31.10.09

Schuhu Buhu, oder: Bin ich ein Penst!


Vermutlich denkt Minka nach diesem Abend, sie könne sich jetzt jeden Tag als Gruselbuselprinzessinnengespenst verkleiden, bei den Nachbarn läuten und immer Säcke voller Süßigkeiten geschenkt bekommen.

*
Das kann angesichts des vollen Sackerls, das sie nach Hause getragen hat, leicht passieren.

Man kann von Halloween ja halten was man will -- für mich ist es ein wenig ein Ersatz dafür, dass in Österreich St. Martin nicht so ausgiebig gefeiert wird wie im Rheinland.**

Deshalb schätze ich Halloween als eine der letzten Gelegenheiten des Jahres, zu der man sich mit den Nachbarn noch draußen bei Kerzenschein und jeder Menge Sturm treffen und noch ein bißchen gemeinsam zittern kann.

Und so hatten wir gerade noch eine nette kleine Party auf dem Hof, die Kinder zogen um den Block, sahnten ab, und hatten jede Menge Spaß.

Erfahrungsgemäß beginnt jetzt die Jahreszeit, zu der sich die Leute in ihre Wohnungen zurückziehen, und man nur noch seltener in größeren Gruppen zusammen kommt.

Aber auch das hat was, jetzt wird es wieder ein bißchen stiller werden in unserer Siedlung.

(Worüber sich der ein oder andere Nachbar sicherlich besonders freuen wird).

In diesem Sinne Euch noch einen schönen Abend!

So long,
Corinna

*Morgen zum als Beilage zum Mittagessen: Kürbiskonfitüre mit Ingwer.
**Auch der österreichische Fasching kann es nicht mit den rheinischen Karneval aufnehmen, so dass wir die Kinder sogar schon mal von der Schule haben beurlauben lassen, um ihnen dieses kulturelle Highlight Erlebnis zu ermöglichen, ;-).

30.10.09

Heute in der Post...


[Klick auf's Bild]

Für das Wortspiel der lügenden Anna danke ich Frau Currywurst, die mir damit (und ihrer freundlichen Erlaubnis, es zu nutzen) den Aufhänger für die Geschichte gab! Danke!

So long,
Corinna

Ist doch nur abgemalt...


"Ist doch nur abgemalt," sagt der LV, als ich ihn frage, ob ich stolz mit ihm dem Bild angeben darf, und: "meinetwegen."



Einigen wird das Motiv wohl noch von den Postkarten bekannt sein, die so in den 80'ern populär waren, und die man sich hin und her schickte und an den Badezimmerspiegel oder die Pinwand pinnte -- ich hab's sogar gerahmt im Großformat im Wohnzimmer hängen, ;-).

Tja, der LV kann's, Mutze macht es prima, der Mosche hat seinen ganz eigenen Stil, Minka tut es mit Begeisterung -- nur ich kann leider überhaupt nicht zeichnen.

Jammer.

So long,
Corinna

29.10.09

Rumturnt!


Minka will und will heute abend einfach nicht einschlafen. Immer wieder kommt sie aus ihrem Bettchen herausgekrabbelt, steht im Flur, ruft nach mir, spielt heimlich noch etwas Lego (wenn sie nur das Rascheln der Steine nicht verraten würde...)...

Also kuschele ich noch ein wenig mit ihr und sage dann: "Jetzt aber ab ins Bett! Und was wird da gemacht?"

Minkas spontane Antwort: "Rumturnt!"

Na, das kann noch was geben heute abend.

So long,
Corinna

Halloweenkostüm, II


Das Kostüm, das Mutze entworfen und genäht hat, enspricht leider nicht ihren Vorstellungen.

Gerade zog sie beleidigt aus dem Wohnzimmer ab, weil ihr Vater den Werwolf für Chewbacca gehalten hat.*

Und tatsächlich ist die Maske ein wenig...

...

...

...

haarig.

Leider kann ich ihr überhaupt nicht helfen, denn so sehr ich ihre Kreativität bewundere, so talentlos bin ich selber.

"Aber Du bist doch kreativ," sagt Mutze, "Du kannst nur nicht nähen."

Liebes Kind, das sie ist.**

So long,
Corinna

*Den Satz hat sie mir diktiert.
** Würde ich sie jetzt allerdings auf die lange Liste aller kreativer und sonstiger (Kochen!) Dinge aufmerksam machen, die ich nicht kann... würden ihr bestimmt noch mehr einfallen, ;-).

