30.09.11

Wir mussten so aussehen!


"Kopf hoch und lächeln," sagt die Ballettlehrerin* immer wieder, "lächeln!"

...

...

...

Am Ende der Ballettstunde sage ich zu Minka:

"Es sah so aus, als hätte es Dir Spaß gemacht."

Und Minka schaut mich an und antwortet:

"Mama, wir mussten so aussehen!"

Komisch.

Letztes Jahr redete sie von nichts anderem als dem Ballett, war aber noch zu klein und konnte deshalb noch nicht gehen.

Dieses Jahr würde es sehr gut passen -- sie macht super mit, versteht alle Anweisungen und ist mit großer Konzentration bei der Sache -- aber die Motivation fehlt noch ein bisschen.

Bin gespannt, wie sie sich entscheidet, bis Ende nächster Woche müsste ich sie fix angemeldet haben.

So long,
Corinna

*Die wirklich sehr nett ist und gut mit den Kindern umgehen kann.

28.09.11

At the beach...


"Gibt es einen Antriebsstrand," rufe ich zum LV runter, "oder ist das ein Rechtschreibfehler?"

"Antriebsstrand heißt power train beach," ruft der LV zurück, und ich frage:

"Net wirklich?"

...

...

...

...

"Natürlich nicht," schnaubt der LV, "das ist ein Rechtschreibfehler."

Gewundert hätte mich mittlerweile aber noch nicht mal mehr power train beach.

Kopfschüttelnd,
Corinna

Engarde!


Nach viel zu langer Sommerpause hatte ich ganz vergessen, wie es ist komplett durchstochen zu werden.

Und wie sich so ein Muskelkater anfühlt.

(Aua).

Gestern habe ich -- obwohls das erste Training nach dem Sommer war -- sogar ein paar richtig, richtig schöne Treffer gelandet.

Worauf ich (als Anfängerin) natürlich unsäglich stolz bin. Es ist so ein cooles Gefühl, eine Lücke wahrzunehmen und ohne nachzudenken Nutzen daraus zu ziehen. Vor allem, wenn es gegen eine erfahrene Fechterin ist.

Dennoch muss ich etwas an meiner Taktik ändern:

Beim Degenfechten bekommt der den Punkt, der zuerst trifft.

Deshalb verzichte ich meistens auf die Verteidigung und schaue nur, dass ich den Gegner möglichst die Spur eher treffe als er/sie mich.

Ist nicht wirklich klug, aber ich habe damit durchaus den ein oder anderen Erfolg...

... nur, dass der andere mich dann ja trotzdem trifft.

Meine durchlöcherte Schulter kann heute ein Lied davon singen.

"Parieren, Mama," sagt der Mo, und meint, ich solle aufhören zu jammern, denn: "Parieren ist das Geheimis!"

Weiß er nun mal besser, weil er auch schon länger (und besser) fechtet.

Schön war's jedenfalls!

So long,
Corinna

25.09.11

Tatsächlich!


Verdichtereintritt ist nicht nur ein Phantasiewort!

Unglaublich.

Mein englisches Vokabular hat sich in den letzten Tagen mehr als verdoppelt, nämlich um unglaublich viele technische Ausdrücke, von denen ich niemals wusste, dass sie es überhaupt gibt.

Weder im Deutschen.

Noch im Englischen.

gelabelt unter: absolut sinnfrei.

So long,
Corinna

24.09.11

Der Stalker


Nicht oft, aber doch immer mal wieder, steht mir der Sinn nach einem echten Thriller. So einem, wo man einerseits Streichhölzer braucht, die man zwischen die Augen stecken kann, damit diese nicht zufallen. Aber andererseits auch einen, bei dem man immer wieder die Augen ganz fest zusammenkneifen möchte, weil man sich gar nicht so genau vorstellen will, was man da eigentlich gerade liest.

Gute Sache also, dass der List Verlag aus der Ullsteinbuchverlagsgruppe so freundlich war, mir Tania Carvers neuen Roman Der Stalker zur Verfügung zu stellen.


