04.09.10

Das Autofahren und ich


In der Familie lästert man ja gerne über mein Verhältnis zum Autofahren.

Und Mutze drängt jetzt schon seit Wochen, ich solle doch endlich mal darüber schreiben.

Ich mag nämlich nicht gerne Auto fahren.

Ich mag es so wenig, dass ich lieber meine Einkäufe nach Hause buckele, die Öffis nehme, mit dem Rad fahre, zu Fuß gehe (auch im Regen), die motzenden Kinder vor mir her treibe...

Ich fahre also nicht gerne Auto, wenn (lästert der Rest der Familie und übertreibt dabei maßlos):

Es regnet.

Die Sonne scheint.

Es dunkel ist.

Die Straße eng ist.

Die Straße breit ist.

Viel Verkehr ist.

Wenn es Gegenverkehr gibt.

Die Strecke kurvig ist.

Die Strecke hügelig ist.

Es bergauf geht.

Es bergab geht.

Auf Landstraßen.

In der Stadt.

Ich parken muss.

(Ganz besonders nicht, wenn ich parken muss!)

Jemand mitfährt.

Niemand mitfährt.

Die Kinder streiten.

Die Kinder nicht streiten (was um Gottes Villen machen sie denn dann, wenn nicht streiten?)

Und natürlich, ich erwähnte es vermutlich schon, wenn es regnet.

...

...

...

Alles freche Lästereien, die natürlich völlig überzogen sind.

In Wirklichkeit fahre ich nämlich sehr hübsch Auto.

(Zumindest dann, wenn nichts von dem oben genannten zutrifft.)

****

Als der LV sich letzte Woche kurz vor dem Campingplatz auf die Stirn schlug und "jetzt weiß ich, was ich vergessen habe: den Gaskocher!" sagte, konnte ich das ja erst mal überhaupt nicht fassen.

Ich meine, ich war am Tag vorher extra noch einkaufen!

Und hatte dabei extra grad nur so viel in den Einkaufswagen gepackt, wie ich meinte, tragen zu können.

Und meinen Rucksack unter perfekter Ausnutzung aller Lücken und Löcher randvoll gepackt und nach Hause getragen.

Und dann vergisst der Kerl den Gaskocher!

"Ich meine," sagte ich also zum LV, "wenn ich das gewusst hätte, dass Du den Gaskocher vergisst, dann hätte ich die ganzen Nudeln und das Sugo und all das andere gar nicht einkaufen müssen, und dann hätten die restlichen Einkäufe auch locker in meinen Rucksack gepasst. Und dann wäre der nicht so schwer gewesen!"

"Warum hast Du denn nicht einfach das Auto genommen?", fragte daraufhin der LV etwas irritiert.

Und ich antwortete (ebenfalls irritiert):

"Weil es geregnet hat."

...

...

...

...

(Tatsächlich hat sich mir die Frage aber gar nicht gestellt.)

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. Ja, also, das mit dem Regen, das hat mich ja FAST überzeugt *gg*
    Wenn... ja, wenn ich nicht so faul wäre...

    Autofahren ist für mich auch nicht unbedingt das schönste, aber ich sehe durchaus die Notwendigkeit...
    3 Kilometer zu laufen mit 2 kleinen Kindern, dabei Taschen und im Moment noch mit dickem Bauch- och nöööööööö.

    Aber weitere Strecken, vor allem in mir unbekannte Städte, und dann auch noch über die Autobahn- aaaaaaah! Hilfäää! =)
    Aber die Liste da oben... KÖNNTE ich auch übernehmen...

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  2. Ich muss dier eine Frage beantvorten: Wenn wir nicht streiten tauschen wir Beleidigungen aus, wie:"Mein Bruder gehört zu der Gattung
    des Homo Sapiens Idiotikus!"

    Mutze

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  3. Ich kann mir ein Leben ohne fahrbaren Untersatz gar nicht mehr vorstellen.
    Das liegt aber wohl eher daran, dass hier alles so weit voneinander entfernt ist.

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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