30.06.09

Kulinarische Grausligkeiten...



Sie berichtet über kulinarische Grausligkeiten Besonderheiten, die grausligste fragwürdigste befindet sich aber zweifellos in meiner Küche:



Verteilt wurde es als Kostprobe vor Mosches Schule -- klar, Eltern würden so was sicher nie nach Hause tragen.

Ich traue mich zu verallgemeinern, denn ich frage mich, wie man kulinarisch drauf sein müsste, um so etwas zu kaufen.

Um nicht zu sagen: ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so was wirklich kauft.

Ich meine, der Blick auf die Zutatenliste (in dieser Reihenfolge) sagt doch schon alles:

Speisesalz jodiert, Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosat, Dinatriumguanylat), Zucker, 6,6% Gemüse (...), Sonnenblumenöl, Aroma, 0,5% Petersilie, Gewürze, Farbstoff Riboflavin.

Need I say more?

Trotzdem habe ich es ausprobiert, nämlich heute , um der kranken Minka die Suppe gehörig zu versalzen.

Was gelang.

Das Ergebnis war aber so widerlich, dass es schließlich im Ausguß landete. Wo es hingehört.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Mist!


Mein Wäschetrockner ist kaputt, er ist einer der Marke "Wäscheleine" und zu schaffen macht ihm das Wetter.

Klar.

Selbstgewähltes Schicksal.

Trotzdem sehr unpassend angesichts der krankheitsbedingten Wäscheberge.

Uaaaaaaah.

In diesem Sinne Euch einen weniger verregneten und vor allem gesünderen Dienstag!

So long,
Corinna

Krank...


Überhaupt nicht gerne gesehen im Hause Mahlzahn ist der Magen-Darm-Infekt, der insbesondere Minka, unsere jüngste, immer sehr mitnimmt. Und das, wo sie doch eh schon so klein und zart ist!

Jetzt schläft das gute Kind, aber die Nacht war...

...

...

...

bescheiden und die Wäsche türmt sich.

Zu allem Überfluß haben Ameisen den Weg in unsere Wohnung gefunden und ich bin noch ein bisschen ratlos, wie ich sie wohl wieder verscheuchen kann. Gift geht ja wohl kaum mit einem Kleinkind im Haus.

Ratschläge werden gerne genommen!

So long,
Corinna

29.06.09

Wen ich vorzustellen vergaß, Teil 2



Besonders gern gesehen ist dieser Rüsselkäfer, der nun schon seit vielen Wochen in Mosches "Trararium" auf der Terrasse lebt:



Ich bin überrascht, was für eine lange Lebensdauer diese Viecher haben -- was aber vielleicht auch an der guten Jause liegen mag, die der Mosche und Minka ihm hier vorgesetzt haben: Karottenschalen.

An Regentagen kann man uns schon mal vor dem "Trararium" sitzen sehen und den Rüsselkäfer beim Futtern beobachten -- wirklich faszinierend. Sein Gefährte ist leider ein wenig scheuer und läßt sich seltener blicken.

Die weitere Belegschaft des "Trarariums" wechselt ständig, denn ich lasse immer wieder welche frei (und der Mosche bringt immer wieder neue)...

Auf der Terrasse steht übrigens ein weiteres "Trararium", das darauf wartet, umgebaut und eingerichtet zu werden.

Von mir aus kann es allerdings noch ganz, ganz lange warten.

Denn der Mosche und sein Vater träumen von einer...

...

...

...

...

Schlange!

Für die dürfen sie dann aber gerne ganz alleine sorgen.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

28.06.09

Endlich!


"Mama, komm schauen! Endlich" -- endlich! -- "weiß ich, was ich mir zu Weihnachten wünsche!!!", hüpft der Mosche aufgeregt neben mir auf und ab.

...

...

...

...

Wurde ja auch langsam Zeit!

So long,
Corinna

27.06.09

Kompliment

Ein besonders nettes Kompliment, über das ich mich sehr gefreut habe, bekam ich kürzlich von einem Nachbarn, der gerade eine meiner Kurzgeschichten gelesen hatte:

"Du schreibst so, als ob Du es kannst."

In diesem Sinne Euch ein schönes Restwochenende!

So long,
Corinna

Wen ich vorzustellen vergaß, Teil 1

Ein Familienmitglied, das ich vorzustellen vergaß, ist Lisa, das Killerkaninchen.



Lisa, das Killerkaninchen, in der Nachbarschaft auch Einbrecherhase genannt, lebt seit sechs Jahren in unserer Familie und sollte eigentlich noch einen Gefährten bekommen.

Doch schnell stellte sich heraus, dass Lisa ein wenig...

...

...

nun...

...

...

speziell ist und niemanden neben sich duldet.

Immer, wenn Lisa Gesellschaft hatte, ging das nicht lange gut.

Genauso wenig, wie ihre Besuche bei Freunden, die auf sie schauten, während wir im Urlaub waren, und schon Tage vor unserer Rückkehr unseren Anrufbeantworter überfluteten mit Fragen, ob wir nicht vielleicht doch schon zurück seien und bitte, bitte, bitte dieses Tier wieder zu uns nehmen könnten!

