30.09.09

Unterhemd



"Oh,"

strahlt Minka, als sie das neue Unterhemd sieht, das ich ihr zurecht gelegt habe:

"Oh! Bensessinnekleidscheunterhemd!"

Keine Frage: Unterhemd ist wohl der falsche Begriff und angemessen tragbar ist es nur so.



Très royale.

Wie meinte küzrlich noch der freundliche Handwerker, der unseren Wasserboiler reparierte:

"Ohne Kinder is' nix."

Und Recht hat er: Ohne Kinder ist echt nix!

So long,
Corinna


29.09.09

Familie Mahlzahn goes audio.


Hörbar: Köstlich kreativ -- Ernährungs-Know-How für Eltern.

Unsere Namen haben wir übrigens von der Redaktion ändern lassen, damit uns niemand erkennt. Der Mosche bittet aber auszurichten, dass er wirklich nicht Max heißt, ;-).

So long,
Corinna

Familienplanung


Die Molche haben ihr Winterquartier bezogen, die Triopse das Zeitliche gesegnet, nur die Rüsselkäfer leben auch weiterhin in einem kleinen Trararium auf meiner Küchentheke.

Das, also leben, tun sie übrigens ausschließlich von Luft, Liebe und einem gelegentlichen Stück Karotte.

Als Haustiere sind sie nur zu empfehlen.

Finde ich.

Nicht so dagegen die Jungs der Mosche und der LV. Die langweilen sich nämlich schon wieder, stecken abends die Köpfe zusammen, kichern, planen, diskutieren:



Lobenswerterweise fressen z.B. Strumpfbandnattern und östliche Bandnattern u.a. Nacktschnecken, ich könnte mich glatt für sie erwärmen.

Fast schaffen es die beiden, also der Mosche und der LV, mich zu überreden.

Allein: die Größe des Trarariums, das sie benötigen, übersteigt unsere räumlichen Kapazitäten. Kurz überlegen wir, ob sie nicht in Minkas Bett unterbringen können, da schläft sie eh nie drinnen.

Winken dann aber doch ab: Fluchtgefahr.

Auch im Gespräch: eine griechische Landschildkröte, die sich die Jungs der LV und der Mosche in den nächsten Tagen mal anschauen wollen.

Alles immer noch besser als die Vogelspinne, die die beiden mir zuerst ins Haus schleppen wollten! (Wann habe ich eigentlich angefangen, in der besser-als-eine-Vogelspinne-Kategorie zu denken?)

So long,
Corinna

Um Gottes Villen, IV


Aaaarrggghhhh! Heut' schon wieder!

So long,
Corinna

28.09.09

Um Gottes Villen, III


Tag eins nach der Bundestagswahl:

Ich schlage die Zeitung auf, und schon lacht mir Guido entgegen.

Und das jetzt vier Jahre lang???

Um Gottes Villen, das kann doch nur ein Irrtum sein.

So long,
Corinna

27.09.09

Heute im Tierpark


"Nein, Mama!," protestiert der Mosche noch, "hier darf man keine Tiere füttern!"

Aber: zu spät.

So long,
Corinna

26.09.09

Cool, Mama!


Während Mutze im Geschäft Schuhe anprobiert, spaziere ich durch die Regale und beäuge skeptisch die ausgestellten Stöckelschuhe.

Wer trägt so etwas, frage ich mich, als ich ein Paar anprobiere (weil ich ja insgeheim doch mal gerne welche hätte), und: Warum?

Ich meine, außer, um gut darin auszusehen?

Ich jedenfalls könnte keinen Schritt darin gehen und das nicht nur, weil ich ständig umknicken würde.

Da fehlt mir wohl das rechte Stöckelschuhgen.

Obwohl ja das ein oder andere Modell doch recht schick aussieht, und vielleicht sollte ich einfach nur mal üben....

Weil Mutze immer noch nicht voran macht, schlendere ich weiter und entdecke ein paar Schuhe, bei dem ich mir nicht so sicher bin.

Die haben zwar nicht wirklich einen Absatz, aber klackern so beim Gehen, gerade so als ob.

"Wie findst'n Du die?", frage ich Mutze, die gerade mit den Schnürsenkeln der Schuhe kämpft, die sie sich ausgesucht hat.

"Gar nicht so übel," antwortet sie, und präzisiert: "Cool!"

Überrascht ziehe ich die Augenbrauen hoch.

Cool hat Mutze an mir schon lange nichts mehr gefunden, und schon gar nicht meine Schuhe.

Außer vor anderthalb Jahren meine tollen Adidastreter, die sie mir heimlich geklaut und dann quasi an ihrem Fuß festgeklebt hat, damit ich sie mir nicht zurück holen kann.

Und ich konnte mir die gleichen nicht noch mal nachkaufen, weil: wie uncool ist das denn, sich die gleichen Schuhe zu kaufen wie die 30 14 Jahre jüngere Tochter?

Jedenfalls will das "cool" aus ihrem Munde wirklich etwas heißen.

Zu Hause schaut der LV verhalten, aber Mosche und Minka halten es mit Mutze: "Cool, Mama!" und: "Ich anziehe darf coole 'huhe, Mama?"

Nee, meine!

(Und bleiben meine, obwohl Mutze mit ihnen eben auch schon eine Runde durch die Wohnung gedreht hat).

Euch noch einen schönen Abend!

So long,
Corinna

25.09.09

Warum?


"Warum darf Torben nicht mit in die Wohnung kommen?", fragt der Mosche und die Frage ist berechtigt, aber gar nicht so leicht zu beantworten.

Torben wohnt irgendwo im Bezirk, einige Straßen weiter, und hängt seit einigen Wochen fast jeden Nachmittag bei uns auf dem Hof rum. Manchmal schon direkt im Anschluss an die Schule und oft bis zum Abend, wenn meine schon lange wieder nach Hause mussten. Zu Hause scheint ihn niemand zu vermissen.

Als ich ihn kennenlernte, stellte er sich als Freund von Konstantin vor, dem er da gerade hinterher rannte. Ein anderes Mal war er der Freund von Ylvie und Fabis Mutter lernte ihn als... richtig: Freund von Fabi kennen. Wenn sonst niemand da ist, ist er auch gerne mal Mosches Freund. Er hängt sich an jeden, den er finden kann, und wenn ich mit Minka auf den Hof komme, stürzt er sich auch auf mich, um ein wenig Ansprache zu bekommen.

Einsam kommt er mir vor, und traurig ist das.

