31.01.11

Trollwald


Ich hab' am Wochenende das halbe 12. Kapitel händisch vorgeschrieben -- weils dann schneller geht und ich nicht über jedes Wort Buchstabe für Buchstabe nachdenke (Mut zur Lücke, sozusagen)...

...

...

...

... und jetzt hab' ich den Block verloren.

Mist.

****

Projekt für diese Woche:

Vegane Ernährung.

Bin gespannt, ob sich das durchhalten lässt.

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Minka hat hier in den letzten Tagen ein rechtes Lotterleben genossen -- wird Zeit, dass sich das wieder ändert!

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Der Mo durfte am Wochenende bei einem internationalen Fechtturnier als Bahnenhelfer Zeit nehmen, und freute sich, dass sich sein Lieblingstrainer mehrmals mit ihm unterhielt -- so über das Training, die Schule und das Leben an und für sich.

****

Bin ein bisschen in Zeitnot, deshalb hier erst mal: Nichts.

So long,
Corinna

30.01.11

Das Los entscheidet!


Ich habe eine lange Liste von Blogs, in denen ich gerne vorbei schaue.

Aber wenn man mich schon fragt, dann sind meine Lieblingsblogs leicht an den Fingern einer Hand aufzuzählen.

Vorausgesetzt natürlich, dass ich an einer Hand acht Finger hätte, ;-).

Sylvia von duke im netz lese ich zum Beispiel sehr gerne.

Erstens, weil ich mich noch sehr gut daran erinnere, wie wir uns erst im Internet (vor ca. 12 Jahren) und später im Real-Life (vor ca. 10 Jahren) kennengelernt haben.

Und zweitens natürlich, weil sie eine tolle Frau mit einem reichen Erfahrungsschatz und einem guten Sinn für Humor ist.

Um so mehr hat es mich gefreut, dass sie das Grazerlei als eines ihrer Lieblingsblogs
genannt hat.


Obwohl...

...

...

...

Themenvielfalt.

Na ja.

Manchmal schreibe ich von Minka.

Dann vom Mo.

Und gelegentlich von Mutze.

Ob das nun schon als Themenvielfalt qualifiziert, weiß ich ja nun nicht, ;-).

Verbunden mit dem Award ist eine Aufgabe, dessen Zielsetzung ich klass' finde:

Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an’s Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Nur stellt es mich vor ein kleines Problem:

3- 5 Lieblingsblogs,

soll man nennen,

die du [...] in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar – Funktion informierst, dass sie getaggt wurden.

Dass ich mehr als fünf Lieblingsblogs habe, betrachte ich mal als zu vernachlässigendes Detail, aber...

...

...

...

Ich wüsste nicht, wen ich zuerst nennen sollte!

Deshalb habe ich meine Lieblingsblogs -- mit Ausnahme von duke im netz, weil Sylvia den Award schon bekommen hat -- aufgeschrieben und die Glücksfee entscheiden lassen, in welcher Reihenfolge ich sie nenne:





Und so entscheidet das Los:

Pieps -- deren Abenteuer im Hause Mahlzahn mit Spannung verfolgt werden!

Danach folgt quasi ein Doppelblog: Jamie, Tim & Co lese ich immer wieder gerne, weil Irina erstens toll schreibt und zweitens einfach Lust auf Küche macht.

Weil ihr Blog aber schon einige LeserInnen hat, habe ich mich für das Zweitblog La Boulangerie entschieden, weil es einer meiner Neujahrsvorsätze ist, endlich zu lernen, wie man gutes Brot backt.

Ganz besonders gerne mag ich die Blognachbarschaft zu gut.böse.jenseits, die in diesem Falle wörtlich zu nehmen ist.

Blut ist dicker als Wasser, und ich bin froh, dass Frau Currywurst nach ihrem Abstecher in den Untergrund die Imbissstube wieder eröffnet hat.

Vull gerne lese ich bei Maufeline, weil sie so einen klasse Sinn für Humor hat (und ihre Kinder so schöne Augen).

Last not least ist Montagsmusik immer ein Grund (und manchmal der einzige), sich auf den Montag zu freuen. Die Musik taugt mir voll und am liebsten mochte ich bisher dieses Lied.

(Das kam so gut und half beim Runterkommen, nachdem sich der Mo und Minka hier eine prima Prügelei geliefert hatten. So richtig mit einem Tropfen Blut und so. Und Minka war nicht die, die den Kampf verloren hat...)

In diesem Sinne: Danke, Sylvia!

"Talentierte Leute..."

Wow!

Ich geb's wirklich gerne weiter!

So long,
Corinna

28.01.11

Fernsehen


Kranke Kinder dürfen bei uns natürlich am frühen Morgen fernsehen, selbst wenn sie schon vier Jahre alt sind.

Vierjährige kranke Kinder dürfen sogar...

...

...

...

grellrosane Barbie-Filme anschauen.

(Örgxs).

So long,
Corinna

27.01.11

Purzelbaum!



Königliche Glückwünsche zum Geburtstag, Minka!

So long,
Corinna

26.01.11

Verboten


Heute morgen haben Minka und ich uns auf die Couch gekuschelt und etwas ganz Verbotenes gemacht:

Nämlich Fernsehen geschaut.

Das ist, mal rein pädagogisch gesehen, ein absolutes No Go bei uns.

Also am frühen Morgen, meine ich.

Obwohl wir zugeben mussten, dass es wirklich sehr gemütlich war.

"Aber das können wir nicht so oft machen," sagte ich, und:

"Nee, das könn'ma nich' so oft machen," antwortete Minka, die selbst noch gar nicht fassen konnte, was da gerade geschah.

"Weißt Du was, Minka," sagte ich breit grinsend, "das macht man nur, wenn man drei Jahre alt ist."

"Ja," grinste Minka sehr breit zurück, "das mach'ma nur, wenn'ma drei Jahre alt sind."

