10.07.12

Die Krimicops


Vor einigen Monaten bekam ich eine E-Mail eines ehemaligen Schulfreundes, um nicht zu sagen damals besten Freundes aus der Grundschule. Er sei Polizist geworden, schrieb er, und ich habe mich sehr gefreut, von ihm zu hören, denn das war damals eine wirklich schöne Freundschaft, an die ich mich oft und gerne erinnere.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, aus dem ich mich sehr gefreut habe: er hat mich auf eine Krimireihe aufmerksam gemacht, die er und einige seiner Kollegen unter dem Pseudonym die Krimicops schreiben.


Und diese Krimis rund um den Düsseldorfer Kriminalbeamten Struller und seinen Praktikanten Jensen sind wirklich, wirklich klasse! So klasse jedenfalls, dass ich mächtig angefixt bin und mir gerade den dritten Band bestellt habe:

Obwohl Christian Jensen vom Niederrhein stammt (vom linken Niederrhein, um genau zu sein), hat es ihn nach Düsseldorf verschlagen, wo er ausgerechnet dem unkonventionellen, Häkelkrawatte tragenden Peter Struhlmann, genannt Struller, zugeteilt und gleich in seinen ersten Fall geworfen wird.

In Stückwerk jagen die beiden einem Leichenteil nach dem anderen hinterher, die an den verschiedensten Plätzen in Düsseldorf quasi herumliegen, und erleben dabei allerlei Skurrilitäten, von denen man wohl annehmen muss, dass auch die Krimicops sie in der ein oder anderen Form schon mal erlebt haben dürften.

Wenn Stückwerk schon wirklich gut war, beginnt der zweite Teil, Teufelshaken noch viel spritziger. Struller hat seine Häkelkrawatte gegen ein Pepitahütchen ausgetauscht, und weil er und Jensen sich mittlerweile aneinander gewöhnt haben, können sie selbst Oma Jensen und ihre Vorstellungen von der modernen Folter nicht wirklich aus dem Konzept bringen.

Weniger lustig finden die beiden allerdings die vielen Leichen, die sich auf einmal in Düsseldorf tümmeln, denn schnell ist klar, dass es sich um eine Mordserie, vielleicht sogar mit satanistischem Hintergrund, handelt…

Bei aller Spannung musste ich oft lauthals lachen (und die entsprechenden Passagen sofort Mutze vorlesen), denn die Krimis sind sehr humorvoll geschrieben und die Protagonisten werden immer sympathischer – sprüchetechnisch kann man sich jedenfalls so einiges von ihnen abschauen, da ihnen nicht nur (gelegentlich) die Pistole, sondern (meistens) auch das Mundwerk sehr locker sitzt.

Natürlich haben die Krimis auch viel Lokalkolorit, aber man muss kein Düsseldorfer sein, um sie zu verschlingen – nur eine gewisse Liebe zu Altbier kann nicht schaden, denn davon fließt in den Romanen reichlich, ;-).

Jetzt warte ich also schon sehr ungeduldig auf den dritten Band, und hoffe sehr, dass es bald auch einen vierten geben wird!

Falls Ihr noch eine flotte Sommerlektüre sucht -- unbedingt mal ausprobieren!

Euch wünsche ich einen schönen Sommertag!

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. das klingt super, danke für den Tipp !

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  2. Hört sich interessant an. Allerdings ist mein Stapel ungelesener Bücher für diesen Sommer schon so hoch, dass es wohl eher der nächste werden wird. ;-)
    Gruß
    Rain

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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