Und trotzdem sträube ich mich, ihn noch näher heran bzw. in die Wohnung zu lassen. Mir reicht es, mich auf dem Hof mit ihm auseinandersetzen zu müssen, das brauch ich nicht noch in meinen eigenen vier Wänden.

Ich mag nicht Herberge und Ansprache für "anderer Leuts" Kinder sein, ich mag mich nicht benutzen lassen, ich mag nicht auffangen müssen, was andere Eltern versäumen, und es nicht unterstützen, wenn sie ihre Kinder vernachlässigen.

Dann denke ich mir aber, armer Kerl, kann er ja nichts dafür.

Und im nächsten Gedanken doch wieder die Abwehrhaltung: Er kommt mir vor wie einer, der dankbar den ganzen Arm ergreift, wenn man ihm den kleinen Finger reicht, und das würden meine Nerven nur begrenzt mitmachen.

So viel Erfahrungen habe ich an der Spielplatzfront schon gesammelt, um da etwas vorsichter zu sein. Also lieber gleich eine klare Linie fahren.

Aber so richtig erklären kann ich's auch nicht, schon gar nicht einem 7-jährigen.

Und deshalb sage ich: "Ich kenne seine Eltern nicht und würde die erst mal kennen lernen wollen."

Stimmt. Ich würde nämlich gerne mal wissen, was da los ist in der Familie. Denn vielleicht ist ja eh alles ganz anders als es scheint. Aber das würde ich eben erst mal gerne wissen wollen.

So long,
Corinna

Heute in der Tageszeitung...


Dass die Sitzung des Gemeinderates bis halb zwei in der Früh gedauert hat, hätte ich nicht erst aus der Zeitung erfahren müssen, denn das konnte ich mir schon denken, als ich den Nachbarn mitten in der Nacht nach Hause kommen gehört habe.

Was ich stattdessen interessantes aus der Tageszeitung erfuhr: irgendwann in den späten Abendstunden hat der Gemeinderat eine Änderung des Procedere beschlossen, eine mit der man den Ablauf straffen, "Quatschern" keine Chance geben -- und für mehr Aufmerksamkeit sorgen wolle.

Der Handlungsbedarf ist wohl nicht nur mir aufgefallen, ;-).

Hoffentlich kommt der nette Nachbar heute nachmittag mit Tristan auf den Hof, ich muss ihn doch noch weiter ausquetschen, wie sein Antrag gelaufen ist! Da war ich nämlich nicht mehr da und in der Zeitung stand nichts drüber.

So long,
Corinna

P.S.: Dank des Aktivismus einer Gruppe aus unserem Bezirk ist übrigens gestern bei der Sitzung einiges an Kohle für den Hochwasserschutz locker gemacht worden! Finde ich gut, diese Leute haben einfach nicht locker gelassen!

24.09.09

Heute im Gemeinderat...


"Komm doch am Donnerstag mal vorbei," sagte der nette Nachbar, der im Gemeinderat sitzt, "und schau's Dir selber an."

Das sagte er, um mich loszuwerden, weil ich ihn nämlich immer zutexte mit meinen politischen Ansichten, sobald er nur den Hof betritt. Vermutlich ist das auch der Grund, aus dem er so selten runter kommt, sondern lieber seine Frau mit dem Sohn auf den Spielplatz schickt.

Leider muss ich heute im Gemeinderat ganz knapp den Auftritt des Klassenclowns Fraktionsvorsitzenden des BZÖ verpasst haben -- als ich kam, wehrte sich jedenfalls der Bürgermeister ganz entschieden gegen dessen Vorwurf, er brauche Polizeischutz, wenn er unseren -- hochwassergefährdeten -- Bezirk betreten wolle.

Und um den Hochwasserschutz ging's auch die meiste Zeit. Glaube ich jedenfalls, sehr viel bekam man ja eigentlich gar nicht mit, weil mal ehrlich:

So einen unruhigen Haufen habe ich ja noch nie erlebt!

Wenn ich jemals wieder einen Lehrer über unruhige und laute Klassen klagen höre, werde ich auf den Gemeinderat verweisen, weil noch unruhiger, lauter und respektloser geht's ja kaum noch!

Ein ständiges Kommen und Gehen und Tratschen! Zuhören tut schon mal eh kaum keiner, noch nicht mal unbedingt der Bürgermeister, selbst wenn eine Anfrage an ihn gerichtet ist.

Eh klar, man weiß ja vorher schon, was gefragt (und vermutlich auch was geantwortet) wird. Aber warum dann den Gemeinderat einberufen?

Ach ja.

Zum Profilieren und Rhetorik schärfen. Denn wenn man die ganzen klugen Sprüche und stilistisch perfekten Seitenhiebe mal weggelassen hätte, hätte man den oder anderen Beitrag um gut die Hälte kürzen können.

Stellenweise kam's mir wirklich vor wie eine echte Farce -- aber spannend war's allemal.

Aber ich war trotzdem dankbar, dass ich dann bald wieder gehen durfte.

Mein armer Nachbar sitzt dagegen immer noch da und wird das vermutlich noch bis lang' nach Mitternacht tun -- dagegen ist es ja wohl fast ein Waldspaziergang, wenn er mit mir über Politik plaudern muss darf, ;-).

So long,
Corinna

Nachfragen zahlt sich aus!


Als ich beim Leserservice unserer Tageszeitung anrief, erfuhr ich, dass ich eine sechswöchige Kündigungsfrist für unser Abo hätte. Also schnell eine e-mail geschrieben, denn wir wollen umsteigen.

Heute bekomme ich die schriftliche Bestätigung, in dem auf einmal davon die Rede ist, dass die Lieferung unserer Tageszeitung am 30.11. eingestellt werde. Was aber nach Adam Riese mehr als zwei Monate sind.

Also schnell mal nachgefragt und folgende Antwort erhalten: ab dem Erhalt der Kündigung werden sechs Wochen berechnet und dann der Monat zu Ende beliefert.

Aha.

Da ich aber, schreibt der freundliche Herr weiter, nur um einen Tag zu spät gekündigt habe, werde man selbstredend Kulanz zeigen und die Lieferung schon Ende Oktober einstellen.

Ich sage jetzt mal nicht, was ich von diesen ganzen Verklausulierungen halte, sondern freue mich einfach, dass sich Nachfragen eben doch auszahlt.

So long,
Corinna

Alles eine Frage der Betrachtung...


"Ssau ma', Mama!", ruft ein kleines Stimmchen, "ich Fahrrad fahre!"

