02.02.11

Familienmuseum


Mos Klasse plant ein interessantes Projekt zum Thema "Meine Familie," das sie gerade in der Schule durchnehmen.

Eltern und Großeltern sind herzlich eingeladen, einen kleinen Text darüber zu verfassen, was in ihrem Leben so geschehen ist, als wir/sie im Alter der Kinder waren.

(Not much, in meinem Fall, meine Mutter hätte dagegen von fallenden Bomben, Evakuierung und Zwergenschule zu berichten).

Außerdem dürfen sie Gegenstände mitbringen, die eine große Bedeutung für die Familie haben, und die in der Klasse ausgestellt werden.

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Heute tagte also der Familienrat und beriet, was wir dem Mo mitgeben könnten.

Mutze: Unseren Fernseher!

LV: Der ist zu groß. Aber es würde sicher großen Eindruck machen, wenn Du die Fernbedienung mitnimmst.

F_M: Unsere Familienbibel.

LV: Streber!

Mutze (zeitgleich): Haben wir denn eine?

Als uns also so schnell nichts passendes einfallen wollte, schlug ich vor, dass jeder überlegen solle, was er mitnehmen würde, müssten wir die Wohnung fluchtartig verlassen.

LV: Die Familienalben.

F_M: Die sind das Wichtigste.

Mo: Meine Lilly!

F_M: Die als erstes.

Mutze: Meine Anlage.

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Minka: Und ich würde die Mama mitnehmen!

;-).


Im Ernst.

Ich musste wirklich erst mal darüber nachdenken, welche Gegenstände mir wichtig sind, weil eine Bedeutung an sie geknüpft ist oder sie einfach nur schön sind.

Den Bauernschrank würde ich missen, und den kleinen Geschirrschrank, außerdem die schöne alte Tischdecke.

Einen alten Koffer habe ich von meinem Großvater, inzwischen steht er in Mutzes Zimmer und beherbergt ihre Stoffreste.

Ein ganz süßes Espressogeschirr aus den -- vermute ich -- 60'er Jahren von meinen Großeltern habe ich auch noch. Das wird aber fast nie benutzt.

Außerdem eine kleine Schachtel mit ausgewählten Briefe aus den letzten 25 Jahren (als man halt noch Briefe schrieb).

Um das alte Gemälde mit dem Pferd und den Hunden wäre es schade. Obwohl schön wirklich anders ist.

Müsste ich etwas von unserem Weihnachtsschmuck retten, wäre es eine blau karierte Weihnachtskugel. Auch wenn die eigentlich nur eine mit blau kariertem Papier umwickelte Styroporkugel ist. Aber die erste, die ich dem LV geschenkt habe.

Dann noch die CD, auf der die Anekdoten aus meinem alten Grazerlei abgespeichert sind. Wenn ich sie auf die Schnelle finden würde.

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Aber so wichtig, dass ich nicht ohne diese Dinge auskommen würde?

Wozu mir jetzt übrigens das Buch Nichts. Was im Leben wichtig ist. von Janne Teller einfällt. Das mir zwar nicht besonders gefallen hat (weil es meiner Meinung nach auf falschen Prämissen aufbaut), aber trotzdem lesenswert ist.

In diesem Sinne -- gehe ich jetzt mal den verlorenen Faden suchen!

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. Oha... Dazu fällt mir grade wieder ein, dass ich noch mindestens zwei Sicherungskopien von unseren Fotos machen muss und die bei Freunden hinterlegen möchte. Nur für den Fall. Denn ich glaube, das wäre mir- außer meiner Familie selber- das wichtigste... alles andere ist irgendwie Ersetzbar...

    Und das von Minka ist wirklich süß =)

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  2. Haaaaalt, natürlich noch die Erinnerungskisten der Kinder *gg*

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  3. Durch unsere Kellerflutung bin ich gerade dabei auszumisten. In den letzten zwei Wochen habe ich sehr viele "Erinnerungsstücke" weggeworfen, von denen ich dachte, sie seien mir wichtig. Nie wieder habe ich sie angeschaut seit wir vor zehn Jahren eingezogen sind und wahrscheinlich hätte ich sie die nächsten zehn Jahre auch nicht wieder angeschaut.

    Ja, um die Fotos auf dem Rechner wäre es schade, aber sonst??? Ich würde das Meiste nicht freiwillig hergeben, aber ersetzbar ist fast alles.

    LG Anja

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  4. Ich schließe mich dem LV an und sage auch, dass die Familienalben das wichtigste sind.
    Würde es hier brennen, überfluten, gar schreckliche Dinge passieren, würde ich auch nur meinen Laptop mitschleppen, auf dem (hoffentlich) alle Bilder in digitalisierter Form enthalten sind.
    Nichts ist schöner, als alter Bilder anzusehen und in Erinnerungen zu schwelgen. Das mache ich übrigens auch immer, wenn ich meine Oma besuche - über den Alben in alten Zeiten schwelgen.
    Alles andere ist für mich Luxus, der das Leben bereichert, aber nicht unverzichtbar ist.

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  5. Ehrlich gesagt glaube ich, dass der LV das nur gesagt hat, um nicht schon wieder eine Diskussion heraufzubeschwören -- hatten wir nämlich schon mal und ich war damals ganz entsetzt, dass er lieber die Dokumente und den Rechner als die Alben retten würde, *ggg*.

    Slc

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  6. Der Mo könnte felleich' die Gemeindeschwester mit bring'!

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  7. Wunderschöner Gedankenanstoss :-))))))
    Liebe Grüsse aus Neuseeland
    Christine

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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