20.08.12

Sterbensangst

Bei Blogg Dein Buch wurde ich auf einen Krimi aus dem Ullstein Buchverlag aufmerksam:


Da mir aber die Bewerbungsfrist zu lange dauerte und sich das mit dem Urlaub nicht mehr gut ausgegangen wäre, habe ich mir Sterbensangst von David Mark gleich selber besorgt.

Und damit einen ziemlichen Volltreffer gelandet.

Sehr gut geschrieben.

Sehr spannend.

Grad passend für gemütliche Sommerabende nach langen Tagen am Berg.

Sergeant Aector McAvoy, dessen Vorgeschichte ihn in eine von Rivalität und Mißgunst geprägte Mordkommission "befördert" hat, ist der einzige, der eine Verbindungen zwischen verschiedenen Mord- bzw. vermeintlichen Todesfällen sieht. So unterschiedlich die Opfer auch sind, sie haben doch eines gemeinsam: sie waren die einzigen Überlebenden großer Tragödien.

Zwar bestätigt sich seine Theorie bald, doch seinen Kollegen reicht es, der Öffentlichkeit schnelle Erfolge zu präsentieren, auch wenn die Verhaftungen die Falschen treffen. Bei seinen weiteren, zum Teil heimlichen Ermittlungen gerät McAvoy selber ins Visier des Täters, der sich seine eigene Wirklichkeit geschaffen hat...

David Mark hält die LeserInnen durch einen geschickten, von Tempuswechseln durchzogenen Schreibstil immer ein wenig auf Distanz zu seinen Protagonisten. So hat sich mir auch der Charakter von Aector McAvoy nicht ganz erschlossen. Er gehört definitiv zu den "Guten", ist dabei aber trotzdem ein eher zerrissener Mensch. Einerseits wirkt er Dank seiner Größe furchteinflößend, andererseits ist er tatsächlich eher sanft und unsicher und hat viele Selbstzweifel. Dann wieder ist er voller Ehrgeiz und einiger Besessenheit, als einziger die wirklichen Hintergründe erkannt zu haben. Seine Beziehung zu seiner Frau Roisin ist tief, aber auch hier gibt es eine Vorgeschichte, die einige Fragen offen lässt.

Andererseits macht auch gerade diese Distanz, dieses nicht ganz Eindeutige, den Krimi wieder sehr spannend.

Auch wenn die Auflösung des Falles eher in den Main Stream geht, habe ich Sterbensangst doch sehr genossen und freue mich auf einen weiteren McAvoy-Fall!

Als Ferienlektüre also sehr lohnenswert, nur leider wie immer mal wieder viel zu schnell ausgelesen...

(Wäre das jetzt eine Bloggdeinbuch-Rezension würde ich vier von fünf möglichen Punkten geben).

So long,
Corinna

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Liebe Frau_Mahlzahn!

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...