Habe ich dich malt!


"Ssau mal, Mosche," ruft Minka, "habe ich dich malt!"


"Ui," sagt der Mosche voller Anerkennung, "bin ich aber schön!"

Und die Mutter kann nicht umhin, sich mal wieder sehr darüber zu freuen, wie lieb der Mosche mit seiner kleinen Schwester sein kann ist.

...

...

...

...

Apropos Bild.

Hier eine Gemeinschaftsproduktion der drei, die mir so gut gefällt:

[Klick auf's Bild]

Euch einen schönen Tag!

So long,
Corinna

28.10.09

Kann ich jetzt irgendwie nicht, oder?


Allerhöchste Schlafenszeit für den Mosche, der morgens immer so schwer aus den Federn kommt. Eigentlich sollte er schon lange im Bett liegen, vorgelesen bekommen haben, bekuschelt worden sein, möglichst auch schon schlafen.

Statt dessen sitzt er gerade in Mutzes Zimmer und lässt sich von ihr...

...

...

...

...

...

den Umgang mit der Nähmaschine zeigen. (Von mir wird er es wohl kaum lernen).

Ich meine, da kann ich doch jetzt wohl kaum rüber gehen und ihn in sein Bettchen zerren.

Kann ich jetzt irgendwie nicht, oder?

(Er antwortet eh nur: "Mama, ich nähe!" Als würde das schon alles sagen. Und was ich überhaupt von ihm will.)

Memo: Für morgen den Wecker früher stellen, wir werden wohl etwas länger brauchen, ihn, also den Mosche aus dem Bett zu bekommen.

So long,
Corinna

Halloweenkostüm, I


Mutze erklärt mir ausführlich, wie sie sich ihr diesjähriges Halloweenkostüm vorstellt: sie möchte sich als Werwolf verkleiden und hat sich schon genau überlegt, wie das Kostüm aussehen soll.

Und wie sie es machen wird.

"Hört sich wirklich toll an," sage ich und bin wirklich begeistert von ihren -- wie immer sehr kreativen -- Ideen, aber:

"Denke nur bitte daran, dass ich weder nähen kann noch jemals eine vernünftige Bastelei zu Stande gebracht habe. Ich werde Dir dabei also keine große Hilfe sein können."

"Ach," winkt Mutze lässig ab, "das weiß ich doch. Hab' ich doch eh schon bedacht!"

...

...

...

...

Grmpf.

So long,
Corinna

27.10.09

Anna log, oder: Die Sache mit dem Etikettenschwindel....


Gerade bei der Lakritzefrau gefunden und für gut super befunden:

Etikettenschwindel bei Lebensmitteln!

Ich selber gehöre zu den Peniblen, die über die nötige Zeit und ein ausreichend gutes Sehvermögen verfügen, um aufmerksam die Zutatenlisten zu studieren*, aber hier kann man seinem Ärger durch einen Klick gleich Luft machen!

Bravo!

So long,
Corinna

*Einschlägige Lebensmittelchemiekenntnisse wären natürlich auch klasse, aber ohne dieselben muss die Verständlichkeit der Zutatenliste als Einkaufskriterium reichen.

Die Hoffnungsträgerin





So long,
Corinna


26.10.09

Oi!


"Oi, Mosche," sagt der LV mit Blick unter den Esstisch, "holst Du mal bitte den Handfeger und das Kehrblech und fegst unter Deinem Platz."

"Habe ich doch schon," antwortet der Mosche, "mit dem Besen."

"Und wo hast Du die ganzen Krümel hingefegt?", frage ich, und der Mosche antwortet treuherzig:

"In die Ecke."

...

...

...

Soifz.

So long,
Corinna

Trööt!


Diskutiere mit Mutze, ob sie nicht wieder anfangen mag, Trompete zu spielen.

Nach einigem Hin und Her sagt sie, derzeit leicht auf Krawall gebürstet:

"Und gerade weil Du das unbedingt willst, mache ich es natürlich erst Recht nicht!"

...

...

...

"Hm," sage ich, "eh gut. Das war mir eh immer viel zu laut. Das hat man ja durch alle Türen und durch alle Wände gehört, das Getröte, das war ja zum aus dem Bett fallen. Mir ist das nur Recht, wenn Du ganz aufhörst."