Deal.

So long,
Corinna

Freies Fechten


"Wäh," erzähle ich heute morgen beim Frühstück dem Mo, "wir haben gestern zum ersten Mal frei gefochten -- und ich hab' vulles Rohr verloren."

"Ach, Mama," tröstet mich der Mo, "das war doch das erste Mal."

"Aber deshalb muss man ja nicht gleich verlieren," jammere ich trotzdem in meinen Kaffee hinein.

Und auch noch so...

...

...

wenig elegant.

Was wir uns da zusammengefochten haben, war ziemlich chaotisch und hatte (zumindest auf meiner Seite) wenig mit dem zu tun, was wir in den letzten Monaten trainiert haben.

(Ich hatte auch nicht wirklich den Eindruck, dass der Trainer sehr erfreut von dem Gemetzel war).

Und der glatte Nierendurchstoß (der einer gewesen wäre, wäre das Florett scharf gewesen) schmerzt.

Zumindest seelisch.

Wenigstens hat mein einer Treffer wirklich gesessen!

Nicht beim ersten Ausfall, aber immerhin nach einem Doppel-Radobbio.

Den ich mir mal beim Mo abgeschaut hab' und der wirklich klass' ist.

Was ich jetzt natürlich noch mal umgehend demonstrieren muss.

Mein geschundener Arm hält zwar nicht viel davon, dass wir uns vor der Schule schnell noch ein Luftgefecht liefern -- bei dem der Mo so freundlich ist, mich einen Lufttreffer landen zu lassen -- aber der Laune tut es gut*.

Trotzdem: Grumpf.

Das muss besser werden!

So long,
Corinna

*Auch Mutze hatte ihren Spaß und überlegt, ob sie nicht auch mit dem Fechten anfängt.

25.01.11

Sekretärin


Rufe gerade den auf Geschäftsreise weilenden LV an und erzähle, der Finanzierungsberater habe wegen eines Termins angerufen, ob er, also der LV, am nächsten Mittwoch vormittags Zeit habe.

Sagt der -- auf Geschäftsreise weilende -- LV, das wisse er jetzt so genau auch nicht, aber ich solle mich doch mal bitte mit seiner Projektassistentin in Verbindung setzen, die könne mir das sagen...

...

...

...

Ähm.

...

...

...

I glaub', i hab' grad Kaffeepause, ;-).

So long,
Corinna

24.01.11

Montag!


Montag is'!

(Und ein ganz besonders schöner noch dazu.).

So long,
Corinna

The Midnight Hour


Ich lese gerade den zweiten Teil der Kitty Norville/The Midnight Hour Serie, die ich wirklich sehr nett finde.

Und das, obwohl es so eine Werwolf- und Vampirgeschichte ist.

Und ich normalerweise Werwolf- und Vampirgeschichten überhaupt nicht mag.

Aber diese Serie gefällt mir ganz gut.*

Vielleicht gefällt sie mir auch deshalb ganz gut, weil die Protagonistin, Kitty Norville, eine Radiomoderatorin, die nebenbei auch noch eine Werwölfin ist, aus Colorado kommt, und im zweiten Teil gerade vom Congress zu einer Anhörung nach Washington, D.C., bestellt worden ist.

Und ich beides gut kenne, weil ich einige Jahre dort verbracht habe -- erst in der Nähe von Washington, D.C., dann in Colorado. Es taugt mir voll, immer genau zu wissen, wie die Orte, die sie beschreibt, aussehen und riechen.

Außerdem fällt mir hierzu eine nette Anekdote ein:

Back in Colorado I could see. The sky was big, and I could look west and always see the mountains. I always knew where they were, where I was. I needed landmarks. Here, and pretty much everywhere I'd been back East, I felt vaguely claustrophibic. Thick trees grew everywhere and blocked the horizon. Even in autumn, with their leaves dried and falling, they formed walls and I could only see the sky by looking up, not out.

Als ich zum ersten Mal nach Amerika kam, konnte ich überhaupt nicht fassen, wie groß alles war und wie viel Platz die Leute zur Verfügung hatten.

Mir kam alles unendlich weit und groß vor.

Und das war...

...

...

an der Ostküste.

Selbst in Washington, D.C., fand ich, hatten die Leute enorm viel Platz zur Verfügung, mit breiten Straßen und breiten Gehsteigen und so.

In Colorado war dann zwar alles noch viel... weiter, aber ich musste immer lachen, wenn mein Studienkumpel Tanner**, der aus Wyoming stammte, meinte, er fühle sich an der Ostküste so eingeengt, da sei alles so eng und übervoll, und das könne er gar nicht leiden.

(Ich meine, meine Referenz für eng und übervoll ist, wenn man aus Amerika kommt und in Frankfurt landet. Hallo!).

Nach zwei Jahren Colorado fuhr ich noch mal für ein paar Tage nach D.C....

Und.

War.

Das.

Alles.

Eng.

Und.

Voll.

Da.

Unglaublich, wie sich die Perspektive ändert.

(Als ich dann in Frankfurt landete, hatte ich tatsächlich Platzangst).

Andererseits, wo Kitty gerade von den dicken Bäumen spricht: nirgends ist der Herbst schöner als in West-Virginia.

Außer vielleicht in New England, aber da war ich noch nie.

So long,
Corinna

*Gefunden habe ich sie übrigens bei der Lakritzefrau. Die ja einen sehr guten Büchergeschmack hat.
**Für die liebe Freundin werde ich heute nachmittag Fotos von Tanner und Martin rauskramen, ganz bestimmt.

23.01.11

The next three days...


Seien wir ehrlich: Russells neuer Film ist nicht wirklich gut.

Um nicht zu sagen: er ist...

...

...

...

nicht wirklich gut.

Was ihm aber verziehen sei.