Einmal schaute ein Nachbar, ein Schrank von einem Mann, auf unser Lischen -- aber nur kurz, denn als er sie streicheln wollte, sprang sie ihn an und biss ihn in die Hand. Daher der Beiname "Killerkaninchen".

Dabei kann sie eigentlich sehr kuschelig sein und sitzt gerne zu unseren Füßen, wenn wir uns auf der Terrasse aufhalten. Wir mögen sie und besonders Minka kümmert sich rührend um Lisa!

Und mal ganz ehrlich: der Nachbar hatte es mal verdient, dass ihm jemand ordentlich die Meinung sagte. Auf Hasenart.

Andere Nachbarn, sie waren gerade erst nebenan eingezogen, hörten eines Abends auf unserer Terrasse verdächtige Klopflaute und wunderten sich sehr, was da wohl los sei. Wussten sie doch, dass wir an dem Abend nicht zu Hause waren.

Als die Geräusche nicht aufhörten, lugten sie einmal über die Terrasse, sahen aber nichts. So griffen sie kurzentschlossen zur Taschenlampe uns schlichen durch das Gebüsch zum Mäuerchen, sprangen "Wer ist da!" rufend aus den Büschen hervor und richteten den Strahl ihrer Lampe auf...

Lisa.

Ergo: der Einbrecherhase.

Dass unser Lischen gar nicht mehr wegzudenken ist, merke ich besonders, wenn ich alle Kinder rufe, weil ich nicht gleich drauf komme, welches ich eigentlich meine: "MutzeMoscheMinkaLisa! Komm mal bitte her!"

Oder: "Mosche! Äh, ich meine Minka! Nein, Lisa! Nicht am Kabel knabbern!"

In diesem Sinne Euch ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

25.06.09

Druckfrisch...







... und nun im steirischen Buchhandel Ihres Vertrauens erhältlich.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Meine...

Nervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervenervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennervennerven...

...

...

...

halten dieses Wetter nicht mehr lange aus.

Die Kinder wissen mittlerweile ein Lied davon zu singen...

Aaaaaaaaaaaaaarrrrrgggghhhhhhhhh!

So long,
Corinna

Regen...

Regenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregenregen.

In diesem Sinne und so long,
Corinna

23.06.09

König und Königin

Mutze zeichnet, malt und bastelt gerne und gelegentlich greift sie auch zur Nähmaschine, um aus Stoffresten diese oder jene Kleinigkeit zu nähen.

Sie kann es, ich nicht.

Auch Minka malt gerne, kürzlich fand sie Kinderschminke und malte hingebungsvoll mein Gesicht...

...

...

bunt an.

Ganz konzentriert war sie bei der Sache.

Der Mosche dagegen hat sich nie für das Zeichnen oder Malen begeistern können, und wenn er bastelt, dann Raketen oder Pistolen.

Um so mehr schätze ich die Bilder, die er mir gelegentlich zeichnet.

Das erste Bild, auf dem man tatsächlich erkannte, was es sein sollte -- der Grüffelo -- hängt hier neben dem Schreibtisch.

Ein anderes Bild, das, das ich am liebsten mag, hängt genau über meinem Nachtkasten.
(Es ist ja eh auch links in den Gadgets zu sehen, aber ich mag es immer wieder anschauen -- und natürlich auch ein bißchen damit angeben, was für ein schönes Bild über meinem Nachtkasten hängt...)

Eines Morgens, vor zwei oder drei Jahren, als wir zusammen kuschelten, erzählte ich ihm, dass das Bild jeden Morgen das erste ist, was ich sehe, und ich mich jedes Mal darüber freue.

Der Mosche sah sich das Bild an und sagte (ganz süß sagte er das): "Danke, Mama!"

Dabei habe ich zu danken, denn ich finde das Bild wirklich toll:



Es heißt König und Königin, aber ich habe nie herausgefunden, wer jetzt der König und wer die Königin ist.


In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Mütterliche Machtvollkommenheit

"Komm, Minka," versuche ich Minka aus der Sandkiste zu ziehen, "wir müssen nach Hause."

"Mag nisst," sagt Minka, und "sie mag nicht," erklärt mir Anna, die kleine Nervensäge aus dem Nebenhaus.

"Doch, Minka, wir müssen," versuche ich es noch mal, aber Minka kommt nicht.

"So," sage ich, "Kraft meiner mütterlichen Machtvollkommenheit bestimme ich, dass Du jetzt" -- jetzt! -- "kommst!"

"Was heißt das?", fragt Anna.

"Das heißt, dass ich der Chef bin."

"Bei uns ist der Papa der Chef," erklärt Anna und ich antworte:

"Bei uns denkt er das bloß."

...

...

...

...

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Aber sie sieht aus wie...

"Wie alt bist Du," fragt mich Aristide, den wir am Morgen auf dem Schulweg treffen.