"Echt?", fragt Mutze, "das haste mir ja niemals gesagt, dass Dich das nervt. Aber gut zu wissen, gleich morgen fange ich wieder an."

...

...

...

...

...

Ohne Worte.

Hehe.

Voll arg, ich.

So long,
Corinna

21.10.09

Im Grunde...


... verstehe ich nicht, warum der LV über mich mal wieder nur den Kopf schüttelt:

Mein Reisepass ist zwar schon lange abgelaufen, das aber habe ich so früh gemerkt, dass es sich erstens bis zu meiner Reise nach Istanbul noch ausgeht für einen neuen und zweitens für mich ein schöner Tag in Wien dabei herausspringt.*

Zugegeben...

...

...

...

...

hätte ich gleich geschaut, als die Reise ins Gespräch kam, hätte ich den Antrag auf einen vorläufigen Reisepass auch über das Konsulat hier in Graz stellen können, aber wer will denn da päpstlicher sein als der Papst?

Immerhin habe ich überhaupt geschaut und mich nicht erst am Flughafen überraschen lassen!

Jetzt bleibt nur noch die Frage zu beantworten:

Wo zum Teufel ist unser Sparbuch, das ich zuletzt in der Hand hatte?

Da, nämlich in der Hand, ist es nicht mehr und auch nicht an den Stellen, an denen ich so was normalerweise hinlege.

Wo würdet Ihr so was hinlegen, wenn Ihr von der Bank nach Hause kommt? Also, ich meine, wo würdet Ihr das hinlegen, wenn Ihr es erst mal wo ablegt, wo es eigentlich nicht hingehört, um es dann später...?

Zum Haareraufen, das.

So long,
Corinna

*Wegen diesem neuen biometrischen Dingsda brauche ich einen neuen Reisepass und kann nicht nur verlängern, eh gut, das Bild in meinem alten ist eine Katastrophe!

20.10.09

Liebe Mutze!


Liebe Mutze!

Dein Vorhaben, mal wieder mehr lustige Sachen anzustellen, damit ich hier was zum Erzählen habe, in allen Ehren, aber...

...

...

...

...

ich hoffe, Du meinstest damit nicht, dass sich eines von Euch Kindern abends, wenn Ihr schon längst schlafen sollt, Deinen Nintendo ins Bett schmuggelt und sich damit unter der Bettdecke versteckt. Und dann, wenn es der eintönigen (und momentan völlig deplazierten) Musik wegen entdeckt wird, sagt: "Du sollst weggehen, Mama!"

Und ich hoffe, Du meintest damit auch nicht, dass es Minka sein sollte, die hier für was zum Erzählen sorgt!

Jetzt frage ich mich nämlich, nein, Dich frage ich jetzt nämlich:

Woher weiß Minka eigentlich schon so gut, wie man mit einem Nintendo umgeht?

Und ja, es war schon süß, wie sie da dachte, es völlig heimlich zu tun. Und sich dann wunderte, dass sie entdeckt wurde. Trotzdem gibt es vielleicht doch noch die ein oder andere Sache, die ein Kind in ihrem Alter noch nicht so dringend machen muss. Bitte in Zukunft den Nintendo besser verstecken! Danke!

So long,
Corinna

19.10.09

Ein paar lustige Sachen...


Mutze findet den, die, das Blog dieser Tage eher öd, steht ja kaum was lustiges drin.

Weiß aber, kluges Kind, das sie ist, wie dem Abhilfe zu schaffen sei:

"Müssen wir wohl wieder ein paar lustige Sachen machen."

Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das meine Nerven wirklich vertragen, ;-).

So long,
Corinna

Bloemsche...


"Schau mal, Mama," hält mir der Mosche nach der Schule strahlend eine Blume entgegen: "Die hat mir die Leonie geschenkt!"



So, so. Leonie also.

Eh eine ganz eine Liebe.

So long,
Corinna

Den ganzen Tag...


"... hab' ich rutschet, hab' ich ssaukelt, hab' ich 'pielet, hab' ich Fahrrad fahret, bin ich nicht runterfallt... bin ich müde, ich glaube, muss ich slafe gehe."

So long,
Corinna

18.10.09

Leer



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Also, ich persönlich glaub' ja, dass es eine gewisse Leere -- und die nicht nur im Gesicht -- gibt, die auch die beste Schminke nicht übertünchen kann.