Weil der Film nämlich zum aller -- und ich meine: aller -- größten Teil aus Nahaufnahmen von Russell besteht, wie er gerade verliebt, verletzt, verzweifelt... und/oder wild entschlossen schaut.

Am besten war natürlich die Szene, in der er seinen Sohn von einer Party abholen will, und eine Freundin meiner Gastmutter ihm sagt, dass die Kinder im Zoo seien.

Was mich daran erinnert, wie sich meine Gasteltern damals, vor mittlerweile über 25 Jahren den Kopf darüber zerbrochen haben, ob sie nicht doch irgendjemanden kennen, der Harrison Ford kennt.

"God," sagte meine Gastmutter damals, "we gotta know someone."

Aber leider, nein.

Statt dessen gaben sie mir kürzlich den guten Tipp, mal in Wyoming in einen Autounfall oder Bergnot zu geraten.

Denn dann stünden die Chancen gut, von Harrison Ford gerettet zu werden.

Der, so sagten sie, würde nämlich so gerne Hubschrauber fliegen, dass er es ehrenamtlich für die Rettung täte.

Bin mir aber nicht sicher, ob ich es wirklich darauf ankommen lassen werde, wenn ich das nächste Mal nach Wyoming komme...

So long,
Corinna

Online


Oi.

Wieder online.

Mit einem neuen Komplettpaket.

Dieses bedingt auch, dass wir eine neue Festnetznummer haben.

Bitte melden, wer sie gerne hätte oder bräuchte.

So long,
Corinna

18.01.11

Montag!


Gut, richtiges Pflichtbewusstsein ist anders, aber an manchen Orten dieser Welt, wie zum Beispiel in Kalifornien, ist genau jetzt noch Montag, ganz sicher.

Also bin ich doch noch in der Zeit.

Irgendwie.

Ein bisschen.

****

Trollwald

Eine hoffentlich recht lässige Geschichte in mehr als 8 Kapiteln

Von Frau_Mahlzahn

11.

Vor Malins Augen verschwamm alles. Undeutlich konnte sie erkennen, dass Jarne auf der anderen Seite der Schlucht stand, ihr hektisch zuwinkte und irgendetwas zurief. Hinter sich hörte sie das Gebrüll der Trolle und wusste, dass sie jetzt springen musste, wenn sie ihnen entkommen wollte. Sie versuchte, einen Fuß zu heben, doch er fühlte sich an wie Blei und war mindestens genauso schwer. Sie konnte sich nicht erklären, wie sie eben noch voller Energie durch den Wald hatte rennen können, aber jetzt die Kraft zum Sprung nicht mehr aufbringen konnte.

Dann fiel ihr Jarnes grinsender Blick ein, als er gesehen hatte, dass sie von den giftgrünen Beeren gegessen hatte. Ein gutes Zeug, kicherte sich, doch im nächsten Moment wurde sie wieder ernst.

Jetzt oder nie.

Sie sprang.

Aber schon im Flug merkte sie, dass es nicht ausreichen würde, die andere Seite zu erreichen.

Sie fiel, und in ihren Ohren vermischte sich das Rauschen des Falles mit dem hämischen Gebrüll der Trolle, Jarnes Schreien und etwas, von dem sie nur vermuten konnte, dass es ihr eigenes, verzweifeltes Geschrei war. Den Aufprall spürte sie nicht.

****

Sie lag wie auf Wolken und streckte ihre Nase in das warme Sonnenlicht, das sie schon so lange vermisst hatte. Sie genoss den Geruch taufrischen Grases und frischer Blumen, im Hintergrund hörte sie die vertrauten klappernden Geräusche aus dem Stall, in dem ihr Vater die Tiere versorgte. Ihre Mutter rief aus dem Küchenfenster, dass das Essen fertig sei und Malin und Jarne sich die Hände waschen sollten, bevor sie zu Tisch kamen.

Doch sie war viel zu träge, um aufzustehen und wollte nur die Sonne genießen, die sie so viele Tage vermisst hatte. Sie streckte ihre Hand aus und griff Jarnes Hand. Sie konnte immer noch nicht glauben, dass er endlich nach Hause zurück gekehrt war und jetzt neben ihr im Gras lag. Seine Hand war eiskalt. Erschrocken wollte sie hochfahren, doch sie konnte sich nicht bewegen. Die Stimme ihrer Mutter wurde lauter, fordernder und ging schließlich in ein unerträgliches Gebrüll über, das Klappern aus dem Stall wurde immer bedrohlicher.

Malin riss die Augen auf.

****

Sie lag wie auf Wolken und alles um sie herum war in helles Licht getaucht. Sie hätte sich bei dem Sturz eigentlich alle Knochen brechen müssen, deshalb dachte sie im ersten Moment, dass sie tot war.

Doch als das Licht um sie herum unruhig zu flackern begann, erkannte sie die Irrlichter, die ihren Fall aufgefangen oder wenigstens gebremst hatten. Über sich hörte sie immer noch das Geschrei der Trolle, die gerade anfingen, Steine auf sie hinunter zu schleudern.

Sie warf sich zur Seite und suchte Schutz an der Wand der Schlucht. Doch als sie ein Stein an der Schulter traf, kroch sie weiter an der Wand entlang, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, sich zu verstecken.

Die Irrlichter folgten ihr und sie versuchte, sie zu verscheuchen. Aber je mehr sie sie mit den Händen zu vertreiben versuchte, desto hektischer flogen sie um sie herum.

Wenn sie sich doch nur einmal entscheiden könnten, auf wessen Seite sie nun standen! Wollten sie ihr nun helfen oder schaden, oder wussten sie es einfach selber nicht so genau?

Von oben hörte sie das bellende Gelächter der Trolle und das Surren der Steine, die weiterhin auf sie hinabprasselten. Sie hob die Arme schützend über den Kopf, stand auf und rannte so schnell sie konnte. Was in ihrem Zustand, zugegebenermaßen, nicht besonders schnell war. Wenigestens gab es hier unten keine Wurzeln und Büsche, über die sie hätte stolpern können. Die Irrlichter verfolgten sie noch eine Weile, dann aber wurde es ihnen zu langweilig und sie ließen von ihr ab.