Es sollte eigentlich nicht so wichtig sein, aber bereits beim Auspacken fiel mir das Cover sehr positiv auf, und auch dass das Buch ein gutes, handliches Format hat. Wäre sicher eines, zu dem ich greifen würde, wenn ich es in der Buchhandlung bei den Thrillern liegen sähe, um ein wenig herumzublättern.

Und tatsächlich fing der Roman schon mal sehr gut an, ein bisschen -- aber nicht zu -- gruselig, und grade gut, es abends griffbereit auf dem Nachtkasten liegen zu haben:

Zwei Frauen sind spurlos verschwunden, eine weitere, Suzanne Perry, wird Opfer eines Stalkers, der nachts bei ihr eindringt. Noch gibt es keinen Zusammenhang zwischen den Fällen, bis eine schrecklich verstümmelte Frauenleiche gefunden und Suzanne Perry entführt wird. Mitten im Ermittlungschaos findet sich Detective Phil Brennan in einer Familienkrise wieder, denn seine Lebensgefährtin und Mutter des gemeinsamen Kindes hat sich auf und davon gemacht. Außerdem machen ihm sein Vorgesetzter (ein eitler Gockel), eine neue Kollegin und eine neue Profilerin (beides ebensolche Gockelinen), das Leben und die Ermittlungen schwer... Währenddessen setzt der Stalker, oder Creeper, wie ihn Carver eigentlich nennt, sein Werk fort, ohne irgendwelche Hinweise auf seine Identität zu hinterlassen...

So weit, so spannend.

Carvers Stil ist flüssig und unterhaltsam, die Protagonisten sind gut und relative nachvollziehbar beschrieben... dennoch gerät die Geschichte nach einer Weile ins Stocken, ohne dass ich genau sagen könnte, warum.

Die Motivation des Creepers ist recht schnell geklärt. Die Seinskrise von Brennans Lebensgefährtin Marina, so viel habe ich aus dem Klappentext erfahren, erschließt sich nur dann wirklich, wenn man den ersten Roman Entrissen kennt.

Die Cliffhanger am Ende der Kapitel, die die LeserInnen gierig machen, zu erfahren, wie es weitergeht, nur um im nächsten Kapitel erst mal wieder in eine andere Handlung katapultiert zu werden, habe ich persönlich als etwas anstrengend empfunden.

Carver streut zwar geschickt Hinweise, die auf das überraschende Ende vorbereiten, doch so wirklich überzeugt und mitgerissen hat es mich nicht. Das Ende war mir irgendwie zu... konstruiert, zu wenig ausgearbeitet. Ich hatte fast ein bisschen den Eindruck, die Autorin wolle bald zum Ende kommen.

Last but not least, entspricht die Übersetzung des Titels Der Stalker nicht wirklich dem Inhalt, zumal im Roman selber vom Creeper die Rede ist, und mir scheint, man wäre besser beim englischen Orginaltitel geblieben.

Außerdem fielen mir einige Ungereimtheiten auf(warum hebt der Creeper sein Sperma gut abgefüllt in Reagenzgläsern auf, wie hat er sich Zutritt zur Wohnung einer der vermissten Frauen verschaffen können, etc.), und auch die Personen im Umfeld des Creepers waren mir nicht ganz schlüssig.

Auch inhaltliche Widersprüchlichkeiten gibt es, so zum Beispiel, dass die Protagonisten am Ende über Informationen verfügen, die sie eigentlich gar nicht haben konnten (weil sie eigentlich jemandem anderen mitgeteilt worden waren).

Alles in allem ist Der Stalker zwar gute, schnelle Unterhaltung, aber noch nicht ganz der große Wurf. Deshalb würde ich dreieinhalb von fünf Sternen geben. Gerne weise ich bei der Gelegenheit aber auch darauf hin, dass das Buch auch durchaus sehr gute Besprechungen bekommen hat.

Ich darf mich wieder bei Blogg dein Buch für die Vermittlung des Romans bedanken -- eine tolle Sache, schaut mal rein, wenn Ihr mögt, die Auswahl ist groß, und es macht Spaß, Bücher zu rezensieren.

So long,
Corinna

Ich hab' das gemacht!