So long,
Corinna

Äh... pfff...


"Ach, das sollten wir auch mal machen," sage ich zum LV, als mein Blick auf einen an unserem Küchenfenster vorbei laufenden Jogger fällt: "Sonntag morgens joggen gehen. Machen wir das mal?"

Der LV schaut mich milde lächelnd an und fragt:

"Wie oft warst du denn diesen Sommer Inline skaten?"

"Äh... pfff ... kein Mal."

"Und wie oft warst du Nordic walken?"

"Äh... pfff ... kein Mal."

"Und wie oft warst du Sonntag morgens in der Kirche, seitdem du dir vorgenommen hast, wieder regelmäßig zu gehen?"

"Äh... pfff ... kein Mal."

"Und," wendet der LV sich wieder seiner Sonntagszeitung zu, "beantwortet das Deine Frage?"

Äh... pfff...

...

...

...

Pfft!

So long,
Corinna

17.10.09

Gebucht!



Schon seit ein paar Jahren rede ich davon, dass ich unbedingt mal nach Lissabon möchte! Dringend und sehr, sehr gerne.

Eben habe ich den Flug gebucht.

Nach...

...

...

...

...

Istanbul!

Ich freu' mich so!

So long,
Corinna

15.10.09

Haarerauf!


Mein Chef ist schon ein netter Kerl, ich mag ihn echt gern.

Aber manchmal hat er schon ein bisschen die Neigung dazu, mich in den Wahnsinn zu treiben.

Schön, das.

So long,
Corinna

14.10.09

FRA:AUS


"Papa, Papa!", hüpft der Mosche aufgeregt auf und ab, "die Österreicher haben den Ball!"

Ja, und?

Ist das wirklich so was Besonderes, wenn die Österreicher auch mal den Ball haben?

Ts.

So long,
Corinna

Be kinder than necessary, for everyone you meet...


... is fighting some kind of battle.

Typisch amerikanischer Spruch, trotzdem musste ich heute an ihn denken, als ich eine Nachbarin traf, die, vorsichtig ausgedrückt, keine große Sympathieträgerin ist.

Seit zehn Jahren treffe ich sie fast täglich, immer hat sie böse geschaut, und wenn man sie zaghaft gegrüßt hat, hat sie allerhöchsten mit einem noch böseren Blick reagiert. Da hat man es dann lieber ganz sein lassen.

Aber vielleicht war sie es auch gar nicht mehr gewöhnt, gegrüßt zu werden, denn in der Nachbarschaft ist sie nicht sonderlich beliebt, ich habe noch niemanden ein gutes Wort über sie sagen hören.

Meistens spricht man überhaupt nicht über sie.

Keine Ahnung, was da war.

Nun habe ich mir vor ein paar Monaten gedacht, die Nuss muss doch irgendwie zu knacken sein, und begann sie nicht nur zu grüßen, sondern mit meinem breitesten Lächeln anzustrahlen.

Ich meine, wir sind Nachbarn, meine Kinder sind laut und wild, und da tut man gut, sich mit möglichst vielen gut zu stellen, ;-).

Erst reagierte sie etwas verwundert, dann begann sie mal zurück zu grüßen, seit kurzem lächelt sie...

...

...

...

und heute grüßte sie mich zuerst.

Ich frag' mich, was die Frau wohl verbockt haben mag, dass niemand mehr etwas von ihr wissen will.

So long,
Corinna

13.10.09

Killerargument


"Mensch, Mosche," seufze ich, "die Hose ist ja auch schon wieder ganz dreckig."

"Ja, Mama," sagt er, und mit treuherzigem Blick sagt er das, "aber dafür habe ich auch sehr schön darin gespielt."

...

...

...

Ganz klar: Killerargument.

So long,
Corinna

Schokoladisierung


"Hast Du jetzt gerade die ganze Schokolade gegessen?"

Ungläubig schaue ich auf das leere Schokoladenpapier in Mutzes Hand.

"Ja, klar, was denkst Du denn?", fragt Mutze ebenso entgeistert zurück.

Eltern wissen manchmal eben auch rein gar nichts.

"Ich hab' schon seit mindestens zwei Monaten keine Schokolade mehr gegessen, ich war ja schon ganz unterschokoladisiert!"

