15.09.15

Die größte Herausforderung bisher...


Die größte sprachliche Herausforderung bisher:

Dem freundlichen (und glücklicherweise sehr geduldigen) Verkäufer auf dem Markt erklären, dass ich einen Nahtauftrenner brauche.

Ich hätte das Wort noch nicht mal auf English gewusst (Quick Unpick, wie ich hinterher erfahren habe), und mein klägliches Chinesisch hat sicher auch nicht weitergeholfen.


Aber am Ende ging's dann doch, :-).

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Als wir vor ca. elf Monaten ins Haus gezogen sind, hab' ich mich ein bisschen über unsere Küchenvorhänge geärgert, weil sie so grau und hässlich waren. 

Was die Küche nicht unbedingt hübscher gemacht hat.

Und in den letzten Monaten sind sie auch nicht schöner geworden, so dass ich es mal an der Zeit fand, sie zu waschen...

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Und was soll ich sagen?


Tatsächlich sind sie weiß, *hüstel*.

Die Küche schaut gleich ganz anders aus.

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Die beiden Wasserhähne, die Ihr da auf dem Bild seht, sind Teil der größten Herausforderung für mich hier in China: Das Wasser.

Ich hätte ja gedacht, die Luft würde mir die meisten Probleme bereiten, aber tatsächlich ist es die Wassersituation.

Ich bin zwischendurch schon fast zur Alkoholikerin geworden, weil ich lieber Bier als Wasser zum Durst löschen getrunken habe, :-).

Der große Hahn ist für das Leitungswasser, das man aber nicht trinken kann.

Wobei immer unklar ist, ob es an den Wasserrohren liegt, ob schädliche Bakterien im Wasser sind oder einfach nur zu viel Chemie, oder vielleicht sogar Schwermetalle... Das weiß keiner so genau und man bekommt auch keine eindeutige Antwort.

Vielleicht ist ja eine ungesunde Mischung aus allem, wer weiß.

Das normale Leitungswasser nehmen wir zum Spülen, Händewaschen, Duschen, Putzen...

Aus dem kleinen Wasserhahn kommt gefiltertes Wasser, das trinkbar ist, aber furchtbar schmeckt. Und da so ziemlich alles herausgefiltert wird, was zu filtern geht, sind auch keine Mineralstoffe mehr drin. 

(Ich hab's mal eine Weile getrunken, hatte dann aber Mangelerscheinungen).

Das gefilterte Wasser nehmen wir zum Gemüsewaschen und als Kochwasser. 

Ich nehm's noch als Kaffeewasser und für Eiswürfel, aber selbst das würden manche meiner Mit-Expats nicht machen.

Unser Trinkwasser müssen wir zukaufen, zwei Mal in der Woche rufe ich an und bestelle neue Kanister.

Ich nenne es Plastikwasser, weil es in 25l Plastikkanistern geliefert wird und auch danach schmeckt.

Gesund ist es sicher auch nicht sonderlich.

Deshalb kaufen manche Expats importierte Wasser(glas)flaschen, aber das geht preislich ins Unermessliche.

Inzwischen pimpe ich mir das Trinkwasser meistens mit Zitrone oder Ingwer oder ähnlichem auf, damit ich genug trinke.

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Im Moment sind nicht nur die Vorhänge sauber, sondern die ganze Küche ist aufgeräumt wie noch nie.

Mutze und der Mo sind gerade auf Klassenfahrt: weniger schmutziges Geschirr, weniger Chaos, :-).

Week without Walls nennen sich die Klassenfahrten, die ganze weiterführende Schule bis auf die Abschlussklasse ist irgendwo in China unterwegs. Der Mo auf einem Abenteuerlager, Mutze macht ein Community Service Projekt in einem Dorf in... Schlagmichtot.

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Übrigens sagt der Mo, dass von allen Schüler/innen seiner Klasse, die Chinesen die allerlässigsten sind.

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Euch wünsche ich einen schönen Tag.

So long,
Corinna

Kommentare:

  1. Bier aus dem Hahn wäre also eine gute Alternative ;-). In der Ferne weiß man manchmal erst zu schätzen, was für uns in Deutschland so normal ist. Unter anderem Wasser aus dem Hahn, dass zum Teil von besserer Qualität ist als abgefülltes Mineralwasser.

    Halte durch und trink zur Abwechslung mal einen Wein ;-),
    Steph

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  2. Ja ich kann das obere Kommentar nur bestätigen, in der Ferne merkt man, was man daheim so hat. Aber ich glaube, euch gehts gut und ich lausche immer deinen Geschichten ganz fasziniert!
    LG Petra

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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