Gerate am Vormittag heftig mit dem Mo aneinander, weil er mich schon mehrfach verärgert hat.

Da baut sich Minka vor mir auf und sagt:

"Aber, Mama, das war doch nicht der Mo, ich hab' das gemacht."

...

...

...

...

Das hat sie sicher von ihren Geschwistern gelernt, so füreinander einzustehen. Und ist auch schwer in Ordnung so.

So long,
Corinna

23.09.11

Prachtkleid


Vermutlich in Anlehnung an das Wort "Tracht" nennt Minka ihr neues Dirndl "Prachtkleid".

Und fühlt sich darin "wie eine Prinzessin."

Es ist aber auch wirklich zu süß.

So long,
Corinna

Transmission transmission


So ganz spontan hätte ich Getriebeübersetzung ja mit transmission transmission übersetzt, wäre sicher für einen Lacher gut gewesen.

Tatsächlich: gear ratio oder gearing.

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Auch applied applications hätte mir gut gefallen...

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Und enabler ist irgendwie ein merkwürdiges Wort.

****

Marktgängigkeit heißt tatsächlich marketability.

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So gesehen frage ich mich, ob ich wohl wirklich die Richtige bin, um mit Mutze Englisch zu lernen...

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Mentale Notiz: nicht immer so leicht ablenken lassen!

So long,
Corinna

Eben in Mutzes Schule...


Spreche mit der Englischlehrerin über Mutzes sehr begrenzte Englischkenntnisse und die Notwendigkeit, sie sehr viel mehr zu unterstützen. Ich erzähle, dass ich in den Ferien mit ihr geübt habe und auch jetzt regelmäßig zusätzlich zum Unterricht mit ihr üben möchte, damit sie den Anschluss nicht völlig verliert.

Fragt die Lehrerin: "Möchte Mutze das denn?"

...

...

...

...

"Ich fürchte," schaue ich die Lehrerin irritiert an, "ihr bleibt keine andere Wahl."

Muss wohl eine rethorische Frage gewesen sein... weil ich mich sonst wirklich sehr wundern müsste.

Kopfschüttelnde Grüße,
Corinna

Ich werde Dich nie vergessen!


Vor der Schule umarmten sich Minka und der Mo liebevoll und gaben sich einen Abschiedskuss.

Und als der Mo sich umdrehte, um im Gebäude zu verschwinden, rief Minka ihm hinterher:

"Ich werde Dich nie vergessen!"

...

...

...

...

Zumindest nicht bis heute Mittag, wenn sie wieder aufeinandertreffen, und sich ihrem täglichen Ritual, einer handfesten Rauferei, begleitet von viel Geschrei, hingeben werden.

Bis dahin genieße ich hier die Ruhe.

So long,
Corinna

22.09.11

Zeichen und Wunder


Meine Tochter, also die Jüngste, spielt mit einem...

...

...

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...

...

...

BUBEN!

Noch dazu einem, der heute morgen im Kindergarten gleich auf sie zukam und sie mit "Hallo, Freundin!" begrüßte.

Ich reibe mir immer noch verwundert die Augen: Ist das wirklich das Kind, das mir immer wieder erklärt, sie "spiele nicht mit Buben, denn Buben sind blöd?"

So long,
Corinna

20.09.11

Tote Hose


Hier derweil mal tote Hose, denn ich gehe in Arbeit unter...

Das Leben ist schön.

So long,
Corinna

18.09.11

Wasserfrau


Bei einer runden Geburtstagsfeier in einer Buschenschank beobachtet ein Gast Minka beim Spielen und fragt: "Ist sie ein Wassermann*?"

Denn das erklärt aus ihrer Sicht alles, ;-).

So long,
Corinna

*Tatsächlich ist "Der Wassermann als Kind" Minka auf den Leib geschrieben.

16.09.11

Wirbel. Wind.


Als ich heute mittag das Gelände des Kindergartens betrat, rief mir Minka aus der Ferne zu:

"Ich muss noch kämpfen!"

Und jagte mit einer Horde weiterer Kinder durch den Kindergarten, mindestens vier Mal an mir vorbei, bis die Kinder wieder ins Haus mussten ich sie endlich einfangen konnte.