...

...

...

Auf mich übertragen hieße das, dass ich schon völlig entcoffeeiniert bin, denn ich habe heute erst eine Minifuzzitasse Kaffee getrunken. Was ich jetzt gleich mal ändern gehe. Sonst noch jemand?

Euch einen schönen Tag!

So long,
Corinna

12.10.09

Der Blick in die Jausenbox


Inspiririert von Frau Ami heute mal ein Blick in die Jausenboxen:







Ich hätte ja gerne nur einen Bruchteil der künstlerischen Begabung des Herrn Skizzenblog, aber wie man leicht sieht, gelingt mir noch nicht mal die Andeutung eines güldenen (in dem Fall eh blauen) Bogens.

*****

Heute:

Zwanzig Minuten früher aufgestanden als sonst, gemütlich gemeinsam mit der ganzen Familie am Frühstückstisch gesessen, keiner musste hetzen, alle waren pünktlich.

Nur...

...

...

...

wie ich uns kenne...

...

...

...

werden es morgen sicher nur mehr zehn Minuten früher sein, die wir aufstehen...

...

...

und spätestens am Donnerstag...

Früh aufstehen ist ja sooooo öd'!

So long,
Corinna


10.10.09

Heute in der Kleinen Zeitung...



[Klick auf's Bild]

Ob sie wohl Schwangerschaftsstreifen hat?

So long,
Corinna


09.10.09

Nur kurz notiert...


... weil's so süß ist.

"Meins Bauch tut weh, ich glaube, wir müssen Hause gehen," sagt Minka dieser Tage, wenn sie keine Lust mehr hat auf dem Kirchplatz zu spielen, oder: "Ich bin müde, ich glaube, ich muss ses* Mama-Kuscheln."

Und auch entzückend, wie sie da gestern die Mutter ihrer Freundin eingehend musterte und dann sagte: "Ist das schöne Mama!"

Die hat's gern gehört und sich sehr über das schöne Kompliment gefreut.

So long,
Corinna

*jetzt

Stell Dir vor, Mama!


"Stell Dir vor, Mama!", kam Mutze kürzlich vergnügt nach Hause, "ich bin in B(ildnerischer) E(rziehung) ganz in der Zeit mit meinen Bild fertig geworden!"

Schau an, denke ich mir, da hat eben alles seine Zeit, und freue mich mit dem Kind.

Ihr Arbeitstempo (bzw. wenn man den LeErerinnen ihrer Volksschulzeit Glauben schenkt: Mangel desselben) war vier lange Jahre lang ein Thema, das uns den Schulalltag zur Hölle machte.

Es fing schon an in der dritten oder vierten Woche der ersten Klasse:

Das muss schneller gehen, Du musst mehr üben, das muss besser werden!

Und das ewig gleiche LeErerinnenmantra bei diversen Gesprächen:

Nettes Kind, aber... das passt nicht... und das passt nicht... und das schon gar nicht... die Kinder bekommen nicht viele Hausaufgaben auf, das kommt Ihnen nur so vor, weil Mutze nie fertig wird und die Sachen eben zu Hause fertig machen muss.

Etc. pepe.

Das war nicht immer lustig, und so schwante mir schon Übles, als sie auch auf ihrer neuen Schule nicht mit ihren Aufgaben fertig wurde.

Sozusagen präventiv gramgebeugt sprachen der LV und ich also bei den LeHrerInnen vor und bekamen zu hören:

Wie viel Freude sie an Mutze hätten. Wie sehr sie sie schätzen, wie sehr sie den Unterricht bereichere. Dass sie zwar nicht fertig werde, man aber regelmäßig sogenannte "Aufräumstunden" mache, in denen die Kinder ihre Arbeiten zu Ende bringen könnten.

Und der BE-Lehrer war sogar ein bisschen erschrocken, als er erfuhr, dass Mutze sich wegen der nicht fertig gestellten Bilder sorge. Das müsse sie nicht, meinte er. Gestaltnerisch und technisch passe alles, er werde schon für den passenden Rahmen sorgen, in dem sie ihre Bilder fertig zeichnen könne, und sie gerne auch mal darauf hinweisen, wie man mit wenig Aufwand mehr Eindruck schinden könne.

Und wie man sieht: "Stell Dir vor, Mama! Ich bin in BE ganz in der Zeit mit meinem Bild fertig geworden!"

