27.01.10

Rosa


Zu der Sache mit dem Käsekuchen fällt mir eine Anekdote ein, nämlich die vom ersten, den ich jemals gebacken habe.

Das war als der LV und ich so gerade eben noch nicht verheiratet waren.

Und wenn er seine Lektion daraus nicht gelernt hat und mir trotzdem einen Heiratsantrag gemacht hat, dann hat er das Recht verwirkt, über meine Backkünste bzw. den Mangel derselben zu moppern.

Was er mittlerweile eh nicht mehr tut.

Im Gegenteil, gestern abend schlich er schon betont unschuldig um diese Chocolate Mole Tarte herum:



Aber nix, die gibt's erst heute nachmittag zum Kaffee!

Dann kann ich auch erzählen, was von ihr zu halten ist. Das Rezept las sich zwar köstlich, aber wie sie da so vor mir steht, kann ich mir noch nicht so recht etwas darunter vorstellen

Übrigens verlangt Jamie als untersten Belag für den Mürbteig Dulce de Leche, was es in unserem Vorstadtsupermarkt natürlich weder als solches noch in der Alternative gibt.

Da ist es ein wirklich, wirklich glücklicher Zufall, dass Frau... äh... Mutti erst kürzlich ausführlich schilderte, wie man diese Milchkonfitüre selber herstellt.

Es ist wirklich ganz einfach, nur sollte man mindestens anderthalb Stunden lang nichts besseres zu tun haben, als sich immer in der Nähe des Herdes herumzutreiben.

Wer größere Mengen herstellen möchte, bedenke bitte, dass das Zeug beim Abfüllen noch sackt. Deshalb das Glas nicht sofort verschließen, sondern noch einen Moment warten und eventuell nachfüllen.

Deckel drauf, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen -- sicher gibt es irgendwo Verwandte, Freunde und Bekannte, die sich über ein solches Mitbringsel freuen werden.

Aber zurück zum Käsekuchen. Ich wollte den LV also an seinem Geburtstag mit seinem Lieblingskuchen, einem Käsekuchen, überraschen, wofür ich beherzt zu einem Tütchen des beliebten Doktor O. griff und noch ein paar weitere Zutaten erstand, die man noch zusätzlich brauchte.

Außer die Milch, die hatte ich vergessen, aber die freundliche Bäckerin unter uns half gerne aus.

So mischte ich also mit viel gutem Willen alles zusammen und rührte und tat und machte... und hielt einen Moment verwirrt inne, denn plötzlich verlangte die Backanleitung, dass man das Handrührgerät auf höchster Stufe betätige.

Was eine große Herausforderung war.

Denn damals hatte ich nur ein kurbelbetriebenes, und so kurbelte und kurbelte und kurbelte ich was das Zeug hielt.

Half aber auch nicht wirklich.

Vielleicht wäre es ja besser gegangen, wenn ich daran gedacht hätte, die Milch, die ich ja extra noch beim Bäcker gekauft hatte, in die Mischung zu geben. Die stand aber, als ich mich später zufrieden in der Küche umschaute, immer noch unberührt auf dem Tisch. Mir fiel noch nicht mal gleich ein, wofür ich die eigentlich gekauft hatte...

Keine Frage, dass man mit dem Kuchen hinterher jemanden hätte erschlagen können...

Solche Last-Minute-Katastrophen passieren mir in der Küche natürlich auch heute noch:

Auf die Frage, wie Minkas Geburtstagskuchen denn sein solle, antwortete sie eindeutig: "Rosa."

Kein Problem dachte ich, und bemerkte erst viel zu spät, dass die Punschglasur, mit der ich mir den Weg abkürzen wollte, doch sehr nach Rum-Aroma stinkt riecht.



Für den rosa Puderzuckerguss, mit dem ich noch retten wollte, was zu retten war, hätte ich mich besser gleich entscheiden sollen. Aber wenigstens ist der Kuchen jetzt definitiv rosa!

Genauso wie die meisten Geschenke, die Minka heute bekam. Unter anderem ein ganz entzückendes Kleidchen aus der Schneiderei der lieben Klara:



Zur Tagesmutter schlenderte das gute, mittlerweile also schon dreijährige Kind aber ganz standesgemäß in ihrem Prinzessinnenkostüm.

Und ich genieße hier die Ruhe...

...

...

...

weil man ja an so einem hochwichtigen Geburtstag schon morgens kurz vor Sieben fix und fertig ist. Jedenfalls wenn man die Mutter ist.

Euch wünsche ich einen wirklich, wirklich schönen Tag!

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. Sieht das lecker aus... *jamjam*

    Ich warte gespannt auf den Bericht, wie er denn nun (vor allem dem Geburtstagkind) geschmeckt hat.

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  2. Herzliche Glückwünsche an die kleine große Geburtstagsprinzessin :o)

    Und, gab es denn auch eine Puppe mit Haaren? ;o))

    LG Anja

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  3. Boah sieht das toll aus!
    Und Kaffee dazu und...Perfekt!!!

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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