Später erzählte sie mir:

"Wir haben kämpfen gespielt. Ich war die Anführerin. Und ich habe gerufen: 'Ich werde sie alle besiegen, egal, was passiert!'"

...

...

...

...

Ohne weitere Worte.

So long,
Corinna

Ronja Räubertochter


Gegen diese Ronja habe ich schon mal beim Fechten gewonnen.

Denn wie der Mo wildfremden Menschen gestern vor der Premiere im Next Liberty erzählte: "Die Ronja ist die Fechtpartnerin von meiner Mutter."

Und eine sehr, sehr klasse Schauspielerin!

Fein war's!

Auf dem Rückweg haben der Mo und sein guter Kumpel Anton übrigens noch ausgiebig Höllenschlund-Springen gespielt.

Um zu lernen, nicht hinein zu fallen, ;-).

So long,
Corinna

14.09.11

Sechs Minuten


Weil Minka am Morgen nun doch ein paar Tränchen verdrückte, sie wolle "heute aber nur drei Minuten bleiben," versprach ich ihr, sie am späten Vormittag wieder abzuholen.

Als ich kam, saßen Minka und ihre Kumpeline Sabi natürlich im:

Kletterbaum.

Und Minka schimpfte: "Moah, Mama, warum kommst Du schon so früh!"

...

...

...

"Morgen, Mama," sagte sie dann, "bleibe ich aber sechs Minuten!"

So long,
Corinna

13.09.11

Ein Missverständnis?


"Mama," verdreht der Mo die Augen, als ich ihm erzählte, dass Minka am Morgen schnurstracks und ohne Bussi in den Gruppenraum marschiert sei, "Mama, ein Bussi gibt man nur am ersten Tag, am zweiten Tag sicher nicht mehr!"

Mütter wissen eben gar nichts...

****

Als ich Minka vom Kindergarten abholte, saß diese ...

...

...

...

natürlich...

...

...

...

im Kletterbaum im Garten.

Und stellte mir ihre neue gute Kumpeline Sabi vor.

"Mama," erklärte sie mir, "ich muss auf Sabi schauen, das ist meine Aufgabe."

...

...

...

...

Die Erzieherin erklärte dagegen, dass die Kinder, die schon länger im Kindergarten seien, eine Patenschaft für ein neues Kind übernähmen... und Minka eigentlich Sabis Patenkind sei.

Aber, lachte sie, das könne schon gut so kommen, dass Minka am Ende diejenige sei, die auf Sabi schauen würde, ;-).

So long,
Corinna

Kindergarten


Gestern habe ich wenigstens noch ein Bussi bekommen, bevor Minka sich umdrehte und in den Gruppenraum verschwand, heute noch nicht einmal das mehr.

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Wäh! Viel klass!

So long,
Corinna

11.09.11

Sommerferienausklang


Der Bezirksflohmarkt ist jedes Jahr unser Sommerferienausklang, diesmal haben wir selber die Gelegenheit genutzt, uns von einigen "Trümmern" zu trennen.


Und: Yeay, die Einnahmen waren höher als die Ausgaben!

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Totaler Klamauk, aber insgesamt ein würdevoll sinnfreier Ausklang unserer weitestgehend sinnfreien, sprich sehr entspannten Ferien.

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Ab morgen fülle ich morgens nicht mehr nur zwei Jausenboxen, sondern drei, denn Minka beginnt mit dem Kindergarten.

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Jetzt noch: wild quickende Kinder in Mos Kinderzimmer, denn die Kinder brachten vom Flohmarkt nicht nur neues Spielzeug, sondern auch eine ganze Horde Freunde mit.

So long,
Corinna

06.09.11

Sommerflaute


Die Tage plätschern grad so angenehm vor sich hin, und auch wenn es hie und da kleine Anekdötchen zu erzählen gäbe, wollen sie mir nicht so recht aus der Tastatur fließen.

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Deshalb hier zur Zeit:

Ohne weiteren Text.

So long,
Corinna

P.S.: Absoluter Insider für die liebe Freundin: ringlos. (Insider, sagte ich ja).

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