Und tatsächlich, als ich meine Nase zur Küchentür rausstrecke, kommt mir Minka auf ihrem Fahrrad entgegen.

Durch den Wohnungsflur und auf dem Fahrrad, mit dem sie eben noch draußen im Hof gefahren ist.

Na, super, denke ich mir.

...

...

...

Und freue mich, dass ich heute zu faul zum Putzen war nicht zum Putzen gekommen bin, obwohl es der Boden schon vor dieser kleinen Fahrradtour dringend nötig gehabt hätte.

Aber jetzt erst recht.

So sage ich also nur: "Prima, Minka, aber setz' trotzdem besser den Helm auf."

Ist eben alles nur eine Frage der Betrachtung.

So long,
Corinna

23.09.09

Ich freue!


"Minka," sage ich zum kleinsten Kind, "heute darfst zu zum Mittagessen bei der Tagesmutter bleiben. Freust Du dich?"

"Ja," lacht das Kind vergnügt, "ich freue!"

So long,
Corinna

Details, details...


"Mensch," stöhnt Mutze, "wir machen im Kunstunterricht gerade so Miniaturen, und ich bin erst beim zweiten Bild!"

"Eh gut," sage ich.

"Nein," findet Mutze, "die anderen sind schon viel weiter. Nur ich hab' mal wieder viel zu ordentlich gezeichnet und viel zu viele Details."

"Tja," sage ich und nippe an meinem Kaffee, "der Teufel liegt eben im Detail."

Obwohl ich damit eigentlich kaum Erfahrung habe, denn mit Details halte ich mich in der Regel eh nicht auf. Details, details, winke ich gerne ab, und spring' schon weiter zum nächsten Thema.

"Was heißt das?", fragt Mutze und ich antworte, "dass es am Ende immer die Details sind, die einen umbringen aufhalten."

Davon kann Mutze ein Lied singen, aber ich beruhige sie, dass ihr Vater da genauso ist.

Während ich eher... siehe oben.

"Na," sagt Mutze, "dann bin ich wohl auch eher so der Detailtyp."

Was auch sein Gutes hat.

So long,
Corinna

Keseliste


"Was liest'n du da?", fragt Mutze mit interessiertem Blick auf mein Buch und liest: "The Hunger Games von Suzanne Collins."

"Aha," sagt sie, "und worum geht es da?"

"Ach, um so eine Reality Show," antworte ich, was sich für Mutze zuerst eher lahm anhört.

"Du meinst, so wie die, wo die Leute dumm in einem Haus herumsitzen oder die Familien tauschen?"

"Fast," lache ich, denn die Idee mit dem Frauentausch finde ich fast so brutal wie die, die sich Suzanne Collins für ihren Roman ausgedacht hat: "Aber in dem Buch müssen 24 Jugendliche vor laufender Kamera auf Leben und Tod miteinander kämpfen, und wer am Ende übrig bleibt, hat gewonnen."

"Wow," sagt Mutze, und ich sage: "Ist super spannend!"

Eine deutsche Übersetzung gibt es mittlerweile auch und erstaunlicherweise ist auch das englische Taschenbuch seitdem ich es vor zwei Wochen bei Amazon bestellt habe, um vier Euro teurer geworden.

Scheint wohl der neue Hype zu werden.

Für den jetzigen Preis hätte ich es gar nicht gekauft, denn eigentlich fiel es in die Kategorie: "Wissen, was der Feind so liest." Den Buchtip habe ich nämlich auf der Homepage der unsäglichen Stephenie Meyer gefunden.

Aber tatsächlich: obwohl die Geschichte eher simpel gestrickt, das Ende lahm ist und die moralischen Dilemmata der Protagonistin nur schwach gelöst werden, ist das Buch for the most part superspannend und einmal zu den Taschentüchern greifen musste ich auch.

"Kann ich das auch lesen?", fragt Mutze, und ob es eine deutsche Übersetzung gibt, aber ich finde nicht, dass das schon was für sie ist. Ich meine, das Thema und seine Implikationen sind schon sehr brutal, und wenn ich an einer Stelle schon Rotz und Wasser geheult habe...

"Dann lese ich es eben auf Englisch," sagt Mutze voller Inbrust, und das will was bedeuten, denn niemand verabscheut Englisch mehr als sie.

"Deal!", sage ich, denn bis dahin wird's trotz des geweckten Ehrgeizes doch noch eine Weile dauern.

Eine Fortsetzung gibt es auch, eine Trilogie soll es wohl werden, aber ob's reicht, mich bei der Stange zu halten, weiß ich noch nicht, vielleicht, wenn mein S(tapel)U(unter'm)B(ett) wirklich mal abgearbeitet sein sollte.

Das Gerücht vom Tod von Robert Preis habe ich noch gelesen, ein Roman der in Graz zur Zeit der französischen Belagerung des Schlossberges 1809 spielt. Sehr atmosphärisch. Dazu mehr ein anderes Mal, muss ich noch mal tief in mich gehen.

Und dann natürlich mit Genuß gelesen, sozusagen als Vorbereitung auf Der Brenner und der liebe Gott, das ich in der Bibliothek schon vorbestellt habe: Das ewige Leben, in dem's dem Brenner und seinem Erzähler am Ende so dermaßen an den Kragen gegangen ist, dass man eigentlich nicht mehr mit einer Fortsetzung hat rechnen dürfen.

Aber, sagt Wolf Haas, seine Großmutter habe immer gesagt, wenn er mal sterbe, müsse man sein Mundwerk extra erschlagen -- was der Mörder des Erzählers am Ende von Das ewige Leben glücklicherweise versäumt hat.

Und deshalb: Vorfreude jetzt Hilfsausdruck!

Der Mosche empfiehlt übrigens Tom Scatterhorn und der Saphir des Maharadscha von Henry Chancellor, das stellenweise zwar sehr abgedreht ist, aber wirklich spannend! Da schickt er noch mal tausend Dankeschöns zu seiner Großmutter, die ihm das Buch zum Geburtstag geschenkt hat!

Für ihn haben wir übrigens die Reihe Die Zeitdetektive entdeckt, die sprachlich und inhaltlich eine willkommene Alternative zu dieser unsäglichen Das magische Baumhaus-Tortur ist. Auch da sind wir der Großmutter sehr dankbar!

Was Mutze derzeit liest, weiß ich ausnahmsweise mal nicht, die tauschen jetzt immer so lustig hin und her, dass ich gar nicht mehr mitkomme.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

22.09.09

Schwungübungen


Der Mosche sitzt bei mir am Küchentisch und macht Schwungübungen.