"Ich bin 25," antworte ich (grinsend), und er schaut mich nachdenklich an.

"Meine Mutter ist 43," sagt er.

"Aber sie sieht aus wie 25," sage ich (jetzt noch breiter grinsend).

"Nein, sie sieht aus wie 43."

...

...

...

...

...

Der Mosche schweigt zu diesem Thema vornehm, denn es ist alles nur eine Frage der Betrachtung.

In diesem Sinne.

So long,
Corinna

22.06.09

Regen, immer nur Regen...

Es hat sich eingeregnet, und hört gar nicht mehr auf. Kein Wetter bei dem man gerne die Nase zur Tür raus streckt.

Da war es heute sehr still hier.

Gott sei Dank einerseits, denn ich hatte nichts dagegen, dass nicht alle Nase lang jemand klingelte oder sich die Kinder der Nachbarschaft bei uns zum Spielen versammelten.

Andererseits hat man dann aber gar nichts zu erzählen.

...

...

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...

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...

Mosche: "Warum redest Du eigentlich immer mit dir selber?"
F_M: "Rede ich mit mir selber? Tue ich doch gar nicht, ich rede mit Euch."
Mosche: "Nein, eben hast Du die ganze Zeit mit Dir selber geredet."
F_M: "Ach, hab' ich das? Na ja, wenigstens einmal am Tag muss man halt auch mal mit einem Erwachsenen reden..."

...

...

...

Wir warten auf besseres Wetter.

In diesem Sinne Euch einen weniger verregneten Wochenanfang!

So long,
Corinna

20.06.09

Ruhe, himmlische Ruhe...

Gestern feierte sie mit ihrem Jüngsten und seiner Klasse ein lustiges Piratenfest, während ich zu Hause ...

...

...

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...

die himmlische Ruhe genoß.

Die es im Hause Mahlzahn nur selten gibt.

Der Mosche hatte im Freibad -- das Wetter hatte gehalten -- den besten aller Kumpel getroffen und durfte noch bleiben, Mutze sich mit einer Freundin verabredet, und Minka...

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...

verschlief, was selten vorkommt, den halben Nachmittag. Mehrere Tage Freibad hintereinander hatten da wohl ihr Übriges getan.

Und so saß ich mit meiner Lieblingstasse in der einen und einem guten Buch in der anderen Hand...



... den halben Nachmittag im Hängesessel an meinem Lieblingsplatz...



... ohne dass jemand etwas von mir wollte...

Es wäre langweilig, wenn's immer wäre, aber so:

Herrlich!

In diesem Sinne auch Euch frohes Kräftetanken!

So long,
Corinna

18.06.09

Jimmbad, Jimmbad, immer wieder Jimmbad...

Aus aktuellem Anlass -- herrliches Wetter, der letzte wirklich schöne Tag diese Woche, sagt der Wetterbericht, und ich wage zu behaupten, der einzige wirklich schöne Tag diese Woche, denn am Montag war es bedeckt und auch gestern nicht durchgängig warm im Freibad -- aus aktuellem Anlass also heute:





Schnell die vermutlich noch feuchten Badesachen von gestern, Handtücher, Picknickdecke und das dazugehörige Picknick gepackt und ungeduldig darauf gewartet, dass die Schule aus ist!

In diesem Sinne: Platsch!

So long,
Corinna

17.06.09

Sätze einer Zweijährigen...

Top Five der gefürchtetsten* Sätze einer Zweijährigen:

"Ich selber!"

"Ich mach das!"

"Ich helfe!"

"Ich kann das!"

Und:

"Minka darf, sissa!"

In diesem Sinne Euch einen schönen Restabend, sissa!

So long,
Corinna

*Nein, natürlich, nur ein bisschen gefürchtet, nicht wirklich, tatsächlich sind sie süß und entzückend und ich bin auch gebührend stolz auf mein kleines "Ich selber"-Kind...

Jimmbad

"Im Vergleich zu den Schlanken und Wohlgeformten," denke ich zufrieden, während ich die Sachen fürs Schwimmbad zusammensuche, und Minka neben mir "Jimmbad, Jimmbad, Jimmbad" singt und: "Jimmbad gehe, sissa!", "im Vergleich zu den Schlanken und Wohlgeformten," lasse ich mich nicht ablenken, "habe ich einen großen Vorteil: ich weiß, dass ich eine schlechte Figur habe -- und habe keinen Stress, sie zu halten."

In diesem Sinne: Rettet die Wale.

Platsch,
Corinna

16.06.09

Immer Ärger mit Puberty!

Pubertys Schulrucksack sieht schwer aus, und versucht man, ihn anzuheben, bestätigt sich der Verdacht. Was dieses Kind darin alles mit sich herumschlörrt, möchte man lieber nicht wissen. Schulbücher sind es jedenfalls nicht, denn die dürfen in der Schule bleiben.

Heute jedoch wagte ich zufällig einen Blick in den Rucksack, mit Erlaubnis, ich mag es ja auch nicht gerne, wenn die Kinder ohne zu fragen in meiner Handtasche herumwühlen.

