29.04.10

Elternsprechtag


Immer wieder erfreulich sind die Elternsprechtage an Mutzes Schule.

Früher, an ihrer Volksschule, fürchtete ich solche Termine eher, denn in den zehn Minuten, die man da zugeteilt bekam, erfuhr man nie etwas Gutes.

Schuld waren immer Mutze ("Sie ist viel zu langsam und wird nie fertig!") oder ich ("Wir haben angeboten, dass Mutze ihre Arbeiten in der großen Pause fertig macht, aber das wollen Sie ja nicht"), und die Rechtschreibung ist soundso eine große Katastrophe.

Und das wog natürlich alles viel schwerer als ihre Stärken.

In ihrer weiterführenden Schule sieht das ganz anders aus, denn:

Dort geht man ganz anders mit den Schwächen der Kinder um -- und betont, dass in einer (vermeintlichen) Schwäche auch eine große Stärke stecken kann.

Die Lehrer und Lehrerinnen an dieser Schule sprechen immer sehr positiv über die Kinder, man merkt, dass es ihnen Freude macht, mit ihnen zu arbeiten.

Ganz besonders gerne rede ich immer mit dem Lehrer für B(ildernische) E(erziehung), der einen so sympathischen, wohlwollenden aber auch genauen Blick auf und für die Kinder und Jugendlichen hat.

Es ist immer eine echte Freude, ihm zuzuhören, wenn er über seine Schüler und Schülerinnen erzählt.

Und ganz lustig ist: hatte ich gestern vor dem Elternsprechtag noch das Gefühl, einer lästigen Pflicht nachkommen zu müssen, kam ich einige Gespräche später ausgesprochen gut gelaunt aus dem Schulgebäude heraus.

Und das, obwohl Mutze sicher alles andere als ein Wunderkind ist.

Schön ist das.

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. Bin wie immer sehr neidisch auf Mutzes Schule.
    WIR haben uns mit der Schule meines Kurzen darauf geeinigt, dass es besser für beide Seiten sei, wenn er die Schule verlässt. Ebenfalls beim Elternsprechtag von vorgestern besprochen. *hmpf*

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  2. ich freu mich so für Mutze und für euch und überhaupt ! Da lohnt sich doch jeder Euro für die Privatschule, oder ?

    Wie schön, dass diese gräßliche Anfangszeit nur noch Geschichte ist.

    Weiter so!

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  3. Ja, da gibts wirklich himmelweite Unterschiede. Auch ohne Privatschule, an 2 ganz normalen Gymnasien unserer Stadt.

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  4. @ursel: wir haben die himmelweiten Unterschiede schon an zwei Volksschulen in unserem Bezirk -- die von uns aus jeweils vier Gehminuten entfernt sind. Für Mutze fiel der Würfel damals (leider) für die, in der Druck vorherrschte und in der man möglichst viele Gymnasiasten ausspucken möchte. Den Mo meldeten wir nach dieser Erfahrung flugs auf der anderen Volksschule an, und: dort ist man viel entspannter und vor allem merkt man auch den Lehrerinnen die Freude an ihrer Arbeit an. _Das_ macht so einen großen Unterschied!

    @sylvia: wir sind wirklich sehr sehr dankbar für diese Schule! Sie hat natürlich auch ihre Schattenseiten, z.B. ist es schon anstrengend, wenn die SchülerInnen den ganzen Tag aufeinander hocken, vor allem jetzt, wo sie alle in so unterschiedlichen Phasen sind. Und die Schule wird natürlich nicht preiswerter, vor allem, nachdem die Stadt die Miete für die Räumlichkeiten um das Zehnfache (!!!) erhöht hat.

    @perle: was war denn los und was ist die Alternative? Seht Ihr das auch so, dass eine Trennung die beste Möglichkeit ist?

    So long,
    Corinna

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  5. Ja, liebe Frau Mahlzahn, das sehen vor allem ICH und mein Kind so.
    Wir wechseln rüber auf die Realschule, die sich aber im selben Schultrakt befindet und hoffen, dass dann alles gut wird.
    Die Lehrer auf dieser Realschule können irgendwie doch besser mit renitenten Kindern um als das Gymnasium, das schlicht sagt: Wer auf dem Gymnasium bleiben will, muss sich seinen Stoff selber erarbeiten.
    Das ist aber nichts für meinen Nils. Der will immer gelobt werden, wenn er denn schon einmal Hausaufgaben macht. Und ich fühle mich fachlich nicht qualifiziert genug, um ihm Französisch (ich hatte Latein), Mathe (konnte man damals noch in Kl.11 abwählen ) oder Geschichte (wird leider immer noch nicht in Romanform gelehrt, dabei bleibt der Inhalt dann viel besser haften) beizubringen.
    Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann wechselt das Kind nach der 10. auf das hiesige Sportgymnasium (auf dem auch die Mutter war und der große Bruder ebenfalls schon eingeschrieben ist) und alles wird gut.

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  6. Elternsprechtage - immer ein Horror für mich.
    Und noch schlimmer war, dass ich telefonisch ständig erreichbar war.
    Mein zweites Leben begann erst, als die Kinder die Schulen abgeschlossen hatten.
    Lieben Gruß
    Lemmie

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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