Mit viel Schwung, damit es schneller geht.

Denn Hausaufgaben mag er so gar nicht.

Dann staunt er, als ich ihm erzähle, dass wir früher ganz die gleichen Schwungübungen gemacht haben. Ich erinnere mich dunkel, dass wir noch so kleine Schiefertafeln hatten, was er phänomenal findet.

Vermutlich phänomenal alt.

Und tatsächlich: das ist so lange her, dass ich mich gerade wirklich nicht erinnern kann, ob das mit den kleinen Schiefertafeln wirklich stimmt, oder ich mir das nur einbilde.

So long,
Corinna

21.09.09

... was sie auch nicht dürfen, aber trotzdem tun.


"Ich mag nicht drüber reden," sagt der Mosche, und seiner schuldbewußten Miene nach zu urteilen, würde ich das, was er mir zu erzählen hätte, wenn er es denn wollte, auch gar nicht unbedingt wissen wollen. Auch wenn ich es wohl besser wissen sollte.

Aber ich kann's mir eh schon denken.

Seine schuldbewußte Miene sagt auch, dass er's eh weiß, theoretisch jedenfalls, dass die Soft Gang sich da heute nicht ganz so sehr mit Ruhm bekleckert hat.

Das ist sicher nicht so leicht dieser Tage, wenn man der Mosche ist und hin und her gerissen zwischen dem, was er darf bzw. nicht darf, und dem, was die anderen auch nicht dürfen, aber trotzdem tun.

Da ist es ja eigentlich schon klar, wie man sich da entscheidet, wenn man so ein kleines Kerlchen ist, kann man ihm eigentlich auch fast gar nicht böse sein.

...

...

...

...

Morgen: neuer Tag, neuer Unfug neue Chance.

So long,
Corinna

Wetten...


Wetten, wenn ich das Blog jetzt wegen Ereignislosigkeit vorübergehend schließe, passiert irgendwas aufregendes?

...

...

...

...

Aber wer weiß, was das dann sein wird, also lasse ich es lieber.

Und genieße die (relative) Ruhe hier.

Label: Sinnfrei

So long,
Corinna

18.09.09

Ich morgen wieder gehe?


"Die Gruppe tut ihr gut," sagt die Tagesmutter, "das braucht sie jetzt schon."

Und ich glaube das sofort.

Den regelmäßigen Kontakt auf Augenhöhe hat Minka ja etwas vermisst. Schon immer Kontakt mit Gleichaltrigen, aber doch nicht regelmäßig (genug) und schon gar nicht so oft wie mit der Soft Gang.

Jetzt genießt sie es und erzählt mir von den Kindern und was sie den ganzen Vormittag so getrieben haben: "Und dann Puppe spielt, und dann Puppe Arzt war, und dann Mädche meins Puppe wiedergebt, und Niki meins Freundin ist, dann Esse gebt, ich Suppe gesst..."

Das ist eben schon was anders als immer nur Stecken- und Laserschwertkämpfe und wild sein.

Ich meine, das ist auch toll, keine Frage.

Aber auf Augenhöhe ist eben doch viel besser.

"Ich morgen wieder gehe?", fragt Minka vor dem Einschlafen, und wenn es auch nicht gleich morgen sein wird, so ist sie doch beruhigt, dass sie an jedem Schultag wird gehen dürfen.

Jetzt aber erst mal: Wochenende!

Wurde aber auch mal Zeit.

So long,
Corinna

Und dann...


Und dann, als ich zur neu ausgemachten Zeit wieder vor der Tür stand, ließ sich Minka, als sie mich sah, noch einen Nachschlag geben, nur damit sie...

...

...

...

noch länger bleiben konnte.

Endlich Zu Hause hat sie dann aber gar nicht mehr gemerkt, wie der Kopf auf dem Polster aufkam, als ich sie zum Schlafen gelegt habe.

Euch ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

Und als...


Und als ich zur verabredeten Zeit vor der Wohnungstür der Tagesmutter stand, ließ Minka mir ausrichten, sie wolle noch Suppe und Hauptspeise essen, später dann dürfe ich es nochmal versuchen.

"Lass sie," lachte die Tagesmutter, "wird schon noch anders werden, wenn erst mal der Alltag einkehrt."

Aber bis dahin werde ich den Weg wohl noch öfter umsonst machen...

So long,
Corinna

Anruf


Anruf bei der Tagesmutter.

Ob ich schon kommen darf, mein Kind abholen.

Ertönt ein kleines Stimmchen aus dem Hintergrund: "Nei-en! Möchte ich noch dableiben."

Gestern hat sie mich ja auch beinhart wieder nach Hause geschickt.

Na denn.

So long,
Corinna

Erkenntnis


Nach einer Woche Schule stelle ich fest, dass ich einen neuen Wecker brauche.

Denn meiner nimmt mir die neun Wochen Lotterleben, in denen ich ihn ignoriert habe, merklich übel und übt sich in Verweigerung.

So long,
Corinna

Superprincess!


Manchmal frage ich mich, was die Nachbarn wohl denken, wenn ich die schreiende, weil von einem Hieb getroffene Minka aus dem Gewimmel der stecken- und laserschwertkämpfenden Soft Gang herausziehe.

Ob die sich dann denken: Unverantwortlich! So ein kleines Kind! Schwertkampf! Mitten drin! Musste ja was passieren!

Könnte man ja durchaus denken und hätte wahrscheinlich Recht damit.

Ich denke mir jedenfalls: Wow! Wie selbstverständlich die Jungs Minka akzeptieren. Und wie viel Rücksicht sie auf sie nehmen, mitten im wildesten Schwertkampf.

Denn seien wir ehrlich: obwohl Minka selbst nicht zimperlich ist beim Austeilen, getroffen wird sie nur selten.

Und wenn, dann schauen die Jungs sofort, ob's eh nicht ganz so arg ist, und trösten sie.

Meistens dauert's keine zwei Minuten bis Minka wieder mitten drin ist im Gewimmel, Superprincess halt, die da grad mal was für's Leben lernt.

So long,
Corinna

16.09.09

Dritter Schultag


"Dumm!", antwortet der Mosche auf meine Frage, wie es in der Schule war, und berichtet, dass sie schon wieder den ganzen Vormittag nur gearbeitet haben!

Und Hausaufgabe gibt es auch schon eine, viel arg das.

Die Frage, wo der Mosche seine Hausaufgaben zu machen gedenkt, ist auch schon geklärt, per Ausschlußverfahren, sozusagen.

Nämlich da...