Jetzt fiel es auch den Trollen schwerer, sie zu verfolgen. Sie warfen bei weitem nicht mehr so viele Steine auf sie, und die, die sie warfen, prallten von den Wänden der Schlucht ab und verfehlten ihr Ziel bei weitem. Malin kauerte sich in den Schutz der Dunkelheit und dachte nach.

Sie konnte nicht abschätzen, wie tief sie wohl gefallen sein mochte, und wie um alles in der Welt sie wieder aus dieser Schlucht herauskommen sollte. Zuerst einmal musste sie sich vor den Trollen in Sicherheit bringen, doch sie fürchtete, dass sie sich dabei zu weit von der Stelle entfernte, an der sie gestürzt war, und Jarne sie nicht mehr finden würde.

Und selbst wenn sie selber einen Ausweg fand, würde sie sich sicher im Wald verlaufen, denn sie hatte schon lange die Orientierung verloren. Ohne Jarnes Hilfe wäre sie also verloren, denn alleine, das wusste sie inzwischen, würde sie diesen verfluchten Wald nicht mehr lebend verlassen.

Sie fragte sich, wie Jarne es wohl geschafft haben mochte, hier so lange zu überleben, ganz auf sich allein gestellt.

Oder gab es vielleicht doch jemanden, der ihm geholfen hatte?

Über sich hörte sie einen leisen Pfiff, doch als sie hinauf schaute, konnte sie nichts erkennen.


...

...

...

usw.

So long,
Corinna

17.01.11

Funzt!


Danke, Maufeline, es funzt auch mit einem Dinkelvollkornteig!




(etc.)

...

...

...

...



Schön langsam wird's...

...

...

...

...




Sehr, sehr lecker, bisher das beste, das mir je aus dem Backrohr kam.

Sogar die Kruste ist klass'!

So long,
Corinna

Heavy weather content



Ist zwar schon noch sehr früh für das erste Eis des Jahres -- aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen.

So long,
Corinna

16.01.11

Because I said so!


Erinnert Ihr Euch noch an Dawn Meehan, die vor einigen Jahren mit einer Ebay-Auktion innerhalb von Stunden für weltweites Aufsehen gesorgt und Millionen von Leuten dazu gebracht hat, sich vor Lachen in die Hose zu machen?

In dieser Auktion hatte sie einen Satz Pokemon-Karten versteigert, den einer ihrer Söhne ihr beim Einkaufen heimlich in den Einkaufswagen geschmuggelt hatte, und dabei ihren Einkaufstrip mit ihren sechs Kindern beschrieben.

(Dafür hier entlang -- vorher besser noch einmal zum Klo gehen, sonst geht's Euch wie mir damals, ;-)).

Seitdem hat sie zwei Bücher veröffentlicht, ein ziemlich humorvolles Blog geschrieben...

...

...

...

... aber leider auch eine rasante Talfahrt erlebt, denn in ihrem Leben geht derzeit alles den Bach runter -- Trennung, schwere Depression bei zweien ihrer Söhne, Geldsorgen, etc.

Aber irgendwie schafft sie es immer noch, Gutes in den Dingen zu entdecken.

Solltet Ihr also damals auch so sehr über die Pokemon-Geschichte gelacht haben, dann schaut doch auch jetzt, wo's nicht so rund läuft, mal bei ihr vorbei:

Because I said so!.

So long,
Corinna

Einer darf bleiben


Das einzig Schöne an Nach-Weihnachten ist ja, dass einem die Wohnung so unendlich groß vorkommt, wenn der Weihnachtsbaum weg und der Weihnachtsschmuck ordentlich im Keller verstaut ist.


Dieser Weihnachtsmann darf aber bleiben, denn der arme Kerl ist mir einmal runter gefallen und hat sich dabei beide Beinchen gebrochen. Das eine ist einigermaßen verheilt, aber das andere wird wohl immer steif bleiben.

So long,
Corinna

13.01.11

Große Aufregung im Hause Mahlzahn!


Große Aufregung im Hause Mahlzahn.

Besonders bei allen Mahlzahns, also einer, unter einem Meter zehn.

Denn Minka und ich gehen heute und morgen Kindergärten anschauen.

Meine Güte, ist das auch schon wieder so weit.

****

Wann ich denn mal wieder auf einen Kaffee vorbei käme, fragt der beste Pastoralassistent von allen, und ich sage: "Wenn ich endlich die zwei Bewerbungen geschrieben habe, die ich schon lange fertig haben wollte, und wenn das zehnte Kapitel von Trollwald geschrieben ist."

"Das elfte Kapitel!", ruft da der beste Zivildiener von allen aus dem Hintergrund, denn man muss sich ja Ziele setzen.

"Okay," sage ich, "also am Montag."

Heute also das zehnte, am Montag das elfte.

Oder so.

****

Trollwald

Eine hoffentlich recht lässige Geschichte in mehr als 8 Kapiteln

Von Frau_Mahlzahn

10.

Malin hätte nicht sagen können, wie spät es wohl sein mochte, denn nur wenige Sonnenstrahlen konnten sich durch die dichten Baumwipfel kämpfen. Immer wieder musste sie Wurzeln ausweichen, die sich ihr in den Weg stellten. Um ihre Nase tanzten einige Irrlichter, die sie aber mehr irritierten als ihr halfen.

In diesem Wald schien sich wirklich alles gegen sie verschworen zu haben. Mittlerweile war es ihr egal, wohin die Trolle sie wohl führen mochten, Hauptsache, sie kamen bald an.

