12.12.16

... wie wir sie gerade hingelebt haben...


Ich kann's nicht anders sagen:

Ich liebe meine Mutze.

Gerade saßen wir im Wohnzimmer, als ich mich umschaute und sagte:

"Die Häuser von den anderen sind immer so ordentlich aufgeräumt und elegant. Und unseres immer so chaotisch. Aber ich mag es."

"Ja," sagte Mutze, "bei uns liegen alle Sachen so herum, wie wir sie gerade hingelebt haben."

Gut gesagt, oder?

(Ich musste drei Mal nachfragen, um sicher zu gehen, dass ich mich nicht verhört hatte).

:-).

****

Euch wünsche ich einen schönen Wochenanfang, bei uns fängt in wenigen Minuten schon der Dienstag an!

So long,
Corinna

03.12.16

Auch das ist China...


Noch ist nichts entschieden, aber die Möglichkeit besteht, dass wir noch ein Jahr "dranhängen" und zum kommenden Schuljahr (2017/2018) nach Shanghai übersiedeln.

Immerhin ist es aber schon möglich genug, dass ich am Mittwoch nach Shanghai gefahren bin, um mir Schulen und Wohngegenden anzuschauen.

Und weil es halt auch zu China gehört, dass sich unterschiedliche Stile so mischen, dass man momentan gar nicht weiß, wo man eigentlich gerade ist, habe ich mich königlich über die kleine Weltreise amüsiert, die wir an nur einem Tag Hausbesichtungen gemacht haben.

Wo würden wir wohl wohnen wollen?


In einer guten soliden deutschen Reihenhaussiedlung, womöglich gar in Klein-Langenfeld?



Oder doch lieber in Mini-Amerika?




Auch sehr reizvoll: Klein-Spanien!


Oder vielleicht doch im goldenen Wien?




Oder bin ich vielleicht doch eine verwöhnte Prinzessin und gedenke in einer Prachtvilla zu residieren?

(Wobei... das Teil war schon Hammer! Wenn die Villa nicht am sogenannten Weltpopo wäre, würde ich mir das sogar ... fast überlegen, :-).)

Am besten gefallen hat uns aber tatsächlich eine kleine, gemütliche Wohnung in einer ganz normalen Nachbarschaft, in der das Leben brummt.

Mal schauen, wie es weitergeht, es bleibt spannend.

Euch wünsche ich ein schönes zweites Adventswochenende!

So long,
Corinna

13.11.16

Vadern in Beijing.



Ohne weitere Worte, :-).

So long,
Corinna

09.11.16

Und wo ward Ihr als das Unfassbare passierte?


...

...

...

Ich in der Cafeteria der Schule mit Menschen aus so ziemlich der ganzen Welt.

Und keiner war besonders glücklich.

****

So long,
Corinna

03.11.16

Mühsam nährt sich das...


Erdhörnchen?

Eichhörnchen?

Frau Mahlzahn?



Aber immerhin.

Ich habe es geschafft, die ersten paar Absätze dieses Artikels zu "entschlüsseln" und sogar den Sinn zu verstehen!

So chàbuduō wenigstens, ;-).

Aber wieder hat sich gezeigt: würde ich fleißiger lernen, bräuchte ich nicht so viele Schriftzeichen nachzuschlagen.

Denn die meisten sollten mir inzwischen wirklich bekannt sein.

Außerdem informiert mich Mutze, dass ich zwar schon ganz hübsch Worte aneinanderreihen kann, es sich aber noch lange nicht wie Chinesisch anhört, wenn ich spreche. 

(Das kann ich auch selber hören -- es hört und hört sich einfach nicht so an!)

Sie sagt (und sie hat Recht), dass Ausländer, die die Sprache fließend beherrschen, sich quasi in einen anderen Menschen transformieren, wenn sie Chinesisch sprechen -- Stimme und Tonlage ändern sich komplett. Würde man sie hinter einen Vorhang stellen und bitten, Chinesisch zu sprechen, würde man nie erraten können, wer es ist...

Na ja.

Aber ich finde, ich bin eh schon recht weit gekommen, ;-).

****

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende, hier hat zumindest der Freitag schon mal begonnen.

So long,
Corinna

28.10.16

Wenn einer eine Reise tut: Südvietnam


Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

...

...

...

Nur wüsste ich mal wieder kaum, wo anfangen...