Ich glaube, ich erwähnte schon, wie begeistert ich von dieser Schule bin! Was ich noch nicht erwähnte: ich bin sehr, sehr dankbar!

So long,
Corinna

08.10.09

Unglaublich!


Jetzt war ich immer so stolz, hier ein weitestgehend windelcontentfreies Blog zu gestalten und jetzt...

...

...

...

...

könnte ich lang und breit referieren über das Verdauungsverhalten der griechischen Landschildkröte!

Da ich dies aber tunlichst unterlassen werde, sei nur so viel erwähnt:

Sie fressen! Hurra! Sie fressen! Ausreichend!

Wie sie allerdings von Salat- und Löwenzahnblättern und Feld- und Wiesenkräutern satt werden (und wachsen) können, bleibt wohl ihr Geheimnis.

So long,
Corinna

Schule


Schule!

Ich bin begeistert!

Von Mutzes Schule!

Sie geht auf eine verschränkte Ganztagsschule, d.h. die Kinder haben vier Tage in der Woche zehn Stunden Schule*, und erledigen dort alles.

Die zehn Stunden sind für meinen Geschmack zwar die eine Stunde zu viel, trotzdem bekomme ich nachmittags ein entspanntes Kind zurück, das genau nichts mehr für die Schule zu tun hat.

Sie machen oft Projektunterricht, viel Bildnerische Erziehung, viel Lernwerkstätte und natürlich noch die Haupt- und Nebenfächer. Aber durch den ganztägigen Unterricht ist genug Zeit für Wiederholung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes, für Projekte und Unternehmungen.

Natürlich ist auch dort nicht alles Gold was glänzt.

So ist es für die Kinder zum Beispiel oft anstrengend, den ganzen Tag mit der ganzen Bande zusammenzuhocken -- gerade am Ende des letzten Schuljahres merkte man, dass sie sich schon gegenseitig sehr auf die Nerven gegangen sind.

Trotzdem geht Mutze immer wieder gerne und würde um nichts in der Welt die Schule wechseln wollen.

Jedenfalls, was ich erzählen wollte: der Geschichtsunterricht!

Dieses Jahr hat die Klasse zum ersten Mal Geschichtsunterricht, aber anstatt gleich über den Büchern und den alten Römern zu brüten, nimmt sich die Lehrerin viel Zeit für den Einstieg.

Was ist überhaupt Geschichte, scheint sie sich und die Kinder zu fragen, und hat in der erste Stunde die Kinder erst mal erzählen lassen... über ihre Haustiere.

In der nächsten Stunde sollten die Kinder die ältesten Gegenstände von zu Hause mitbringen, die sie finden konnten.

Mutze ließ zwar die römische Münze aus dem vierten Jahrhundert n.Chr. liegen, interessierte ihre Klassenkameraden dafür für einen ca. hundert Jahre alten Ring, in denen die Milchzähne einer Urgroßmuttercousine** eingearbeitet waren.

Zu jedem Gegenstand sollten die Kinder etwas erzählen, und Mutzes Berichten nach war das eine tolle Stunde.

Am Montag war dann der Familienstammbaum dran. Das erforderte erst mal einige Telefonate quer durch die Verwandtschaft und sie war ganz gespannt bei der Sache.

Außerdem sollten sie eine interessante Familiengeschichte erzählen, Mutze entschied sich für den (angeblichen) Raubritter, der uns irgendwie mütterlicherseits in die Familie gekommen ist, und schön dumm war, als er sich in einem Kampf vor seinen Herzog warf, und hinterher waren beide tot.

So wird die Geschichte erzählt, in Wirklichkeit war sie sicher ganz anders, nur weiß das niemand mehr***. Aber auf alle Fälle ist sie spannender als unsere weitläufige Verwandtschaft zum englischen Königshaus.

Apropos Königshaus: ich finde den Zugang sehr gelungen! Geschichte ist nun mal mehr als Königshäuser, Politiker und Kriege, sondern auch: unsere Geschichte!

Das Interesse der Kinder ist jedenfalls geweckt.

Erwähnte ich schon, dass ich begeistert bin?

So long,
Corinna

*Auf Rückfrage hinzugefügt: Schon fünf Tage Schule, aber einen Nachmittag frei.
**Klara, bitte verbessere mich, ich weiß es nämlich nicht mehr genau.
***Keine Ahnung, aber unsere Version der Geschichte ist so gut wie jede andere, war ja schließlich keiner von uns dabei, ;-).