Die beiden Trolle, die hinter ihr gingen, stießen sie immer wieder an, doch als sie merkten, dass sie nicht schneller gehen konnte, wurde es ihnen bald zu langweilig. Sie unterhielten sich in etwas, das man kaum eine Sprache nennen konnte, sondern eher einer Mischung aus heiserem Bellen und dem verzweifelten Schreien eines Lammes auf der Schlachtbank glich. Malin wollte lieber nicht wissen, worüber sie sprachen und versuchte, ihre Stimmen so gut wie möglich auszublenden, und sich nur noch auf den Weg zu konzentrieren.

Sie musste so sehr auf ihre Schritte achten, dass sie gar nicht bemerkte, dass die Stimmen hinter ihr verstummten. Auch die dumpfen Schläge der Keule, die auf ihre Köpfe prallte, hörte sie nicht. Nur flüchtig nahm sie wahr, dass es um sie herum immer heller wurde. Es war ein diffuses, flackerndes Licht, das auch den Trollen zunächst nicht aufgefallen war. Erst als es nicht mehr zu übersehen war, begannen sie wild mit den Händen zu fuchteln, um sie zu vertreiben. Das Seil, an dem sie Malin hinter sich her zerrten, fiel dabei unbemerkt zu Boden.

Wieder versuchte eine Wurzel, sich um ihren Unterschenkel zu schlingen, und sie konnte nur mit Mühe ausweichen. Als sie einen Schritt zur Seite machte, packte sie jemand am Arm und zog sie ins Dickicht.

Jarne! Endlich!

Doch als er sich mit sich ziehen wollte, verfing sich das Seil im Unterholz. Sie stolperte und fiel zu Boden. Hilflos schaute sie zu ihrem Bruder, der ein Messer aus seinem Gürtel holte und sie von ihren Fesseln befreite. Während sie sich ihre schmerzenden Hände rieb, beobachtete sie, wie er es wieder einsteckte. Darüber würde sie später noch ein Wörtchen mit ihm reden, doch jetzt war sie dankbar, dass er sie befreit hatte.

Er half ihr auf die Beine und zog sie weiter. Bevor sie im Dickicht verschwanden, drehte sie sich ein letztes Mal zu den Trollen um und sah, dass die, die vorher hinter ihr gegangen waren, bewusstlos am Boden lagen. Wie auch immer ihr Bruder es angestellt hatte, sie völlig unbemerkt auszuschalten, es hatte gewirkt. Die anderen Trolle hatten ihre Flucht noch nicht bemerkt und kämpften weiter mit den Irrlichtern, die immer noch unruhig um sie herumtanzten.

Obwohl sie schon fast am Ende ihrer Kräfte war, bemühte sie sich, Jarne so schnell wie möglich zu folgen. Dennoch merkte sie, wie er langsam ungeduldig wurde, weil sie es nicht schaffte, mit ihm aufzuschließen. Sie wusste selber, wie wichtig es war, Raum zu gewinnen bevor die Trolle sie vermissten, aber es ging einfach nicht schneller.

Außerdem machte sie viel zu viel Lärm. Mehr als einmal drehte sich Jarne zu ihr um und legte den Finger auf den Mund, doch sie konnte nichts daran ändern.

Sie waren noch nicht weit gekommen, als sie hinter sich das laute Geschrei der Trolle hörten, die endlich ihre Flucht bemerkt hatten und in wenigen Minuten bei ihnen sein würden, wenn sie nicht endlich vorwärts kamen.

Mit schnellen Schritten lief Jarne zu ihr zurück und zerrte sie ins Gestrüpp. Dort schnitt er mit dem Messer einige Äste und Zweige ab, so dass eine Art Höhle entstand, in die er Malin schob. Mit den Zweigen deckte er das Loch wieder zu, bis man es von außen nicht mehr sehen konnte. Dann entfernten sich seine Schritte schnell. Auch wenn sie nicht wusste, was er vorhatte, wagte sie nicht, sich zu bewegen.

Nur kurze Zeit später näherten sich die Trolle mit trampelnden Schritten. Sie mussten sehr dicht an ihrem Versteck sein, denn ihr penetranter Gestank drang selbst durch das Gebüsch zu ihr durch. Sie musste sich die Nase zu halten, um den Brechreiz zu unterdrücken.

Zu ihrem Glück überdeckte der Gestank auch ihren eigenen Geruch, denn sonst hätten die Trolle ihre Angst sicher riechen müssen. Nur wenige Schritte von ihrer Höhle entfernt blieben sie stehen, um sich zu orientieren. Sie hörte – und roch! – wie einer der Trolle auf ihre Höhle zukam, und mit einem Stock Äste und Zweige der Büsche beiseite schob.

Wie konnte er nur wissen, dass sie sich hier versteckte?

Gerade hatte der Troll mit seinem Stock die Zweige ihres Verstecks gestreift, als ihn ein Schrei ablenkte. Deutlich erkannte sie die Stimme ihres Bruders. Der Troll schlug noch einmal auf den Busch, dann rannte er den anderen hinterher, die schon in die Richtung liefen, aus der der Schrei gekommen war. Bald konnte Malin das Gebrüll und Getrampel der Trolle nur noch gedämpft hören.

Erleichtert lehnte sie sich zurück. Sehen konnte sie in dieser Dunkelheit nichts, doch nachdem sich der Gestank der Trolle endlich verzogen hatte, nahm sie neben sich einen deutlich angenehmeneren Geruch wahr. Sie tastete die Zweige ab und fühlte Beeren.

Eine zerquetschte sie zwischen den Fingern und roch daran. Sie konnte den Geruch zwar nicht einordnen, aber es roch nicht schlecht. Sie kostete das Mus, das sie vage an Blaubeeren erinnerte. Gierig stopfte sie sich so viele Beeren in den Mund, wie sie greifen konnte, und erst als sie sich halbwegs gestärkt fühlte, aß sie langsamer.