...

...

...



... sicher nicht!

Morgen auf dem Stundenplan: Turnen.

Endlich!

So long,
Corinna

Sinnfrei


Die Jahre, in denen's die Beine noch hergeben, Miniröcke und enge Hosen zu tragen, sind gezählt, denke ich mir, obwohl ich noch nie in meinem Leben knallenge Hosen und Miniröcke getragen habe, und schon gar nicht miteinander kombiniert.

Die drei Kilo, die die Waage dieser Tage weniger anzeigt, tun ihr Übriges dazu, mir die Entscheidung vor dem Kleiderschrank heute mal leicht zu machen.

Auf der Straße stelle ich fest, dass man frau deutlich öfter anlächelt, wenn diese einen Minirock trägt, was ich zwar schon ein wenig albern finde, aber wirklich stören -- seien wir ehrlich -- tut's mich auch nicht.

Ist ja im Grunde auch nicht die neueste Erkenntnis.

Neues Label für diesen Eintrag: sinnfrei.

So long,
Corinna

P.S.: Zum Zahnarzt, Ihr wißt schon, zu dem Zahnarzt, gehe ich aber züchtig gekleidet, wäre ja sonst voll peinlich.

15.09.09

Wieder: Oups!


Oups!

Zweiter Schultag und schon wieder ganz königlich verschlafen...

...

...

...

Mir schwant nichts Gutes für das kommende Schuljahr.

Der Mosche fand derweil den zweiten Schultag nicht so berauschend.

"Na ja, ging so," meinte er, weil: "Stell Dir vor, wir haben die ganzen drei Stunden nur gearbeitet!"

Ja, nee. Geht ja gar nicht.

Gut, dass er für die Pause wenigstens ein wenig "Heimlich-Lego" mit hatte.

Euch noch einen schönen Restnachmittag!

So long,
Corinna

14.09.09

Oups!


Oups!

Erster Schultag und schon verschlafen*!

Wie soll das werden...

Der Mosche war "superglücklich" über seine Schultüte. Obwohl sie stellenweise doch etwas schief und schepp geraten ist -- ich hab' halt doch kein Händchen für so was -- meinte er doch, sie sei die schönste Überraschung gewesen.

Da hätt's die üppige Füllung eigentlich gar nicht gebraucht.

Nur dass er auf dem Heimweg gleich einmal mit der Tüte Superblaster gespielt hat, war wieder einmal eines von meinen selbstgelegten Eiern -- florierender Eierhandel nichts dagegen, frage nicht**!

So long,
Corinna

*Ging sich noch aus, aber eben ohne Kaffee für die Mutter...
**Stilistisch in Anlehnung an meinen Gott unter der Schriftstellersonne: Wolf Haas.

13.09.09

Schulbeginn!


Gerade Mosches und Mutzes Schultaschen aus dem Keller geholt, wo sie neun herrliche Wochen lang vor sich hin gestaubt haben.

Am Anfang der Ferien denkt man sich ja immer, neun Wochen sind endlos, und ist dann ganz erstaunt, wenn sie auf einmal tatsächlich um sind.

Jedenfalls geht es morgen für einige wieder, für andere endlich: los!

Auch die Soft Gang muss ihr schönes Lotterleben wieder eintauschen gegen den täglichen Drill schnöden Alltag.

Murielle beginnt morgen ihr letztes Schuljahr, Dir wünsche ich alles alles Gute für die Prüfungen, die auf Dich zukommen! Wird schon werden!

Mutze, Jenny, Aristide, Kati, Konstantin und Ylvie kehren in ihre schon bekannten Schulen und Klassen zurück -- Euch wünsche ich ein weiteres gutes Schuljahr und gutes Gelingen! Mögen die Lehrer und -innen gnädig mit Euch sein!

Lucille, Fabi und Yann beginnen morgen auf neuen Schulen, Euch wünsche ich natürlich nette Klassenkameraden, eine gute Klassengemeinschaft, einen netten und möglichst kompetenten Klassenvorstand und gute Lehrer/innen! Ich drück' Euch die Daumen dafür!

Für Mosche und Minka dagegen beginnt morgen ein ganz neues Leben!

Nachdem der Mosche im letzten Jahr die Vorschule besucht hat, geht's morgen los mit dem sogenannten Ernst des Lebens. Aber ich hab' heute schon in der Schule vorbeigeschaut und am Aushang gesehen: mindestens vier Kumpels sind in Deiner Klasse und mit der Lehrerin, die wir schon kennen und lieben, wird es nicht ganz soooo schrecklich Ernst werden!


Ernst ist allerdings seine Sorge, welches Motiv wir wohl für seine Schultüte ausgewählt haben könnten.

Anhören darüber hat er sich viel müssen in den letzten Tagen, aber was es denn sein wird, das ist bis zuletzt ein großes Geheimnis.

"Wenn ich Glück habe," sagt er, "ist es eine Schultüte mit Blümchen. Wenn ich etwas weniger Glück habe, ist sie mit Teddybärchen, und wenn ich wirklich ganz, ganz viel Pech habe, dann sind es rosa Teddybärchen."

Traut er uns tatsächlich zu.

Und wird sich deshalb morgen um so mehr freuen.

Minka ist ab morgen endlich! endlich! endlich eine ganz, ganz Große und kommt stundenweise zur Tagesmutter. Darauf wartet sie schon lange, meines Wissens nach seitdem sie sprechen kann, denn seitdem fragt sie unaufhörlich, wann sie endlich zu ihrer Tagesmutter gehen darf!

Korrektur: Wann sie endlich alleine zur Tagesmutter gehen darf, denn besucht haben wir sie ja schon ganz oft!

Morgen ist es also so weit und sie freut sich schon riesig.

Also Minka auf die Tagesmutter und die Tagesmutter auf Minka!

Und ich werde dann mal ein bisschen die Ruhe genießen! Tut auch ganz gut nach neun Wochen Lotterleben Ferien.

So long,
Corinna

Flohmarkt


Ich kann gut ausmisten.

Spätestens seitdem ich Karen Kingstons Buch Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags gelesen habe, geht mir das Entrümpeln richtig gut von der Hand.

Nicht, weil das Buch so toll wäre.

Im Gegenteil wundert man sich auf jeder Seite, dass die Frau wirklich überzeugt ist von dem, was sie schreibt (obwohl man das stellenweise gar nicht so recht glauben mag).

Trotzdem fand ich es ein richtiges gutes Laune-Buch, ich habe Tränen gelacht und zitiere immer noch gerne einige ihrer Vorschläge.