06.10.09

Selbstbewusstsein ist was feines...


Selbstbewusstsein ist was feines, kann man nie genug von haben.

Nur wüsste ich jetzt doch gerne, welcher Teufel mich geritten hat, als ich meinem Chef glaubhaft versicherte, die Aufgabe, die er mir da stelle, sei in Nullkommanichts erledigt, üüüüberhaupt kein Problem, also echt nicht, klar bekäme er das asap*!

Und dabei natürlich überhaupt keine Ahnung hatte, worum es eigentlich ging...

Na, dann mal frohes Herumprobieren...

So long,
Corinna

*as soon as possible.

05.10.09

Zwillinge!


Was dabei herauskommt, wenn man den Jungs dem LV und dem Mosche die Familienplanung überlässt, ist ja hinlänglich bekannt, brauche ich nicht wiederholen, wird sonst langweilig.

Das Thema hat die beiden nun aber wirklich nicht losgelassen. Tagelang brüteten sie über entsprechender Fachliteratur (haha, brüten, Wortspiel) und überlegten immer zwischen Natter und griechischer Landschildkröte hin und her.

Den Ausschlag gab Minka.

Sie lehnte es schlichtweg ab, ein Zimmer mit einer Natter zu teilen, denn:

"Ich nicht traue 'Lange meins Bettche 'lafe."

Aber: "Ich traue Tsildkröte!"

So brachen die Jungs der LV und der Mosche (mit Mutze und Minka im Schlepptau) am Wochenende auf, Fakten schaffen.

Von einer Landschildkröte war die Rede, und das nur unter der Bedingung, dass ich den Namen würde aussuchen dürfen. Ich meine, da ich mich wohl drum werde kümmern müssen, soll das Tierchen wenigstens einen passenden Namen haben.

Und so darf ich jetzt als neues Familienmitglied vorstellen:



Kreisky!

...

...

...

...

...

War wirklich nur von einer Landschildkröte die Rede?

Ja, war.

Hinderte aber niemanden daran, doch noch ein Geschwisterchen für Kreisky mitzubringen:



Gina Sinowatz*!

Kreisky und Gina Sinowatz sind ganz entzückend und erwecken sogar in mir den Beschützertrieb, sie sind nämlich noch so klein, dass sie leicht gemeinsam auf meinen Handteller passen!

So, everybody: Say hello to Kreisky und Sinowatz!

So long,
Corinna

*Die Kinder nennen sie Gina, aber wirklich heißt sie natürlich Sinowatz. Weil Kreisky und Sinowatz: echtes Urgestein! Mal ganz abgesehen von der gewissen Ähnlichkeit, ;-).

04.10.09

Familienplanung...


Ach, um Gottes Villen, Zwillinge!

Na, wenigstens ist mir nicht übel.

...

...

...

...

...

hehe.

So long,
Corinna

03.10.09

Von ausgelöffelten Suppen!


Nur mal so am Rande:

Ich finde Kinder klasse, die zu dem Mist, den sie angestellt haben, stehen und die Suppe, die sie sich eingebrockt haben, auch selber wieder auslöffeln.

Ganz ohne die Hilfe von Erwachsenen.

Und ich finde Kinder klasse, die ihren Freunden dabei zur Seite stehen!

Mit anderen Worten: sie sind schon richtig so wie sie sind, die Kinder hier in unserer Nachbarschaft, soll noch mal jemand moppern kommen!

So long,
Corinna

02.10.09

Mist!


Heute.

Super Geschichte!

So gelacht!

Aber:

ich darf sie nicht erzählen.

Schade.

So long,
Corinna

01.10.09

Kleine Sorgen


Das eine Kind ist verzweifelt, weil es in der Schule ein Referat halten soll über ein Buch, dass es noch nicht gelesen hat*, das andere weint eine halbe Stunde vor Wut, weil ihm das Schloss für seinen Scooter nicht gefällt, das ich ihm gekauft habe, und das dritte schreit nicht etwa, weil es zur Tagesmutter muss, sondern wieder nach Hause.

Das Leben ist schön, wenn sonst nix ist.

So long,
Corinna

*Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Logik hinter dieser Verzweiflung überrissen habe.

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