Mittlerweile hatte sie schon lange keine anderen Geräusche mehr gehört als ihr eigenes Kauen, und so schreckte sie auf, als plötzlich die Äste, die ihr Versteck tarnten, zur Seite geschoben wurden und sich eine Gestalt zu ihr in die Höhle schob.

Wie zum Teufel hatte es Jarne nur geschafft, sich völlig geräuschlos anzuschleichen?

Mit ihm kamen einige Irrlichter in die Höhle, die ein wenig Licht spendeten.

Jetzt sah Malin die Beeren, von denen sie eben gegessen hatte. Sie waren dunkelgrün und hätte sie sie vorher gesehen, hätte sie sie aus Sorge, dass sie giftig sein könnten, niemals angerührt.

Doch jetzt war es zu spät.

Als Jarne ihren besorgten Blick sah, grinste er breit. Sie war sich nicht sicher, ob sie dieses Grinsen wirklich beruhigte.

Er nahm ihre Hand und zog sie aus der Höhle. Zufrieden merkte sie, dass sie nach der Stärkung sehr viel sicherer auf den Beinen war und schneller laufen konnte. Diesmal musste er sich nicht mehr ständig nach ihr umdrehen, um zu sehen, ob sie ihm auch folgte.

Nach einer ganzen Weile wurde er langsamer und sie spürte seine Anspannung. Hören konnte sie nichts, aber dann roch sie den typischen üblen Gestank der Trolle. Sie mussten ganz in der Nähe sein, denn der Geruch wurde bald intensiver. Aber sie konnte nicht einordnen, woher er wohl kommen mochte. Entsetzt schaute sie Jarne an – noch eine Verfolgungsjagd würde sie wohl kaum bewältigen.

Doch als auf einmal schwere Gestalten von den Ästen über ihnen hinunter sprangen, fegte sie ihre Bedenken beiseite, nahm die Beine in die Hand und sprintete Jarne hinterher.

Wenn sie diesen verdammten Wald jemals lebend verlassen würde, dachte sie dabei, würde sie ihn sicher nie mehr betreten!

Außer vielleicht, um noch einmal nach diesen merkwürdigen Beeren zu suchen. Die waren nun wirklich nicht schlecht gewesen.

Als sie und Jarne den Abgrund erreichten, über den sie schon einmal gesprungen war, stoppte sie abrupt. Ihr wurde schwindelig und sie musste aufpassen, dass sie nicht das Gleichgewicht verlor und abstürzte.

Ihr Bruder war schon auf die andere Seite gesprungen, doch sie konnte ihre Füße nicht vom Boden lösen.

Hinter ihr brachen die Trolle durch das Dickicht.


****

So.

Jetzt wird's aber mal wirklich Zeit für den finalen Show-Down.

Bevor das noch in Stress ausartet.

So long,
Corinna

12.01.11

Warum man seine Kinder einfach lieben muss!


Bei uns ist ja noch alles hochherrschaftlich weihnachtlich dekoriert.

Weil wir nämlich die Kerzen am Weihnachtsbaum noch einmal anzünden wollen, aber bisher noch keine gemeinsame Zeit gefunden haben.

Eben entdeckt: Damit es Maria und Josef und dem Baby nicht kalt ist, hat Minka ihnen eine kleine Feuerstelle in den Stall gestellt.


Nur einer der Gründe, aus denen man seine Kinder einfach lieben muss!

So long,
Corinna

P.S.: Und ja, es war ganz sicher mindestens ein Frosch im Stall in Bethlehem dabei.

Winterschlaf


Der LV hatte mit so viel Geschick und Mühe eine Überwinterungskiste für Kreisky und Sinowatz gebaut, die ganze Familie bei einem lustigen Herbstspaziergang säckeweise Laub gesammelt, aber die widrigen Wetterumstände haben uns fast ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Erst war's viel zu schnell viel zu kalt, und dann viel zu schnell viel zu warm.

Deshalb haben wir Kreisky und Sinowatz etwas früher als geplant wieder aus dem Winterschlaf geweckt.


Und ich muss schon sagen.

Da ist man dann ja doch dankbar, wenn beide Tiere auch wirklich wieder aufwachen.

So long,
Corinna

11.01.11

Übrigens...


... Dirndl kaufen ist echt Schwerstarbeit und ich bin mächtig ins Schwitzen gekommen.

Tausend Knöpfe, Haken und Ösen, und immer wenn ich japste, das Dirndl bräuchte ich vielleicht doch lieber eine Nummer größer, meinten die Damen:

"Nein, nein, das muss so."

...

...

...

Aber endlich mal was, für das ich die richtige Oberweite habe.

Wenn ich damit nicht so... anders aussehen würde, könnt' ich mich fast gewöhnen.

Meine große Sorge bei der Sache mit der Tracht ist übrigens, dass es bei uns nicht wirklich authentisch ist.

Andererseits sind wir jetzt schon bei so vielen Anlässen gerade deshalb aufgefallen, weil wir nicht in Tracht gekleidet waren, dass wir es vermutlich mit viel weniger tun.

So long,
Corinna

Jetzt is' fix!



Wie ich schon sagte, aus der Nummer komme ich nicht mehr raus.

So long,
Corinna

P.S.: Ein besseres Bild reiche ich bei Gelegenheit nach.

10.01.11

Nicht nur eingebildet


Ich hab' mir tatsächlich nicht nur eingebildet, dass ich das gesagt habe.

Eine liebe Freundin hat mich gerade daran erinnert, dass ich sogar Nägel mit Köpfen gemacht und mich am Nachmittag mit ihr zum Tracht-Shoppen verabredet habe.

Weil wenn schon, denn schon.

Ich glaub', aus der Nummer komme ich nicht mehr raus.

So long,
Corinna

08.01.11

Schmales Brett


Habe ich mich gestern tatsächlich sagen hören, dass ich dieses Jahr -- heuer, sozusagen -- gerne auf den Bauernbundball mitkomme?