Und sah:

-- ein Donald Duck Taschenbuch,
-- ein Rollenspiel Taschenbuch, keine Ahnung wie es heißt, aber ziemlich dick,
-- Eragon, dritter Band, Hardcover, dick
und
-- Tintenblut, Hardcover, sehr dick.

Eragon war fast ausgelesen, ganz klar, dass man da das nächste dicke Buch mit in die Schule nehmen muss, damit man es gleich dort anfangen kann.

In den Pausen.

Im Unterricht würde sich Puberty (noch) nicht trauen, zu lesen.

Und weil man vielleicht nicht in jeder Pause Lust hat, ein dickes Buch zu lesen, das Donald Duck Taschenbuch zum Ausgleich und das Rollenspielbuch, falls man sich mal langweilen sollte.

...

...

...

...

...

Ohne Worte.

Nach langem Kampf (der erste Bus war da schon weg) durfte Tintenblut im Rucksack bleiben.

Eragon, Donald Duck und das andere Buch legte ich gerade auf die Treppe, um es später in ihr Zimmer zu legen...

...

...

...

... als sich Puberty mit wütendem Blick an mir vorbei drängelte, und sich wenigstens zwei der Bücher wieder griff, mit denen sie sich eilig, schlecht gelaunt und wütend auf die Mutter, die aber auch gar nichts weiß, davon machte.

Lektion: Ich sollte aufhören, mir von so etwas die Laune verderben zu lassen. (Dass Minka mich daran hinderte, mir einen Kaffee zu kochen, wog doch eigentlich viel schwerer).

Und: ich werde Pubertys Rucksack einfach nicht mehr anrühren -- ist ihrer, geht mich nichts an.

Einer Freundin mit kleinen Kindern, die mich mit schreckgeweiteten Augen ansah, als ich ihr von Puberty erzählte, und sich schon zu fürchten begann, was ihre Kinder wohl für sie bereithalten, sagte ich: "Es ist ja nicht so, als ob Pubertys Verhalten wirklich schlimm ist. Nur neu und ziemlich gewöhnungsbedürftig."

In diesem Sinne.

So long,
Corinna

15.06.09

Erkenntnis

Selbst wenn man mit den Kindern direkt nach der Schule für ein paar Stunden ins Freibad geht (wo der Mosche heute die neuen Schwimmflossen ausprobierte, die man in unserer Familie bekommt, wenn man der Mama ausreichend demonstriert hat, dass man schwimmen kann), wenn man also direkt nach der Schule für ein paar Stunden ins Freibad geht und die Kinder herum planschen lässt...

...

...

...

...

ist hinterher immer noch erschreckend viel vom Nachmittag übrig! (Und beim Kleinsten erschreckend wenig Tendenz, sich mal für eine Weile auszurasten, müde war nach dem Schwimmbad nur ich!).

Irgendwie wird der Tag davon gar nicht kürzer!

Müssen wir wohl morgen länger gehen.

Müde bin ich, Känguruh, usw.
Corinna

Lego

Dem Mosche und seinem besten Kumpel Fabi allein ist es zu verdanken, dass Lego wieder schwarze Zahlen schreibt.

Denn die beiden verbindet -- außer ihrer dicken Freundschaft -- vor allem eine Leidenschaft: Lego!

Je komplizierter die Bausätze, desto besser.

Es gibt kaum etwas (finanzierbares) aus der Lego Star Wars Reihe, das nicht einer von den beiden besäße.* Fabi punktet außerdem noch mit der Power Miners Reihe, während der Mosche eher noch auf Exo Force und Bionicles schwört.

Für den Mosche und Fabi ist Lego beileibe kein Sammelsurium beliebiger kleiner bunter Klötzchen, mit denen man ganze Nachmittage, Tage, Wochen, Monate, Jahre verbringen kann, sondern es sind oft (meistens, in Mosches Fall kistenweise) "urseltene", "urwichtige" oder "urcoole" Teile.

Das Tauschsystem der beiden ist so komplex, dass ich mich zu keinen Einschätzungen hinreißen lasse, ob ein Tausch nun "gerecht" ist oder nicht.

Da blicke ich nicht mehr durch.

Genauso wenig wie durch ihre diesbezüglichen Gespräche, obwohl ich da kürzlich eines belauschte, das mich sehr amüsierte.

Da ging es zuerst darum, wessen Großeltern nun den größeren Coup gelandet hätten -- Mosches Großmutter, weil die ihm einen Lego-Schlüsselanhänger mit einer Star Wars Figur geschenkt hat (den Imperator, von uns liebevoll "Impi" genannt) oder Fabis Großvater, der zum Geburtstag mit einem großen Lego Bausatz um die Ecke kam.

Die Sache ging unentschieden aus.

Dann erzählte der Mosche, er kenne einen, der habe die Basisstation von Exo Force (beifälliges Gebrummel von Fabi) -- habe diese aber nur auseinander gerissen in der Kiste liegen!!!

