Plaudere in der Umkleidekabine mit anderen Fechterinnen über unsere Fechtpartner, und die eine erzählt, sie habe mit einem "älteren Herrn" gefechtet, so einer "um die 40."
Kürzlich haben wir im Hof mit Minka und ihrem guten Kumpel Tristan gespielt, dass wir nach Indien verreisen.
Und zwar mit dem Auto.
(Das in diesem Fall erfreulicherweise eine Picknickdecke war).
Bis in die Türkei sind wir gekommen, dann wussten wir ehrlich gesagt nicht mehr so genau, wie wir weiterfahren mussten.
Außerdem fand Minka, dass es doch auch ganz nett wäre, wenn wir lieber nach Afrika zu den Zebras führen.
Also sind wir wieder zurück gefahren (Tristans Eltern sind lieber geflogen) und von hier aus zu den Großeltern in der Nähe von Köln, um ihnen einen imaginären Besuch abzustatten, sind dann weiter durch Belgien nach Frankreich und mal eben quer durch Spanien gefahren, haben rüber nach Marokko gesetzt...
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und sind erst mal dort geblieben, weil nach Marokko wollte ich immer schon mal gerne.
Jetzt habe ich so richtig Lust, mal wieder lässig wohin zu verreisen, wo ich noch nie war.
Als ich eben in die Abstellkammer ging, fühlte ich ein spontanes, glückliches "Woah! Ist das cool!"
Denn da kommt man nach der Aufräum- und Ausmistaktion vom vergangenen Wochenende tatsächlich bis zur Waschmaschine ohne erst über allerlei Gerät steigen zu müssen!
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Andererseits...
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wenn ich das schon als beglückend empfinde, dann...
... setze ich vielleicht die falschen Prioritäten, ;-).
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Heute zum ersten -- und hoffentlich auch zum letzten -- Mal einen Zusammenstoß als Arbeitgeberin mit einer Arbeitnehmerin gehabt.
Ich bin für solche Dinge nicht geschaffen, und denke, die Personalverantwortung des kleinen mittelständischen Unternehmens, in dessen Vorstand ich sitze, sollte irgendwie ausgelagert werden.
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Glücksmomente:
Unter Glück kommt selten allein ruft Eckart von Hirschhausen zu einem Online-Glückstraining auf, das jede Woche neue Schwerpunkte setzt.
Diese Woche ist es u.a. Aufgabe, einen Dankesbrief an jemanden zu schreiben, der einem wirklich wichtig und dem man alleine für sein Da-Sein dankbar ist.
Ein Brief ist es zwar nicht geworden -- aber ich hoffe, ein Artikel über den besten aller Pastoralassistenten für das Pfarrblatt tut es auch, ;-).
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Teil des Glückstraining sei es, erzählte ich Mutze, Minka und dem Mo am Morgen, Körperkontakt herzustellen, denn dabei würden Glückshormone freigesetzt.
"Das machen Anton und ich jeden Tag," lachte da der Mo -- seine Lehrerin weiß ein Lied (und sicher kein Freudenlied) davon zu singen und auch Leonie aus seiner Klasse wusste auf dem Schulweg zu berichten, dass Anton und der Mo mindestens einmal am Tag auf dem Boden kugelten...
"Laufen statt Raufen" -- ein so bedrucktes T-Shirt werde ich für die beiden Raufbolde, die aber doch gute Freunde sind, herstellen lassen.
Nur eine unbedachte Bewegung bei der Hausarbeit -- bei der Hausarbeit? Ich meine: bei der Hausarbeit??? -- und schon ist das Knie lädiert.
Ein "wenig beleidigt" sei es wohl, sagte der freundliche Apotheker, der mir eine Salbe und einen Stützverband verkaufte, und dass ich das Knie ruhig stellen solle.
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Nicht sehr schlimm, irgendwas ist überdehnt oder so -- aber immerhin so lädiert, dass ich freiwillig auf das Fechttraining verzichtet habe.
Was mir sonst nie passieren würde.
Ärgerlich.
So long, Corinna
*Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Überschrift nicht irgendwo geklaut habe, und wenn, dann vermutlich bei Frau... äh... Mutti. Ich bitte das zu entschuldigen.
...auch wenn dein Herz zerbricht, davon wird die Welt nicht untergeh'n, drum ärgre dich nicht!*
So gemütlich war es mit Pieps, dass wir fast vergessen hätten, sie rechtzeitig zum Flughafen zu bringen.