Wie bin ich denn auf das schmale Brett gekommen?

So long,
Corinna

06.01.11

Längsee


Bisher kannten wir den Kärntner Längsee ja nur als liebsten Aufenthaltsort im Sommer, heute ist er auch zu unserem liebsten Winterort geworden.


Nun kann ich zwar weder besonders gut Schlittschuh laufen noch (überhaupt) Eishockey spielen, aber die Kombination hat's gemacht.

Mann, war das ein schöner Tag heute!

Und auch Minka fand, dass man beim Eishockey spielen am besten Schlittschuh laufen lernt.


Ganz aufgeregt war sie, dass sie endlich groß genug ist, um die Sache mit dem Eisrutschen mal auszuprobieren, und geschickt hat sie sich angestellt.

Aber so was von.

Die Ausrüstung haben wir gleich im Auto gelassen, denn da fahren wir in den nächsten Tagen sicher noch mal hin.

In diesem Sinne wünsche ich einen ähnlich schönen Tag gehabt zu haben.

So long,
Corinna

05.01.11

Mist!


Gerade gefunden*.

Bin dann mal eben zehn Minuten weg.

So long,
Corinna

P.S.: Danke, Maufeline, ;-).

04.01.11

I promise you, this will not be your life...


Frage den besten Pastoralassistenten von allen, ob man den Termin für den Erstkommunions-Elternabend noch verschieben könne, und er sagt leider:

"Leider nein".

Ob er denn dann möglichst kurz dauern werde, und man uns schnell durch die wichtigsten Informationen hecheln könne, frage ich weiter.

(Dafür, dass keiner Fragen stellt, würde ich dann schon sorgen).

Er sagt aber wieder nein und fragt:

"Warum eigentlich?"

"Na, weil," antworte ich, "Russells neuer Film genau an dem Tag im Kino anläuft."

Und weil ich jemanden kenne, die jemanden kennt, die in einer Szene mit ihm mitgespielt hat.

Was mich quasi zu einem guten Kumpel von ihm macht.

...

...

...

...

Überzeugendes Argument.

Aber trotzdem: keine Chance.

So long,
Corinna

P.S.: Russell und Liam in einem Film = Doppelhimmel.

02.01.11

Selfrescuing Princess


"Pass mir bloß auf meine Mutze auf," sagte ich zu ihrem besten Kumpel Flo, als der sie für's Kino abholen kam.

Und Mutze sagte: "Keine Sorge, Ma, das kann ich schon selber."

Stimmt, ich vergaß.

Selfrescuing Princess.

(Trotzdem. War doch schon dunkel und so.)

"Mutze," rief der LV den beiden also hinterher: "Pass mir gut auf den Flo auf!"

So long,
Corinna

P.S.: Ui, Montag ist!

01.01.11

Andererseits...


Andererseits bemerkte ich ja schon einmal, dass es ein Zeichen von Pflichtbewusstsein und Disziplin sei, wenn die Sachen dann fertig sind, wenn sie fertig sein sollen.

Et voilà, püntklich zum ersten Tag des Neuen Jahres:

Trollwald

Eine hoffentlich recht lässige Geschichte in mehr als 8 Kapiteln

Von Frau_Mahlzahn

9.

Als Malin den Wald erreichte und sich mit einem Satz in den Schutz der Bäume und Büsche retten wollte, prallte sie ab. Wie schon so viele Male vorher hatten sich die Büsche vor ihr wie eine Mauer verdichtet und ließen sie nicht vorbei. Panisch versuchte sie es an einer anderen Stelle, doch auch dort gab es kein Vorbeikommen. Hinter sich hörte sie das bestialische Gebrüll der Trolle, die jetzt nur noch wenige Schritte von ihr entfernt waren.

Als sie sich schon verloren glaubte, griff endlich eine Hand aus dem Unterholz nach ihr, zog sie ins Gebüsch und zerrte sie weiter mit sich. Verdammt, dachte Malin, das hätte Jarne ruhig auch früher machen können! Vor ihnen öffnete sich eine Schneise, und nur gelegentlich versuchten einige Zweige und Wurzeln sich ihr in den Weg zu stellen oder sich um ihre Füße zu schlingen. Inzwischen hatte sie sich aber an das Unterholz und dessen heimtückische Versuche, sie zu Fall zu bringen gewöhnt und wich ihnen geschickt aus.

Doch egal, wie schnell sie und Jarne liefen, die Trolle blieben ihnen dicht auf den Fersen und ihr Gebrüll war ohrenbetäubend.

Sie hatte schon längst die Orientierung verloren und langsam wurden auch ihre Beine müde. Sie konnte nur hoffen, dass Jarne einen Ausweg wusste. Doch je länger sie liefen, desto mehr zweifelte sie daran, dass er einen Plan hatte. Die Trolle hinter ihnen holten immer weiter auf, und ihr schien, als wären es noch mehr geworden, die im Wald zu ihnen gestoßen waren. Kein Wunder, dass sie nicht müde wurden, ihnen hinterher zu jagen.

Wohin, um Himmels Villen, führte Jarne sie? Wo war der Abgrund, über den sie gestern gesprungen waren und den die Trolle nicht hatten überwinden können? Langsam dämmerte ihr, dass auch er nicht mehr wusste, wo sie waren.

Panisch drehte sie sich um – und strauchelte.

Ein Busch fing ihren Sturz auf, doch sie taumelte und verlor an Geschwindigkeit. Vor ihr merkte Jarne, dass sie ihm nicht mehr folgte und drehte sich zu ihr um. Als er sah, dass sie nicht mehr Schritt hielt, wollte er sie noch am Arm packen und zu sich ziehen, doch die Trolle hatten sie schon erreicht. Verzweifelt streckte sie die Hand nach ihm aus, doch Jarne schaute sie nur mit einem kurzen, entschuldigenden Blick an und rannte weiter. Sie schrie ihm hinterher, als sie ihn im Wald verschwinden sah.