Fabi bekam fast einen Herzkasper: "WAS? Ein echter Lego-Liebhaber würde so jemanden anzeigen!"

"Ja, eh," meinte der Mosche daraufhin und beide schwiegen ergriffen von so viel Ignoranz.

Bis man endlich wieder das Geraschel von Lego-Steinen aus dem Zimmer hörte, und die beiden den Rest des Nachmittags friedlich vor sich hinbauten...

Diese himmlische Ruhe, wenn die beiden Lego spielen!

Wäre Lego nur nicht so v.erd.ammt schwierig aufzuräumen und würde man nur nicht dauernd mit bloßen Füßen auf diese v.erd.ammten kleinen Teilchen treten -- ich wäre ein echter Fan!!

In diesem Sinne Euch noch einen schönen Restabend!

So long,
Corinna

P.S.@Frau äh Mutti: Wenn der Mosche wüßte, dass die Millenium Falkon bei Euch herumsteht, und Kinder damit spielen dürfen, würde er sofort einen Ausreiseantrag stellen und zu Euch ziehen!

10.06.09

Ich selber...

Gutes Schuhwerk ist wichtig für kleine Kinderfüße, da muss ich niemandem einen Vortrag halten, wissen wir eh.

Alle.

Und wir sind in der Regel auch bereit, viel Zeit, noch mehr Nerven und mehr oder weniger (meistens mehr) Geld zu investieren, um gute Schuhe für unsere Kinder zu finden.

Wobei wir neben Qualität, Material und Verarbeitung natürlich ganz besonders darauf achten, dass der Schuh gut am winzig kleinen Kinderfuß sitzt...

...

...

...

...

Und dann...

...

...

"Ich selber!"

...

...



Aber meistens geht das kleine "ich selber"-Kind eh barfuß, bei Wind und Wetter.

In diesem Sinne Euch einen schönen Abend!

So long,
Corinna

Liebe Mutze

Na, da hast Du mich kalt erwischt! Man sagt es immer so dahin, "Lese-Rechtschreibschwäche", dabei ist das einzige, womit Du zu kämpfen hast, die Rechtschreibung. Und da gibt es wirklich schlimmeres im Leben.

Wenn es ein Kind gibt, das nun wirklich keine Leseschwäche hast, dann bist Du das! Ich kenne sonst niemanden, der ein Buch quasi inhaliert -- einmal dran geschnuppert und schon ausgelesen. Wie oft bin ich spät abends schon in Dein Zimmer gekommen und wollte das Licht abdrehen, weil ich dachte, Du seist schon eingeschlafen -- dabei warst Du noch hellwach, weil das Buch so spannend war. Und wenn ich mich gelegentlich abends noch ein wenig zu Dir lege, schlafe ich schon schnell ein, während Du noch lange liest.

Am liebsten hast Du auch tagsüber Deine Ruhe, um zu lesen, aber da habe ich leider schlechte Nachrichten für Dich.

Kürzlich rief es nämlich stolz durch die Wohnung: "Ssau ma' Mama!", und als ich um die Ecke kam: "Ich dran bin!"



Und tatsächlich: Minka kommt jetzt dran an alle Türgriffe, was sie besonders freut, weil sie jetzt immer heimlich auf den Hof abhauen kann (wie oft bin ich ihr in den letzten Tagen schon hinterher gerannt!), und: weil sie jetzt jederzeit in Dein Zimmer kommen kann.

Vorbei die schöne Ruhe (um die ich Dich immer beneidet habe) -- außer natürlich, Du erinnerst mich nachher daran, Dir zu zeigen, wo ich die Zimmerschlüssel verstecke. Aber nicht dem Mosche sagen!

Hab' Dich lieb,
Corinna

09.06.09

Wann ist das passiert?

Wann ist das passiert, dass die Zahnärzte so ... jung geworden sind?

Früher waren das immer alte Knacker, völlig uninteressant.

Dann, vor fünfzehn Jahren ungefähr, habe ich mich furchtbar geschreckt, als ich zu einem neuen Zahnarzt ging -- und der ein ehemaliger Schulkollege war.

Und jetzt?

Der -- höfliche, charmante, gut aussehende -- Zahnarzt, bei dem ich heute war, hätte fast mein Sohn sein können.

Jedenfalls, wenn ich mit zwölf oder so Mutter geworden wäre.

Da liegen Welten dazwischen, jetzt nur leider in die andere Richtung.

Wann hat das angefangen, dass die Zeit so schnell vergeht?

Fragt sich
Corinna

07.06.09

Schlaf, Kindchen, schlaf...

Manchmal will es einfach nicht so klappen mit dem Einschlafen.

Selbst nach gefühlten 125 Mal "Schlaf, Kindchen, schlaf..." (der Mosche hielt sich schon die Ohren zu, weil er Minkas liebste Abendhymne nicht mehr hören konnte), wollte das Kind einfach nicht schlafen.

Und hoppste hier noch fröhlich herum.

