03.04.14

Aufbruch, oder: Raus und Ran!

 
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir die Sache mit dem Fasten dieses Jahr nicht so gelingen will.
 
In den ersten zwei-, zweieinhalb Wochen ging es wirklich gut, aber dann war es auch ganz schnell wieder vorbei.
 
Ich hab' zwar alles deutlich reduziert (Kaffee, Alkohol, Lästern...), aber wirklich zu verzichten, das ist mir nicht gelungen.
 
Das einzige, bei dem ich wirklich eisern geblieben bin, war mein Vorsatz, kein Buch mehr ins Haus zu schaffen, bis ich nicht meinen SUB abgearbeitet habe.
 
Aber nun habe ich auch diesen Vorsatz gebrochen und mir doch ein Buch gekauft:
 
 
Gestern hat Paul M. Zulehner nämlich einen Vortrag in unserer Pfarre zum Thema Kirchen-Visionen: Wie Papst Franziscus die Kirche reformieren will gehalten, und der war wirklich super und sehr mitreißend.
 
(Die arme Minka, die mit musste, hat sich zwar klarerweise reichlich fadisiert, aber wirklich, wirklich lange tapfer durchgehalten)
 
Es ist ja eigentlich so, dass wenn man Evangelii Gaudium gelesen hat, keine großartigen Erläuterungen mehr braucht, wie sich der Papst die Sache mit dem gelebten Glauben so vorstellt. Er findet da ja selber schon sehr klare Worte.
 
(Bis auf eine Stelle, die ich nicht verstehe. Da schließt er nämlich die Priesterweihe für Frauen kategorisch aus -- schreibt aber gleichzeitig, dass Pfarrer mit der "Vollmacht, das Sakrament der Eucharistie zu spenden" eine Funktion wahrnehmen... Aber wenn es nur eine Funktion ist, warum sind dann Frauen von ihr ausgeschlossen? Und wer hat das eigentlich so entschieden? Überhaupt gibt es da trotzdem noch so ein paar Punkte, über die man wirklich noch mal reden müsste...).
 
Aber mir scheint, oder mir geht es zumindest so, dass noch ein bisschen die Einsicht fehlt, wie man's am gescheitesten angeht.
 
Und so war Zulehners Vortrag (für mich) eine Bekräftigung, dass wir uns auf die Vision besinnen müssen, "hinter Jesus her[zu]gehen und die Menschen so [zu] behandeln, wie er sie behandelt hat" und "politisch werden, um zu heilen."
 
Oder, wie er es pointiert zusammengefasst hat:
 
"Raus und ran!"
 
Man merkt schon eine Veränderung und ein bisschen Aufbruchsstimmung, jetzt müssen nur noch die Leute zusammen kommen (und vor allem aufhören erst mal abzuwarten, was da im Vatikan noch so alles passieren mag) -- und die hohe Besucherzahl gestern hat gezeigt, dass es da viele gibt, die gerne back to the basics und anpacken wollen.
 
****
 
Euch wünsche ich einen schönen Tag!
 
So long,
Corinna
 

1 Kommentar:

  1. Ich denke, die ganzen "Neuerungen", die der Papst anstimmt, sind vom Grundsatz her schon wichtig und richtig. Aber er ist und bleibt halt Papst (der katholischen Kirche) - und so ganz kann auch er nicht aus seiner Haut.
    Den Vortrag hätte ich mir auch gerne angeschaut.

    Alles Liebe,
    Sonja

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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