Deshalb lasse ich mal eine kleine Auswahl von Bildern sprechen.

China stand ja Anfang Oktober anlässlich des Chinesischen Nationalfeiertags wieder für eine Woche still, und wie fast alle Expats auch haben wir diese Woche für eine Reise genutzt.




Während die meisten aber die Strände Balis, Thailands, Kambodschas und der Philippinen bevorzugt haben, waren wir rucksackreisend in Südvietnam unterwegs.

Saigon, Mekong Delta, Can Tho, Cat Tien und Dalat! 

Und was soll ich sagen, es war einfach nur genial!




Saigon, Kriegsmuseum.

(Wie zu erwarten sehr einseitig, trotzdem beeindruckend. Und bedrückend.)


Ho Chi Minh: Omnipräsent.


Der Mo hatte eine unglaubliche Anziehungskraft (vor allem auf junge Mädels) und wurde alle fünf Meter angesprochen, :-).


Und ja: Auch in Vietnam...


Bootsfahrt in einem kleinen Seitenarm des Mekong Deltas.

(Ein absolutes Highlight für die Kinder, aber bilderlos: Krokis füttern.)





Can Tho, Floating Markets und Radtour durch kleine Orte, in denen sich das normale Leben abspielt.









Cat Tien, Nationalpark, mit dem Jeep unterwegs.




Dalat, Wasserfälle, Natur Pur, und Elefanten.

(Die Mönche waren total süß -- noch ganz jung, grad mal Anfang 20, wenn überhaupt, und unglaublich fröhlich).

Und was ich am schrägsten fand:


Ein Fahrer, der Modern Talking in der Dauerschleife spielte, :-).

****

Ich bin ja eh schon total gerne in China und glücklich über all die Möglichkeiten, die sich mir hier eröffnen.

Aber das Reisen ist definitiv noch mal ein Extra-Bonus!

Emotional ist die Erfahrung hier für mich oft eine echte Herausforderung, aber trotzdem würde ich mal sagen:

Das hier ist (mit) die beste Zeit meines Lebens.

Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich bin!

So long,
Corinna

18.10.16

Das ist der Moment...


HA!


Der Moment, wenn man sich nicht mehr wie ein kompletter Analphabet fühlt!!

Ich kann lesen!!!

Euch wünsche ich einen schönen Tag, :-)!

So long,
Corinna

30.09.16

Fake it 'til you make it...


Lese gerade ein sehr interessantes Buch über Borderline Personality Disorder und fand darin zwei sehr nette Sprüche:

Die meisten von uns "Normalos", heißt es darin, verfügen über die Fähigkeit, in einer gänzlich neuen Situation nach außen hin einfach mal so lange eine gewisse Ausstrahlung der Sicherheit vorzugaukeln, bis sie diese Sicherheit tatsächlich für sich gewonnen haben*...

"We are what we pretend to be" (Kurt Vonnegut) oder:

"Fake it 'til you make it."

...

...

...

...

And, yes, that would certainly be me, :-).



****

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

*Über Borderliners heißt es in diesem Zusammenhang dagegen, dass sie dieses Gefühl der Sicherheit nie erreichen, und selbst dann wenn sie über eine ausreichende Expertise verfügen, immer noch denken, sie könnten jeden Moment als "Fakes" auffliegen.

24.09.16

Ungezwungen...


Kürzlich waren Mutze und ich in unserem liebsten "unfreundlichen Nachbarschaftsrestaurant."

Wir nennen es so, weil die Bedienung das erste Mal, als ich da war, echt unfreundlich war.

Was aber auch -- oder eigentlich sehr vermutlich -- an den Kommunikationsschwierigkeiten gelegen haben kann.

Wirklich schön ist das Restaurant nicht, dafür ist das Essen lecker.

Deshalb gehen Mutze und ich gelegentlich hin, und mittlerweile klappt auch die Verständigung.

Jedenfalls saßen wir da kürzlich so, als mein Blick auf den Nachbartisch fiel, an dem drei Männer saßen und sich angeregt unterhielten.

Und beim Essen rauchten, was ich ja schon mal grundsätzlich unsympathisch finde.

 Genauso wie ich mal wieder (typisch westlich arrogant) die Augenbrauen hochgezogen habe, als ich sah, dass sie die Asche einfach auf den Boden flickten, auf dem schon unzählige Servietten lagen, die sie ebenfalls einfach dorthin geworfen hatten.