Bis auf einmal der LV die Treppe hochkam, um mal zu schauen, was da los ist.

Da nahm Minka flugs die Beine in die Hand, um sich in ihrem Bett zu verstecken -- aber der Schlaf war schneller und holte sie auf halbem Wege ein.

Ohne Kinder ist das Leben wirklich langweilig! (Aber es schadet auch nichts, wenn sie abends endlich schlafen).

So long,
Corinna

Psst, Geheimtreffen in zehn Minuten!

"Psst," flüstert es über die Terrassenmauer, und diesmal ist es Ylvie, die ruft, "seid ihr schon fertig mit dem Abendessen?"

"Nein," ruft der LV zurück, denn es ist das mittlerweile dritte Mal innerhalb der letzten zehn Minuten, dass es so über das Mäuerchen flüstert, "wir sind noch nicht fertig mit dem Abendessen!"

Sie wechseln sich ab, die Nachbarskinder, mit dem Flüstern -- Yann und seine Schwester Ylvie, Kati, Konstantin und Lea, und immer mit dabei: Aristide, dessen Familie vor vielen Jahren aus Frankreich hierher gereist kam und blieb.

Das ist nur der harte Kern, die anderen -- Jenny, Fabi, Hanna, Juli, Tristan, Minkas beste Freundin Emma und noch eine weitere handvoll Kinder mussten schon nach Hause.

Obwohl gerade Tristan immer ganz entzückend ist, wenn er, der Jüngste von allen, den Großen hinterwackelt. Der hält seine Mutter ganz schön auf Trab, meine Herren!

Sie wechseln sich also ab mit dem Flüstern, damit es nicht so auffällt, sie sind ja nicht ungeschickt, und so haben der LV und ich niemanden konkreten, den wir anmoppern können. Weil es nämlich langsam etwas nervt.

"Bin ich jetzt fertig mit dem Abendessen?" fragt der Mosche zum ebenfalls dritten Mal, und ich antworte ihm -- Überraschung! -- mit einem stillen Blick auf seinen immer noch randvollen Teller.

"In zehn Minuten an der Sandkiste," flüstert es jetzt über die Terrassenmauer, und "in zehn Minuten an der Sandkiste" raunt der Mosche seiner großen Schwester zu.

"Ich immer Töpfchen," sagt Minka und klettert vom Stuhl.

"Oh ja," sage ich aufmunternd zum Nesthäkchen und "nehmt Euch Sandschaufeln mit, damit es ganz unauffällig ist," zu den beiden größeren Kindern. Denn es soll ja ein Geheimtreffen sein (direkt vor unserem Wohnzimmerfenster).

"Um acht Uhr seid Ihr spätestens zu Hause," ruft der LV den Kindern hinterher, denn morgen ist ein Schultag. Und ich rate dem Mosche -- über's Mäuerchen hinweg und aus aktuellem Anlass: "Lass Dich nicht von Deiner Mutter erwischen, wenn Du bei Ylvie auf dem Gepäckträger mitfährst!"

Ein breites Grinsen sehe ich noch, als er schon, ratet worauf, um die Ecke verschwindet.

Es ist also alles so, wie es sein soll.

Zu unserer Idylle trägt auf ihre Weise auch Frau Magerquark von gegenüber bei, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie die Wohnungstür aufreißt und den Kindern hinterher moppert. Wenn sie sonst nichts zu tun hat, als sich über spielende Kinder zu empören, dann sollen sie ihr schon den Gefallen tun und sie schön beschäftigen.

Nur mit Frau Sauertopf von schräg über uns, die mit dem sprechenden Namen, sollen sie sich lieber nicht anlegen. Die stört sich zwar nicht ganz so schnell an etwas wie Frau Magerquark -- aber wenn, dann gehörig. Mit ihr möchte man nicht streiten, wenn ihr versteht, was ich meine...

Es wird ein schöner Sommer werden, auch ohne Sonne!

In diesem Sinne Euch einen schönen Restsonntag -- unten stöhnt übrigens der LV gerade über unserer kaputten Waschmaschine und erinnert mich daran, wie er mich damals, als wir noch nicht zusammen waren, in Amerika besuchte und, bevor er noch die Koffer ausgepackt hatte, die Waschmaschine reparierte. Als er dann noch einen köstlichen Kartoffelsalat für eine Party machte, waren sich meine Mitbewohnerin und meine Kommilitonen alle einig: diesen Mann müsse ich heiraten! Ein guter Rat, dem ich auch gerne gefolgt bin.

In diesem Sinne und so long,
Corinna

Die Liebe zu den drei Orangen

"Ich gehe heute in die Oper," erzähle ich den Kindern, und Minka ruft sofort: "Ich auch Opi gehen!"

"Nein, in die Oper, Minka!"

"Ja, Minka auch Omi-Opi gehen!"

"Meine Schwester war auch mal in der Oper," erzählt Mosches Kumpel Yann.

"Und was hat sie da gesehen?", frage ich interessiert.

"Äh. Lauter alte Leute."