(Und nein, das ist kein Buchtip. Das Buch ist grottenschlecht, erfüllt die Definition von "Gerümpel" und ist schon lange wieder entsorgt).

Jedenfalls kann ich wirklich gut entrümpeln und tue es immer wieder mit Hingabe.

Was oft dazu führt, dass der LV noch einem Rechtschreibduden von lange vor der Rechtschreibreform hinterhertaucht, der gerade in hohem Bogen in den Müll fliegt, oder Mutze sich vor ihrer Tür aufbaut, um mich daran zu hindern, mein "Mama-schmeißt-die-Wohnung-weg"-Programm auch in ihrem Zimmer fortzusetzen.

Und manchmal ist das Entrümpeln auch wirklich dringend nötig.

Etwa vor dem Flohmarkt, der immer am letzten Sonntag vor Schulbeginn in unserem Bezirk statt findet.

Und wir den Platz dann dringend brauchen werden!

...

...

...

...

Diesmal für: Puppenwagen, Puppe, Barbie-Puppenküche, Lego, Bücher, ein Nintendo Spiel und sonstigen Kleinkram.

Die Kinder sind glücklich und ein wenig darüber hinweg getröstet, dass morgen die Schule wieder beginnt.

So long,
Corinna

11.09.09

Ich kann's nicht lassen: Twilight!


Dass ich der Twilight-Reihe gegenüber sehr skeptisch bin, habe ich wohl schon erwähnt. Ziemlich ausführlich, wenn ich mich recht erinnere.

Die weiteren drei Bände habe ich mir erspart, war aber dennoch immer bestens informiert, da die Puberties mich auf dem Laufenden gehalten und mir viel über die weiteren Ereignisse erzählt haben.

Und so sehr ich es genossen habe, die Puberties bei ihrer Freude über Twilight zu beobachten, mich über ihre Erzählungen und Schwärmereien zu freuen, und besonders darüber, dass sie überhaupt mit mir über die Bücher und die Vorfreude auf den zweiten Teil der Verfilmung reden...

...

...

so wenig kann ich aber auch meine Skepsis überwinden.

Im Gegenteil.

Als die Mädchen mir einiges über den vierten Band erzählten und mir auch einige Passagen zum Lesen gaben, musste ich mich stellenweise ziemlich wundern.

Zum Beispiel über ihre, also Edwards und Bellas erste Nacht.

Wo es endlich so richtig zur Sache geht.

Aber auch wirklich so richtig.

Denn obwohl wir nichts über die pikanten Details erfahren, so doch, dass Vampire ihrer Natur nach sehr grob sind -- und Bella am nächsten Morgen mit blauen Flecken übersäht ist.

Ihr aber ist das gar nicht einmal aufgefallen, eher fand sie's ziemlich klasse -- und will deshalb auch gar nichts davon hören, als Edward angekrochen kommt, um sie um Verzeihung zu bitten.

So romantisch und auch sonst alles eitel Sonnenschein?

Mir ist schon klar, dass junge Mädchen da nicht die gleichen Assoziationen haben wie ich, aber: hallo??

Ist dieser unsäglichen Stephenie Meyer eigentlich klar, was sie da schreibt?

Und dass sie als Autorin einer Reihe, die gerade junge Mädchen begeistert, auch eine gewisse Verantwortung trägt?

Vermutlich nicht, denn diese Maß- und Zügellosigkeit ist nun mal das, was nur zu oft knapp unter der prüden Oberfläche der amerikanischen religiös-konservativen Gemeinde verborgen ist -- und erinnert mich auch sehr an gewisse Verhaltensmuster im religious belt Virginias, in dem ich mal gelebt, und das konfessionelle College, an dem ich mal studiert habe.

Viel arg, das.

Bleibt zu hoffen, dass Eltern wissen, was ihre Töchter da wirklich lesen!

So long,
Corinna

09.09.09

Lebe lauter...


"Lebe lauter!", trällert Mutze gerade im Nebenzimmer ihr absolutes Lieblingslied von Christina Stürmer, "lebe lauter, lass uns schrei'n, lebe lauter," rockt sie und ihr Gesang gipfelt in ein triumphierendes:

"WIR SOLLTEN ALLE VIEL VIEL LAUTER LEBEN!"

Kann ich ja jetzt wohl unmöglich rüber gehen und sie bitten, etwas leiser zu sein...

So long,
Corinna

Anzug


Morgen muss der LV einen wichtigen Vortrag halten, vielleicht -- um das ganze ein wenig zu dramatisieren -- den wichtigsten seiner Karriere.

Seit Monaten beschäftigt ihn das Thema dieses Vortrages, treibt es ihn zur Verzweiflung, sorgt es für unzählige Überstunden, viele durchgearbeitete Wochenenden, war verantwortlich für die Streichung unseres Urlaubs, mal läuft alles reibungslos, mal funktioniert rein gar nichts.

Und da regt er sich auf, weil ich den falschen Anzug in die Reinigung gebracht habe?

Ich meine, ich an seiner Stelle hätte da ja jetzt ganz andere Sorgen.

Ts.

So long,
Corinna

Müssen Zweieinhalbjährige schon Skateboard fahren?


Nein!

Müssen sie nicht!

Könnte das bitte auch mal jemand Minka sagen?

Ich meine jemanden, auf den sie mehr hört als auf mich.

So long,
Corinna

08.09.09

Älter und schneller...


Morgen heiraten unsere (sehr) netten Nachbarn.

"Was?", empört sich der Mosche, als er davon Wind bekommt, "warum heiratet er," also der Nachbar, "denn Manu, wenn doch eigentlich Minka in ihn verliebt ist???"

...

...

...

...

"Weil ich älter bin und schneller war," lacht die Nachbarin, aber damit will sich Minka noch nicht geschlagen geben.

Und flirtet heftig weiter, wenn sie ihren "Domedik" sieht.

Der trägt's mit Fassung.

So long,
Corinna

Selbstgelegte Eier


Eigentlich könnte ich einen florierenden Eierhandel eröffnen, so wie ich mir die Eier immer selber lege.

Zum Beispiel meint die Freundin, dass ich eh selber daran Schuld bin, dass die gesamte Soft Gang bei uns ein und aus geht, eher läuft, wenn ich ehrlich bin, was mir gelegentlich etwas viel wird.

Als ich kürzlich einmal darüber klagte, über das Dauergeläute an unserer Haustür und das ewige Ins-Schloß-Fallen derselben, flog sie, also die Freundin mich an: "Wennst Dich auch immer drauf einlässt!"