Obwohl da die Crew schon ungeduldig auf sie gewartet hat, damit das Flugzeug endlich starten konnte.
Besonders die Stewardess, also die mit dem Poppes, war schon ganz ungeduldig!
Deshalb hat der Mo extra sein superschnelles Rennauto aus der Garage geholt, um Pieps zur Startbahn zu bringen.
Nur leider ist dann grad auf dem letzten Zentimeter, aber auch wirklich auf dem allerletzten Zentimeter, noch ein kleines Missgeschick passiert...
Oups.
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Nur gut, dass ein Eurofighter direkt auf der Nebenbahn gestanden hat und wie immer grad nix zu tun hatte.
Jetzt ist Piepsi also schon auf dem Weg.
Ich hoffe, auf dem richtigen, denn die Propeller haben schon so laut gerattert, dass ich mir nicht sicher bin, ob der Pilot richtig verstanden hat, wohin die Reise gehen soll...
Aber ich mach' mir mal keine Sorgen, Pieps wird sich schon auskennen, egal wo sie landet.
Schön war's mit ihr und wir werden sie sehr vermissen!
"In vier Jahren geht Minka zur Erstkommunion," sagt der Mo über einer Chicken Enchilada, und ich sage: "Ja, das ist ja auch schon bald."
"Bald," lacht der Mo, "in vier Jahren!"
"Sag' ich ja: bald."
Weil: die Zeit rennt, und bevor man auch nur zwei Mal gezwinkert hat, wird Minka auch schon in die zweite Klasse gehen.
Und sich auf die Erstkommunion vorbereiten.
(Und vielleicht auch so schön in der Lesung den Elijah spielen, wie der Mo es am Sonntag vor vollem Haus getan hat: "Gott! Ich kann nicht mehr, ich habe gekämpft mit allen meinen Kräften, aber jetzt ist es vorbei. Gott! Ich will sterben!")
(Oder den Engel, der kommt, um ihm Brot und Wasser zu bringen, und ihm die Kraft zu geben, weiterzumachen.)
Jedenfalls:
"Mama," lacht der Mo wieder, "in vier Jahren ist Minka doppelt so alt, wie sie jetzt ist...."
Gut zu wissen, dass der Mo auch in der Kirche keiner Rauferei aus dem Weg geht...
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auch wenn fairerweise zu bemerken ist, dass er sie diesmal nicht angezettelt hat.
Aber schön war's, sehr feierlich und ergreifend.
Die Kinder waren im Großen und Ganzen sehr brav (wie man im Österreichischen sagt) und ergriffen, und haben ihren Moment sehr genossen!
Und hinterher war ausreichend Zeit zum Feiern.
Mit Freunden und Familie.
Was Pieps und ich auch ausgiebig getan haben!
Gefeiert, meine ich.
Nach dem ganzen Stress.
War das auch dringend nötig.
Lustig war's.
Und köstlich auch!
(Es gab: Chicken Enchilada, weil es doch Mos Ehrentag war, und deshalb sein Leibgericht auf den Tisch kommen musste, Steirischen Schinken und Steirische Hartwürstel, Melanzaniaufstrich, Bauernbrot, Rohkost, Schokokuchen und Käsekuchen. Literweise Kaffee und noch mehr Altbier vom Fass für die Erwachsenen. Was die Kinder nicht wussten: in der Tiefkühltruhe hätte es noch becherweise Eis gegeben...)
Pieps und ich waren schon auf dem Markt -- und waren so früh auf dem Markt, dass noch nicht mal mein Lieblingsbauer seinen Stand aufgebaut hatte -- und jetzt geht's los.
Gut, dass Pieps schon so viel bei der Frau Currywurst in der Bude war, da weiß sie, wie man den Kochlöffel schwingt!
Wie ich schon befürchtet hatte, nur chillen war Pieps zu fad.
Deshalb hat sie den Mo zu seinem Fechttraining begleitet und da den Laden mal kräftig aufgemischt.
Aber eins muss man ihr lassen: sie ist wirklich eine treue Seele.
Denn obwohl die Fechttrainer sie bekniet haben, am Wochenende an den Österreichischen Jugendmeisterschaften teilzunehmen, bleibt sie bei uns und hilft uns bei den Vorbereitungen für Mos Erstkommunion.
Dafür bekommt sie dann auch einen Platz in der ersten Reihe.
"Ach, Mama," sagt Mutze, und meint das scheinbar wirklich ernst, "Du brauchst heute abend nicht zu der Lesung in der Schule kommen, Du kennst meine Geschichte ja schon."