...

...

...

Bin alt.

In diesem Sinne Euch einen schönen Sonntag!

So long,
Corinna

06.06.09

Ding Dong, Ding Dong, wer steht da vor der Tür...

Beim LV und mir machte sich eine leichte Verzweiflung breit, als Mosches Kumpel schon zum gefühlten fünfzehnten Mal innerhalb einer gefühlten halben Stunde klingelte, seit 9:30 Uhr, wohlgemerkt, und wir gehen es am Wochenende gemütlich an. Aristide klingelte also nun schon zum gefühlten fünfzehnten Mal, um zu fragen, wann denn der Mosche oder wenigstens Mutze oder allerwenigstens Minka endlich raus zum Spielen kommen.

Schließlich erklärte ich ihm eindringlich, Mutze, Mosche und Minka würden schon rauskommen, wenn es ihnen passe, und ihn dann sicher finden. Und bat ihn inständig, nicht mehr zu klingeln!

...

...

...

...

...

Eine (gefühlte) halbe Stunde später hörte man...

...

...

...

an der Tür...

...

...

...

ein zaghaftes...

...

...

...

Klopfen.

Und das ist genau einer der vielen Gründe, warum man Kinder einfach gern haben muss!

Genauso schmunzeln musste ich etwas später, als der Mosche und seine Kumpels sich von einem Kind verfolgt fühlten und in die Wohnung flüchteten. Immer, wenn sie ihre Nasenspitzen vor die Wohnungstür steckten, um zu schauen, ob die Luft rein sei, stand das Kind immer noch geduldig wartend im Stiegenhaus.

"Was kann ich tun?", stöhnte der Mosche, "damit er uns endlich in Ruhe lässt?"

"Über die Terrasse abhauen," mein Tip. War ja schließlich selber mal ein Kind.

In diesem Sinne Euch ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

04.06.09

Die kleinen Erfolge des Alltags...

Ich hatte heute einen unglaublichen Näherfolg!!!

Unglaublich, weil ich nämlich nicht besonders gut mit einer Nähmaschine umgehen kann, und Nähen eh was ist, worauf man sich konzentrieren muss, und was nicht mal eben "husch husch" geht.

Mit anderen Worten: ich bin viel zu ungeduldig für so eine Arbeit.

Weshalb ich also nicht viele Näherfolge habe.

Außer eben heute.

Ich habe einer Freundin gegenüber geklagt, dass ich nun seit 4 1/2 Jahren damit beschäftigt bin, Mosches Vorhänge in seinem Zimmer (nicht) zu kürzen.

Obwohl die das wirklich dringend nötig hätten.

...

...

...

...

...

Sie hat mir selbstgenähte geschenkt, die sie erst kürzlich bei ihrem Sohn im Zimmer abgenommen hat.

An Mosches Fenster passen sie perfekt.

Und ich bin so stolz auf mich, das habe ich wirklich gut gemacht!

In diesem Sinne Euch noch eine ... schöne Nacht.

So long,
Corinna

Weg Deck!

"Weg Deck," schaut Minka erstaunt auf ihre Hände, die plötzlich wieder sauber sind.

Richtig.

"Weg Deck", denn der Dreck, den sie am Nachmittag stundenlang auf dem Spielplatz aufgeklaubt hat, klebt jetzt in der Badewanne.

Nur beim Mosche bin ich mir nicht so sicher, ob der gründlich genug geschrubbt ist, oder die gesunde Gesichtsfarbe nicht doch eher noch mehr...

...

...

"weg Deck" nötig hätte.

So long,
Corinna

Schule mal... positiv

Gestern abend war Elternabend in Mutzes Schule.

Von ihrer Volksschule bin ich es noch gewohnt, sozusagen präventiv gramgebeugt zu solchen Veranstaltungen zu gehen, denn da bekam man ja eh nichts positives über die Kinder zu hören.

Und die Elternsprechtage erst! In zugeteilten zehn Minuten erfuhr man in einem nicht endenwollenden LeErerinnenmonolog, was für ein unzulängliches Kind man habe. Mag ja ganz nett sein, ihre Tochter, aber...

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das passt nicht und das passt nicht und das hier passt schon gar nicht.

Ich meine, wir reden hier nicht von einer Krawallschlägerin, sondern von einem Kind, das interessiert war, wenig störte, gut mitarbeitete, gute Noten nach Hause brachte, dessen einzige Sünde es aber war, eine Lese-Rechtschreibschwäche und ein langsames Arbeitstempo zu haben.

Anderen Eltern guter Schüler und Schülerinnen ging es ähnlich, aber wie die LeErerin, eine ziemlich dumme Nuss übrigens, mal zu mir meinte, als ich ihr gerade ins Gesicht geflogen war: Es seien ja eh immer nur die gleichen fünf bis sechs Eltern, die sich beschwerten, andere Eltern bettelten sogar um noch mehr Tempo.