(Und da sieht man mal wieder: Jammern hilft. Denn dann war ich nicht mehr wegen der Kinder genervt, sondern nur noch wegen der Freundin. Die ja bisher auch nie was dagegen hatte, dass ihr Sohn gerne bei uns ein und aus geht).

Das aktuelle Ei, das Ei des Tages sozusagen, ist aber dieses:

"Ruf mich an, wenn Du da bist," bat ich Mutze, als sie sich auf den Weg zur Sporthalle machte. Einmal durchklingeln lassen für "bin angekommen" und mehrmals klingeln lassen für "habe mich verirrt, ruf zurück".

Das Telefon klingelte genau:

kein Mal.

Ich meine, bin ich ja selber Schuld.

Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass Mutze alleine zur Sporthalle fährt, und bisher hat das immer gut geklappt.

Das Kind ist ja nicht doof.

Nur ausgerechnet heute musste ich auf die blöde Idee kommen, dass sie ja mal kurz anrufen könne.

Natürlich könnte ich einfach in der Sporthalle anrufen und fragen -- aber mal ehrlich: wir wollen uns dort ja noch mal blicken lassen, ohne dass alle über uns lachen (weil ich es meinem 11-jährigen Kind nicht zutraue, den Weg alleine zu finden).

Derweil vertraue ich erst mal darauf, dass der Akku leer ist, das Guthaben alle und/oder Mutze einfach drauf vergessen hat. Und der Rucksack schon im Spint stand, als ich ungeduldig angerufen habe, weshalb sie das Klingeln natürlich nicht hören konnte.

(Oder sie den Auftrag einfach zu blöd fand).

Aber wie gesagt: das Ei des Tages!

Selber Schuld.

So long,
Corinna

06.09.09

Lied zur Guten Nacht!


"Mama, vorsinge!", befiehlt Minka, und auf die Frage, was sie denn als Gute-Nacht-Lied vorgesungen haben wolle, antwortet sie: "Mäjejei."

"Mäjejei?", frage ich, und "Mäjejei," bestätigt sie.

Also singe ich, mehr schief als schepp, aber das erwünschte Lied.

In diesem Sinne auch Euch eine gute Nacht!

So long,
Corinna

05.09.09

Geschwister


"Ich hasse," sagt der Mosche (und ich bin sehr gespannt, was jetzt kommt), "Lego-Duplo."

"Aber," fährt er fort, "ich liebe die Minka."

Beugt sich zu ihr und fragt: "Ja, liebe ich die Minka so sehr?"

Minka nickt, obwohl sie vor kurzem noch dachte, der Mosche möge sie nicht.

Weil er sie nämlich immer ärgert.

Und sie da noch nicht so gut wusste, dass große Brüder genau dazu da sind, kleine Schwestern zu ärgern.

Inzwischen hat sie es wohl überrissen -- und mal ehrlich: meistens ist eh sie es, die mit dem Ärgern anfängt.

Echt.

Und so nickt sie jetzt und antwortet: "Ich dir auch lieb!"

So ist das wohl.

So long,
Corinna

Unglaublich!


Der LV hat studiert, Mutze geht auf's Gymnasium und der Mosche baut jeden Lego-Bausatz in wenigen Minuten zusammen.

Gescheite Leute, alle miteinander.

Aber glaubt Ihr, irgendeiner von ihnen wäre in der Lage, den Müll zu trennen??

(Schnaub).


*******


Heute eine entfernte Mitmutter getroffen, die mit dem Wiedereinstieg ins Berufsleben kämpft. Gefragt, wie es damit stehe, zur Antwort erhalten, sie habe jetzt etwas.

Zufrieden schien sie nicht, und was es ist, "dass möchte" sie "lieber nicht sagen."

Jetzt frage ich mich, ob sie wohl weiß, dass das genau die falsche Antwort ist, um Leute davon abzulenken, dass der Job (wohl) nicht so der große Wurf ist.

Und natürlich frage ich mich jetzt erst recht, was es wohl sein mag.

...

...

...

Euch noch ein schönes Restwochenende, (auch) hier geht's wieder an die Arbeit.

So long,
Corinna

04.09.09

Muss haben!





[klicken]

... gehört quasi schon mir.

In diesem coolen Sinne!

So long,
Corinna


Literaturpreis...


Gerade von den Organisatoren eines Literaturwettbewerbs, an dem ich teilgenommen habe, die Mitteilung bekommen, dass Dank der aus ihrer Sicht erfreulich hohen Teilnahme die Entscheidung noch einige Wochen aufgeschoben werden muss.

Die erfreulich hohe Teilnahme ist auch für mich erfreulich, besteht doch die Hoffnung, dass mein Beitrag in der Masse nicht weiter auffallen wird.

Haben doch alle, denen ich den Text gezeigt habe (nach dem Fakt, also nach dem Klick, mit dem ich ihn in die Weite Welt hinausschickte), nur fragend die Augenbrauen hochgezogen.

Ich geh' mich dann mal für ein paar weitere Wochen verstecken.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Und dann...


... hat der LV auch noch Mosches Schokolade aufgegessen.

"Hmpf," sagt der Mosche.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

Fast ein bisschen sauer...


Eigentlich bin ich fast ein bisschen sauer.

Heute was zu arbeiten gehabt und den LV gebeten, die Kinder, jedenfalls die beiden kleineren, ins Bett zu bringen.

Mich an den Computer gesetzt.

Der steht im Schlafzimmer.

...

...

...

...

Natürlich mussten es sich der LV, Minka und Mosche ausgerechnet im Schlafzimmer zum Toben und anschließendem Vorlesen gemütlich machen.

Also, in unserem Schlafzimmer, da wo ich gearbeitet habe.

Als ob es bei uns für so was kein Kinderzimmer gäbe.

Und weil Minka den Unterschied zwischen Vorlesen und Toben noch nicht so gut kennt, kam es natürlich mal wieder zu einem Tobeunglück, in dessen Verlauf ich das klägliche Kind ins Bett kuscheln musste.

Wobei ich selber eingeschlafen bin.

Ja, und jetzt sitze ich hier...

...

...

Irgendwie finde ich das fast ein bisschen ärgerlich.

In diesem Sinne usw.

So long,
Corinna

03.09.09

Heimlichkeiten


Kati beschwert sich, dass ihre Mutter ihr nur zwei Stunden Nintendo pro Woche erlaube.

"Na und?", fragt Mutze gelassen zurück, "warum spielst Du dann nicht einfach heimlich?"