Dann packten sie die Trolle und Malin verlor das Bewusstsein.

****

Das erste, was sie wahrnahm als sie wieder zu sich kam, waren die Schmerzen. Ihr ganzer Körper tat weh und besonders ihr Kopf drohte bald zu platzen. Als sie die Augen öffnete, dachte sie, sie müsse gleich den Verstand verlieren, denn alles schien auf dem Kopf zu stehen. Dann merkte sie, dass sie kopfüber an einem Baum hing. Die Fesseln schnitten in ihre Beine und sie konnte ihre Arme nicht bewegen, da diese fest an ihren Körper gebunden waren. Ihre Finger waren wie abgestorben.

Sie versuchte, wenigstens den Kopf ein wenig zu heben, doch ihre Bemühungen bewirkten nur, dass die Trolle, die sich nur wenige Meter von ihr entfernt um ein Feuer versammelt hatten, auf sie aufmerksam wurden.

Wie durch einen Schleier sah Malin, dass sie sich langsam erhoben und zu ihr kamen. Ihre roten und grünen Augen glänzten bösartig im Schein des Feuers und schienen ineinander zu verschwimmen. Es mochten vielleicht acht oder neun sein, aber so genau konnte sie es nicht einschätzen, denn genauso gut hätte sie doppelt sehen können.

Der größte von ihnen packte sie an den Haaren und riss ihren Kopf nach oben. Sie hätte aufschreien wollen, doch ihre Zunge war geschwollen und sie konnte keinen Laut von sich geben. Sie wand sich, doch der Troll packte nur noch fester zu. Undeutlich sah sie, dass er zu einem Messer griff, und schloss die Augen.

Sie wünschte sich ein schnelles Ende.

Doch tatsächlich hatte der Troll noch lange nicht die Absicht, sie zu töten. Er schnitt das Seil durch, an dem sie hing, stieß sie aber in dem Moment, in dem sie fiel, an, so dass sie wenigstens nicht genau auf dem Kopf landete. Ein Akt der Gnade, dachte sie noch, und fragte sich im gleichen Moment, aus welchen Tiefen ihres Gehirns dieser letzte Funken Galgenhumor jetzt wohl gekommen sein mochte. Trotzdem verursachte der Sturz ihr noch mehr Schmerzen, wenn das überhaupt noch möglich war.

Der Troll beugte sich zu ihr hinunter und schaute ihr mit seinen glühenden Augen ins Gesicht. Dann schnitt er die Fesseln durch und bedeutete zwei der anderen Trolle, sie aufzuheben und zum Feuer zu schleppen. Auch sie gingen nicht zimperlich mit ihr um, aber alles war besser, als an diesem Baum zu hängen. Sie warfen sie vor das Feuer, ließen dann aber von ihr ab und beachteten sie nicht weiter. Es war nur allzu offensichtlich, dass von ihr keine Gefahr ausging.

Als sie merkte, dass niemand mehr auf sie achtete, versuchte sie langsam, ihre Arme und Beine zu bewegen. Es schien nichts gebrochen zu sein, doch ihr Kopf schmerzte höllisch.

Bald schon fiel Malin wieder in eine Art Dämmerzustand, in das immer wieder das Gebrüll der Trolle und das Bild ihrer grün und rot glühenden Augen vor dem Feuer drangen.

****

Der Tag war gerade erst angebrochen, als ihr jemand unsanft einen großen Kübel Wasser über den Kopf schüttete. Sie schreckte auf, zuckte aber sofort wieder zusammen. Die Schmerzen waren wirklich kaum auszuhalten.

Doch die Trolle hatten kein Mitleid und zogen sie unbarmherzig hoch. Wieder fesselten sie ihre Arme, doch die Beine sparten sie diesmal aus. Dann rissen sie sie mit sich, als sie das Lager verließen. Es blieb ihr nichts anderes übrig, als ihnen stolpernd und strauchelnd zu folgen.

Der Schlaf, so unruhig er auch gewesen sein mochte, und das Wasser hatten ihr gut getan, und sie begann langsam wieder etwas klarer zu sehen. Sie zählte acht Trolle, von denen sechs vor ihr und zwei hinter ihr gingen. Sie waren zottelig und stanken bestialisch, aber das war das geringste der Probleme. Mit ihren grauenhaften Gesichtern, den Schlägernasen und den feurig glühenden Augen verbreitete allein ihr Anblick Furcht und Schrecken.

Sie konnte sich kaum vorstellen, welche Angst wohl Jarne damals gehabt haben musste, als die Trolle ihn damals in den Wald entführt hatten.

Mittlerweile breitete sich ein neuer Schmerz in ihr aus, und dieser kam aus ihrem Magen. Sie überschlug, dass sie nunmehr seit zwei Tagen nichts mehr gegessen und getrunken hatte, und allein dieser Gedanke half nicht, ihre Geister zu beleben. Sie wusste nicht, wie sie noch länger durchhalten sollte.

So gut sie konnte, ließ sie sich von den Trollen mitziehen, und hielt dabei den Kopf gesenkt, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn sie doch nur gewusst hätte, was sie mit ihr vor hatten und wohin sie sie führten.

Und wo um alles in der Welt Jarne war, wenn man ihn brauchte!


Wie schon gesagt, Russell hat nicht wirklich geholfen, schlechter Einfluss, wirklich, ;-).

Dennoch: pflichtbewusst, diszipliniert und gerade frisch aus dem Drucker.

In diesem Sinne Euch ein gutes neues Jahr!

So long,
Corinna

Merke!


Russell ist zwar echt lässig, aber keine große Hilfe beim Schreiben!

Und so scheitere ich wohl schon am ersten Tag des neuen Jahres an meinem Neujahrsvorsatz, diszipliniert(er) zu arbeiten, ;-).

So long,
Corinna

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