Die "anderen" Eltern waren genau zwei, nämlich die, deren Kind entweder wirklich Überflieger war und eigentlich eine Klasse hätte überspringen müssen, oder die, die gerne gewollt hätten, dass ihr Kind das wäre.

Jedenfalls war dem LV und mir ziemlich flau im Magen, als es um die Auswahl einer weiterführenden Schule ging. Schule sollte einfach nicht noch weitere acht Jahre Frust sein, und man hörte ja so viel -- dass viele Kinder den Sprung nicht schafften, der Stress nur noch mehr wurde, der Druck (noch?) größer...

Bildung mag zwar wichtig sein -- aber mal ehrlich: so wichtig, um sich die ganze Kindheit damit zu versauen, kann sie auch wieder nicht sein. Zu einem erfolgreichen Lebensweg gehört ja sehr viel mehr als die Matura. Nämlich eine "runde" Persönlichkeit, und da erweitern Umwege ja bekanntlich die Ortskenntnis.

Zufällig machten uns Bekannte auf eine kleine aber sehr feine Schule aufmerksam, eine verschränkte Ganztagsschule mit dem Schwerpunkt Kunst -- die Kinder haben zwar lange Schultage, dafür aber keine Hausaufgaben, keine Noten (okay, schon auch Noten, aber die werden im Giftschrank verwahrt), und vor allem: keinen Stress.

Mutze, der vorher keine einzige Schule gefallen hatte, die sie sich angeschaut hatte, war nach einem Schnuppertag b.e.g.e.i.s.t.e.r.t.!

Und der LV und ich mehr als dankbar, dass sie tatsächlich einen der wenigen heiß begehrten Plätzte erwischte!

Seitdem ist Schule lustig und interessant -- und auch der LV und ich sind völlig fasziniert davon, wie viel entspannter das Familienleben ist, wenn die Kinder von fähigen und begeisterten LeHrern unterrichtet werden!

Alles, was in der Volksschule beinahe vom ersten Schultag an ein Riesenproblem war und uns allen das Leben zur Hölle machte, wird an der neuen Schule zwar gesehen -- aber nicht überbewertet.

Und weil es keine Noten gibt, sieht selbst eine, sagen wir schätzungsweise Vier minus auf dem Zeugnis immer noch sehr adrett aus, will sagen: kein Thema. Die schauen in der Schule drauf, dass das nicht zu bedrohlich wird und freuen sich über jeden Fortschritt.

Egal, zurück zum Thema. Gestern war also Elternabend, und der KunstleHrer schaute kurz rein, um von seiner Arbeit mit den Kindern zu berichten.

How shall I put it...

Es war eine einzige Freude, ihm zu zu hören. Er war begeistert von der Klasse, von ihrer Arbeit, ihrer Wertschätzung für das Material, mit dem sie arbeiten, ihrer Experimentierfreude. Was die für tolle Sachen machten, wie aufnahmefähig, dass er sich jedes Mal auf den Unterricht mit ihnen freue. Man merkte einfach, dass er wirklich Spass an der Arbeit mit den "Kleinen" hat.

Und man merkt es an den Kindern. Nur ich merke, dass ich mich immer noch nicht so richtig daran gewöhnt habe, Schule mal von einer schönen Seite zu erleben, ;-).

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Auch der Mosche macht uns Freude mit seiner Schule, denn er hat eine ganz, ganz tolle LeHrerin, engagiert, innovativ, liebevoll, mit einer guten Beobachtungsgabe. Mit den Klassenkameraden haben wir es auch gut getroffen, ist ja manchmal auch so eine Sache, aber das passt rundum.

Nur eines, meinte die LeHrerin, passe nicht: nämlich, dass der Mosche und sein Kumpel Anton immer genau im falschen Moment zu raufen anfingen! Das Raufen selber würde sie ja gar nicht stören, nur _immer_ im falschen Moment.

Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte, ;-)

In diesem Sinne Euch noch einen schönen Restabend.

So long,
Corinna

03.06.09

... aber ich bin mir nicht sicher...

Ganz kurz vor dem Einschlafen, in dem Moment, in dem der Körper gerade die richtige Bettschwere annimmt, sich völlig entspannt, die Gedanken abschweifen, gerade der Moment, in dem man einschläft...

...

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...

schlage ich die Augen wieder auf: "Mist!"

"Was?", fragt der LV nur halb so verschlafen wie er tut.

"Ich habe vergessen, zu kontrollieren, ob die Wohnungstür abgeschlossen ist."*

"Das habe ich gemacht, bevor ich ins Bett gekommen bin."

"Gut."

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...

...

...

Aber weil's mir keine Ruhe lässt: "Und? War sie verschlossen?"

"Ja. ...

...

...

...

...

... aber ich bin mir nicht sicher."

Sein Kichern konnte ich bis zur Wohnungstür hören, aber gerechte Strafe muss wohl sein.

In diesem Sinne Euch eine gute Nacht!

So long,
Corinna

*In Österreich haben die Wohnungstüren auch von außen ganz normale Türgriffe, wenn sie also nicht abgesperrt sind, kann jeder rein.

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