05.10.15

Shanghai


Ich muss gestehen, wenn meine Mit-Expats von Shanghai geschwärmt haben, habe ich immer gedacht, das sei mal wieder so ein Expat-totally-blown-out-of-proportion-Ding, also ein Hype. 

Deshalb war ich etwas skeptisch, als wir letzte Woche in den Zug stiegen, um uns die Stadt mal genauer anzusehen.

Aber was soll ich sagen?

Wir waren noch keinen Abend da, da war ich schon verliebt! 

Des is' ja so genial da! Schwer zu beschreiben, aber es brummt einfach nur so vor Leben.

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Als allererstes ist da natürlich mal The Bund, eine der Hauptattraktionen und wirklich, wirklich gigantisch!


Man sollte allerdings tunlichst kein gröberes Problem mit Menschenmassen haben -- so viele Menschen auf einen Haufen habe ich noch nie (!) im Leben gesehen.

Der arme Mo stand noch ein paar Stunden später sichtlich unter Schock.

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Unser Hotel lag in der Nähe des French Quarters, sehr nett, aber ein wenig zu international für mich. 

Auch wenn wir das gute Frühstück natürlich sehr genossen haben:



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Minka hat sich im Grunde nur Rad schlagend oder auf Wheelies durch Shanghai bewegt:



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Ausreichend Gelegenheit, mein mickriges Chinesisch zu üben, gab es auch, unter anderem bei dem Versuch, das Propaganda Poster Art Center zu finden. 

Das befindet sich in der Hua Shan Lu. 

Wir landeten allerdings in der...

Hua Shan Lu.



Klassische Verwechslung von Schriftzeichen, :-).

Am Ende haben wir das PPAC dann doch gefunden, und es war wirklich interessant, jedenfalls für alle über einen Meter sechsundsechzig...


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Richtig gut gefallen hat es insbesondere Mutze aber im M50 Creative Center, das dem Beijing Art District 798 nicht unähnlich ist. 




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Als wir dann auch noch einen Abstecher zum Zotter Chocolate Theater gemacht haben, war sie so richtig zufrieden (und ganz in ihrem Element):





Die Nachbarschaft der Shanghai-Filiale ist zwar nicht ganz so schön wie die der mitten in der steirischen Landschaft gelegenen Hauptfiliale, aber der Kontrast macht's.

Jedenfalls ist der Standort direkt am Fluss sehr atmosphärisch:


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Interessant, aber bedrückend war es am People's Square, wo (offensichtlich verzweifelte) Eltern versuchen, PartnerInnen für ihre ledigen Kinder zu finden:



Ich möchte nicht wissen, was die Kinder (die großenteils in ihren 30ern zu sein scheinen) dazu sagen...

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Am letzten Abend haben wir eher zufällig eine Nachbarschaft entdeckt, Tian Zi Fang, in der das Leben so richtig brummt -- und haben definitiv entschieden:

Shanghai rockt!

Die Atmosphäre ist einfach klass', sehr sehr lässig!

We'll be back -- for sure!

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Euch wünsche ich einen schönen Wochenanfang, bei uns sind die Golden-Week-Ferien leider wieder vorbei und die Kinder schon wieder in der Schule.

So long,
Corinna


Kommentare:

  1. Was für ein Zufall: Wir waren am Wochenende auch in Shanghai - virtuell zumindest, mittels Spike Jonzes dytopischen Film "Her", der teilweise in der Stadt (das ist wohl schon nicht mehr der richtige Begriff für diesen ... Moloch) gedreht wurde.

    Als alte Provinzlerin ist mir das alles ja vielvielviel zu riesig: Menschenmassen machen mir Angst und den asiatischen Kapitalokommunismus finde ich, na ja, ein wenig unehrlich. Shanghai für mich also nur from a distance, z.B. in J.G. Ballards Empire of the Sun und Kazuo Ishiguros When We Were Orphans.

    Grüße
    Anna

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  2. Für alle über einen Meter sechsundsechzig ... Paaaaah! :-D

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  3. Oha, Menschenmassen wären definitiv ein Problem für mich. :0.
    Danke für den tollen Post und die schönen Bilder!

    LG

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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