaubt Mutze, sie könne 30 Jahre Vorsprung an Zickigkeit aufholen.

Kürzlich beim Frühstück. Wir geraten aneinander, Mutze springt empört und Verfluchungen vor sich hin murmelnd ("Elternverstehenauchgarnichtsichzieheausichwechselediefamilieetc.") auf und verläßt den Raum.

Schaut mich der liebevolle Vater meiner Kinder an und sagt: "Du warst auch nicht besser!"

Aber das will ich doch hoffen, dass ich besser war, ich kann das doch schon viel länger!

...

...

...

Früher gab es nur die Pubertät (und die war schon schlimm genug).

Heute gibt es die Kleine Pubertät, die Vorpubertät _und_ die Pubertät.

Und so habe ich gleich drei Trotzzwerge hier -- zwei davon trotzen altersbedingt und einer macht mit, weil ich mich sonst langweilen könnte.

In diesem Sinne.

So long,
Corinna

17.05.09

Sind das wirklich meine Kinder?


Nach einem ganzen Tag im Schwimmbad sind Mutze, Mosche und Minka nicht nur von innen und außen gründlich desinfiziert, sondern man sieht auch endlich ihre natürliche Haut- und (trotz Minkas heftigen Protesten: "Haara wascha nisst! Sissa!") Haarfarbe wieder.

Kaum wiederzuerkennen, sind das wirklich meine Kinder?

So long,
Corinna

16.05.09

Aussichtsturm...

Liebe Mutze,

da freue ich mich aber, dass Du meine erste treue Leserin bist. Auch wenn das bedeutet, dass ich jetzt schön aufpassen muss, was ich so alles schreibe...

Ja, an Minkas erste Worte kann ich mich auch noch gut erinnern, auf Mama und Papa folgten nahezu umgehend: geil und cool ("geij" "buuhl"). Man muss halt wissen, mit wem man sich über die wirklich interessanten Dinge unterhalten will im Leben...

Leider hat auch Minka noch nicht begriffen, dass Dein Bett kein Aussichtsturm ist (ihr erster Zweiwortsatz, als ich sie bat, doch bitte nicht hinauf zu klettern: "Nein, oben").


Ganz wie Mosche damals, der so gerne auf Deinem Bett lag, wo ich ihn auch zu gerne ablegte, damit er endlich mal eine Ruhe gab. Jedenfalls so lange, bis Du Dich darüber beschwertest, denn: "Mein Bett ist doch kein Aussichtsturm!"

Leider lässt sich ja keins von Deinen Geschwistern abwimmeln, das muss manchmal schon sehr lästig sein. Bei Gelegenheit verrate ich Dir gerne mal, wo ich die Zimmerschlüssel verstecke.

Liebe Grüße und danke für Deinen Kommentar!

So long,
Corinna

15.05.09

Die Sprachentwicklung einer Zweijährigen

Minka (2) möchte Mosches Freund besuchen, aber ich muss erst noch die Wohnungstür abschließen. Sage also zu Minka, sie solle bitte auf dem Hof warten, bis ich wieder komme, dann können wir zusammen gehen.

"Okay, Ma!" sagt sie mit ihrem unvergleichlich schönen Stimmchen.

Und macht sich, kaum dass ich ihr den Rücken gekehrt habe, vom Acker.

...

...

...

Natürlich!

Macht.

Sie.

Sich.

Vom.

Acker!

Ihre Vorbilder sind Mutze und Mosche, von denen schaut sie alles ab, lernt sie alles. Und die sagen ja auch immer das eine ("Okay, Ma!") -- und machen sofort das andere ("haha")...

Minka muss also wirklich denken, "okay, Ma" heißt: "Sicher nicht!"

...

...

...

Ganz klar, das ergibt Sinn.

Heute übrigens ihr erster vollständiger, grammatikalisch korrekter Satz:

"Es regnet. Nisst mehr."

Okay, zwei Sätze. Aber sehr lässig.

So long,
Corinna

Bensessin bin!

Es ist passiert. Unglaublich. Nie für möglich gehalten. Und doch!

Weil Minkas liebstes Kleid, ihr "Bensessinne-Kleidsche", das sie schon seit vier Tagen nahezu ununterbrochen trägt (gerne auch über dem Schlafanzug), mittlerweile nicht nur ziemlich dreckig ist, sondern sie auch langsam daraus herauswächst, gehen wir shoppen.

Für ein neues "Bensessinne-Kleidsche."

Im Geschäft halte ich ihr ein mit allerlei Schmettleringen und Blümchen verziertes Jeanskleid unter die Nase und sage:

...

...

...

Ja, das ist wirklich passiert.

...

...

Ich sage also:

"Na, ist das ein Prinzessinnenkleid, kann eine Prinzessin so was anziehen?"

...

Der Pfeiler, der da mitten im Geschäft und direkt neben mir stand, als ich das sagte, hat jetzt eine dicke Delle, weil ich sofort, als ich mich das sagen hörte, meinen Kopf hineinrammen musste!

Unglaublich!

So long,
Corinna

Grazerlei

Ein Versuch. Genug zu erzählen gäbe es ja. Wenn ich mich jemals aufraffen kann.

Bis dahin!

So long,
Corinna

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