Ich nehme an, Katis Mutter schaute recht streng, als sie von Mutzes Vorschlag erfuhr.

Anschließend amüsierten wir uns gemeinsam über unsere Töchter...

...

...

...

aber natürlich heimlich.



*************************



Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde.

Weil ich nämlich sonst eher zu den Müttern gehöre, denen die Sommerferien gar nicht lang genug sein können.

Ich meine, neun Wochen sind doch einfach wie im Flug um, da hat man kaum angefangen, sich zu erholen, da ist es schon wieder vorbei.

Andererseits.

Der Mosche ist mittlerweile schon so verwildert, dass es ihm gut tun wird, wenn zu Schulbeginn wieder ein wenig Zucht Struktur und Ordnung in sein Leben einkehrt.

Noch eine Woche.

In diesem Sinne!

So long,
Corinna

02.09.09

Die Familienverhältnisse...


Ein paar erklärende Worte zu unseren Familienverhältnissen.

Neben einigen Molchen, Rüsselkäfern, der Babytante und dem Killerhasen leben in unserer Familie der L(iebevolle) V(ater), Mutze mit ihrem Alter Ego Puberty, der Mosche, Minka und ich.

Der LV ist meistens damit beschäftigt, die Welt zu retten oder, wenn ihm das nicht gelingt, jemanden zu finden, der Schuld dran ist. Besonders letzteres ist ein hoffnungsloses Unterfangen, denn eigentlich wird ja grad er dafür bezahlt, immer an allem Schuld zu sein.

Mutze ist 11. Vor einigen Monaten hat sie Puberty aufgegabelt und seitdem die ständig hier rumhängt, geht's oft rund. Mutze und Puberty sehen sich erschreckend ähnlich, aber während Mutze ein wohlerzogenes, liebes Kind ist, ist Puberty launisch, vorlaut und rotzfrech.

Der Mosche ist 7 und derzeit auf Krawall gebürstet. Mir scheint, er übt schon mal für die Pubertät, damit er's dann gleich richtig kann, wenn er mal soweit ist.

Minka ist 2 1/2, und steht ihren Geschwistern in nichts nach. Als ich mit ihr schwanger war, prophezeite der Pfarrer, dass die beiden Älteren sie schon miterziehen würden. "Davor," so antwortete ich damals schmunzelnd, "habe ich Angst."

...

...

Was soll ich sagen?

Unser Pfarrer ist ein weiser Mann.

Mosche, Mutze und Minka haben noch jede Menge Freunde in der Nachbarschaft, die (von mir) sogenannte Soft Gang. Eine Handvoll davon sind Puberties, die anderen sind... ebenso frech.

Insgesamt sind sie alle schwer in Ordnung und immer für Anekdoten gut.

Ich bin übrigens 25 und Hausfrau. Als solche allerdinges eine glatte Fehlbesetzung, jedenfalls was den Haushaltsteil angeht. Ansonsten tu' ich was ich kann.

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch einen schönen Tag!

So long,
Corinna

Ein Handvoll Puberties...


Dem LV durch die Blume mitgeteilt, dass heute ein guter Abend sei, um mit seinen Freunden ein Bierchen trinken zu gehen, dann die Puberties mit einem Einkaufszettel losgeschickt.

Sie in der Küche hantieren lassen und so getan, als wüßte ich wovon ich rede kluge Ratschläge gegeben.

Die Lasagne lange ziehen lassen, zwischendurch ein Abenteuer mit einem furchteinflössenden, dick vermummten, geistig verwirrt wirkenden Mann in unserer Siedlung erlebt.

Das wahre Ausmaß der Verwüstung Lausbubenstreiche vom Mosche und seinen Kumpels erfahren.

Ich würde sagen, da hat sich aber jemand nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Und ich würde sagen, dieser jemand war mein Sohn...

Viele, viele Nerven gelassen.

Zum Ausgleich am Abend endlich die Lasagne ins Backrohr geschoben, und mit einer Handvoll Puberties, dem Mosche und mit Minka (wieder) vergnügt am Tisch gesessen und Spaß gehabt.

...

...

...

...

...

Mädels, es war schön, gerne wieder -- aber jetzt genieße ich erst mal die Ruhe, ;-)!

In diesem Sinne usw.

So long,
Corinna

Wenn Kinder streiten...


Wenn Kinder streiten, sollten sich die Eltern tunlichst aus dem Streit heraushalten.

Das lehrt die Erfahrung.

...

...

...

...

...

Aber Erfahrung macht ja nun auch nicht immer klug.

Hüstel.

So long,
Corinna

01.09.09

Mädchenabend...



Mu: Mama, kann ich heute mit Kati einen Mädchenabend machen?

Co: Hmpf.

Mu: Bitte, wir wollen einen Film schauen!

Mo: Darf ich mitschauen?

Mu: Du bist kein Mädchen.

Co: Der Mosche ist ein Mädchen(?)

Mo: (schickt böse Blicke in meine Richtung)

Mi: Ich bin Mädse!

Mo: Minka ist ein Mädchen!

Mu: Stimmt, Minka ist ein Mädchen.

Mi: Ha, ha, bin ich Mädse, darf ich mits'aue.

Mu: Hmpf.

Mi: Jaaaaa! Musse ja sagt, ich darf mitkommt Film s'auen!

...

So schnell kann's gehen und schon ist man im Kreis der Auserwählten.

In diesem Sinne, usw.

So long,
Corinna

P.S.: Und der Mosche ist doch ein Mädchen...

Immer wieder Puberty!


"Kann ich noch rüber zu Kati?", fragt Puberty um neun Uhr abends, und ich verneine leicht entnervt.

Leicht entnervt, weil ich schon weiß, was als nächstes kommt:

Mindestens eine Viertelstünde Genöle und Versuche, mich umzustimmen, gefolgt von einem theatralischen Abgang: "Eltern sind soooooo blöd gemein!"

Später am Abend, kurz bevor der LV und ich zu Bett gehen, schaue ich noch mal in Pubertys Zimmer nach dem Rechten.

Nur, um sie dort nicht vorzufinden!

...

...

...

...

...

Sie hat es sich auf dem Balkon gemütlich gemacht.

Zusammen mit Kati.

Also, Puberty auf unserem Balkon, und Kati auf ihrem. Gleich nebenan.

"Und, Mama?", lacht Puberty mich triumphierend an, "bin ich etwa noch zu Kati rübergegangen? Nein, bin ich nicht!"

Ts.

In diesem Sinne usw.

So long,
Corinna

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