Tiefer Seufzer.

Warum muss das eigentlich so sein?

Wäre doch irgendwie viel schöner, wenn sich alle benehmen würden, oder?

...

...

...

...

...

Kurz darauf sah ich, dass der eine Mann seine Schuhe ausgezogen, die Füße auf die Bank gelegt und es sich richtig gemütlich gemacht hatte.

Und was soll ich sagen?

In dem Moment dachte ich nur:

"Wie genial ist das denn?"

Warum muss man immer so stocksteif sein, wenn es auch ungezwungen geht?

Und warum soll man eigentlich nicht den öffentlichen Raum nutzen wie sein eigenes Wohnzimmer?

Sobald man gezahlt hat, kommt eh gleich jemand, der den Tisch sauber macht und den Boden fegt.

(Was es ja noch dazu ungleich besser macht als das eigene Wohnzimmer, :-).)
...

Ich habe die Männer übrigens später angesprochen und etwas gefragt -- und die waren voll nett.

Was soll also der ganze westliche Hochmut, wenn es doch auch gelassen geht?

****

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

18.09.16

Another brilliant night in China...


Ich muss schon sagen, manche Sachen macht man wirklich nur in China.

(Weil man ja zu Hause eigentlich schon viel zu erwachsen und vernünftig ist. Und weil all' diese lustigen Spaßbringer in China so ziemlich an jeder Ecke zu finden sind.)


Wie zum Beispiel mit diesem sehr lustigen, sehr schwer lenkbaren und unglaublich instabilen Gefährt mitten durch die Fußgängerzone fahren.


... und ja:

can't say, we didn't try for a(nother) baby, :-).

Another brilliant night in China!

Ich wünsche Euch ein schönes Restwochenende!

So long,
Corinna

01.09.16

Heavy food content...



Die Abenteuerlustigeren unter den Expats werden euch vermutlich alle sagen, dass die Vielfalt des chinesischen Essens einfach genial ist.

Aber nicht alle mögen die kleinen lokalen Restaurants oder gar die Straßenküchen.

Mag schon sein, dass man lieber nicht in die Küche schauen und eigentlich nicht alles so ganz genau wissen möchte, aber mich zieht es immer wieder in diese kleinen Nudelläden.

Wobei ich mittlerweile meinen absoluten Favoriten gefunden haben:

DanDanMian.


没有菜比担担面好吃啊

(Es gibt kein Gericht, das so gut schmeckt wie DanDanMian)

Deshalb war ich kürzlich zu allererst gar nicht so erfreut, als mich auf dem Weg in einen kleinen Nudelladen ein paar asiatische Mitmütter abgefangen und mit in ein anderes Restaurant genommen haben, in dem ich vorher noch nie war...

Aber was soll ich sagen -- nicht nur war die Gesellschaft wirklich toll*, auch das Restaurant hätte ich niemals ohne sie entdeckt. 

Und hätte wirklich etwas verpasst!

(Dabei ist es doch eh ganz in der Nähe der Schule).











Ach so. 

Ein Gericht mit Hühnerfleisch hatten wir natürlich auch -- ich nehme an, das Fleisch war eh ganz frisch vom Markt gleich nebenan, :-).



****

*Es ist so schade, dass die einzelnen Nationalitäten irgendwie die Tendenz haben, aufeinander zu hocken, ehrlich gesagt scheint es mir relativ wenig Leute zu geben, die aus dem Nationalitätengedöns ausbrechen -- mangelnde Sprachkenntnisse mögen dabei eine Rolle spielen, aber auch... Bequemlichkeit. 

Kommt mir wenigstens so vor. 

Allerdings bin ich selber auch ein klassisches Third-Culture-Kid -- d.h. per Reisepass ist meine Staatsbürgerschaft definiert, weil ich aber mittlerweile fast die Hälfte meines Lebens außerhalb Deutschlands gelebt habe, habe ich im Grunde keine richtige nationale Identität. 

Da runzele ich halt vielleicht schon mal leichter über andere die Stirn, weil es mir so fremd ist, sich auf nationalen Cliquen zu beschränken.


****

Euch wünsche ich noch einen schönen Tag, unserer neigt sich schon wieder dem Ende zu.

So long,
Corinna

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...