24.01.11

The Midnight Hour


Ich lese gerade den zweiten Teil der Kitty Norville/The Midnight Hour Serie, die ich wirklich sehr nett finde.

Und das, obwohl es so eine Werwolf- und Vampirgeschichte ist.

Und ich normalerweise Werwolf- und Vampirgeschichten überhaupt nicht mag.

Aber diese Serie gefällt mir ganz gut.*

Vielleicht gefällt sie mir auch deshalb ganz gut, weil die Protagonistin, Kitty Norville, eine Radiomoderatorin, die nebenbei auch noch eine Werwölfin ist, aus Colorado kommt, und im zweiten Teil gerade vom Congress zu einer Anhörung nach Washington, D.C., bestellt worden ist.

Und ich beides gut kenne, weil ich einige Jahre dort verbracht habe -- erst in der Nähe von Washington, D.C., dann in Colorado. Es taugt mir voll, immer genau zu wissen, wie die Orte, die sie beschreibt, aussehen und riechen.

Außerdem fällt mir hierzu eine nette Anekdote ein:

Back in Colorado I could see. The sky was big, and I could look west and always see the mountains. I always knew where they were, where I was. I needed landmarks. Here, and pretty much everywhere I'd been back East, I felt vaguely claustrophibic. Thick trees grew everywhere and blocked the horizon. Even in autumn, with their leaves dried and falling, they formed walls and I could only see the sky by looking up, not out.

Als ich zum ersten Mal nach Amerika kam, konnte ich überhaupt nicht fassen, wie groß alles war und wie viel Platz die Leute zur Verfügung hatten.

Mir kam alles unendlich weit und groß vor.

Und das war...

...

...

an der Ostküste.

Selbst in Washington, D.C., fand ich, hatten die Leute enorm viel Platz zur Verfügung, mit breiten Straßen und breiten Gehsteigen und so.

In Colorado war dann zwar alles noch viel... weiter, aber ich musste immer lachen, wenn mein Studienkumpel Tanner**, der aus Wyoming stammte, meinte, er fühle sich an der Ostküste so eingeengt, da sei alles so eng und übervoll, und das könne er gar nicht leiden.

(Ich meine, meine Referenz für eng und übervoll ist, wenn man aus Amerika kommt und in Frankfurt landet. Hallo!).

Nach zwei Jahren Colorado fuhr ich noch mal für ein paar Tage nach D.C....

Und.

War.

Das.

Alles.

Eng.

Und.

Voll.

Da.

Unglaublich, wie sich die Perspektive ändert.

(Als ich dann in Frankfurt landete, hatte ich tatsächlich Platzangst).

Andererseits, wo Kitty gerade von den dicken Bäumen spricht: nirgends ist der Herbst schöner als in West-Virginia.

Außer vielleicht in New England, aber da war ich noch nie.

So long,
Corinna

*Gefunden habe ich sie übrigens bei der Lakritzefrau. Die ja einen sehr guten Büchergeschmack hat.
**Für die liebe Freundin werde ich heute nachmittag Fotos von Tanner und Martin rauskramen, ganz bestimmt.

1 Kommentar:

  1. Danke für das tolle Kompliment mit dem guten Buchgeschmack, das freut mich :)
    Mein Chef ist derzeit übrigens in Boulder an der Uni, Forschungssemester. Er hat 1o Jahre da gelebt und gelehrt.

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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