15.02.16

Going South-East: Vietnam


Eines muss man unserem Leben hier lassen:

Über einen Mangel an Ferien können sich die Kinder nicht beklagen.

Weil sich aber die Schulferien nicht immer mit meinen Uni-Ferien überschneiden und auch Frank nicht so üppig viele Ferientage hat, konnten wir sie bisher noch nicht so wirklich voll auskosten.

Aber Chinese New Year bietet sich immer an, denn da steht eh ganz China still.

Letztes Jahr waren wir auf den Philippinen, dieses Jahr hat es uns nach Vietnam verschlagen, zum ersten Mal mit Rucksäcken und ein bisschen herumreisen.


Hanoi -- einfach nur genial. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, es brummt einfach nur das Leben. Laut. Sehr laut. Und wuselig. Anders laut und anders wuselig als China. 

Ich wollte gar nicht mehr weg.

Das beste sind die Straßenküchen -- extrem lecker.


Allerdings mag man nicht immer so genau schauen, wie das Geschirr gespült wird...

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Was aber immer noch nicht so arg ist, wie das, was ich einige Tage später in der Nähe von Ninh Binh gesehen habe...


Das war sogar mir eine Nummer zu hart. Obwohl ich wirklich nicht pingelig bin. Und wir eh schon abgehärtet sind.

Weiter zur Ha Long Bay -- Kitsch as Kitsch can.



Wir haben eine zwei Nächte/drei Tage Bootstour gemacht, die Landschaft war atemberaubend. 

Allerdings muss ich sagen, in der Hauptsaison würde ich hier nicht sein wollen, denn sie schleusen die Touris schon ziemlich durch.


Danach ging es weiter nach Ninh Binh, etwa 120 km südlich von Hanoi. Auf der Fahrt hat Minka diese Kinder gesehen, die auf dem Dach des Autos fahren durften. Ihr könnt Euch vorstellen, wie neidisch sie war, dass ihre Eltern einfach nicht so cool sind, ihr das zu erlauben...

Aber wartet ein paar Absätze, ich glaube, wir haben es am Ende doch geschafft, den Coolheitsfaktor deutlich zu erhöhen, :-).

Klasse war aber auch diese Familie hier: zwei kleine Kinder, der Vater und die Mutter mit einem Baby auf dem Arm...


Als wir im Hotel in Ninh Binh ankamen, mussten wir erstmal lauthals lachen, denn zuerst sahen wir nur...

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Ruinen.



Die Kinder waren überzeugt, dass wir als Opfergaben auf irgendeinem Altar enden würden...

Aber zum Glück war das nur der historische Part der Anlage, die Hotelräume waren wirklich, wirklich nett und... wie soll ich sagen... sauber genug, um sich wohlzufühlen.





Anfangs hatte ich mich ein bisschen gesorgt, weil Ninh Binh a bisserl fad erschien und ich mir nicht vorstellen konnte, zwei Tage zu bleiben.

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Aber dann!

Nach einer ersten Bootstour auf dem Fluß und durch Höhlen -- wunderschön, aber mit vielen, vielen Menschen um uns herum -- haben wir uns Motorroller gemietet und sind über's Land gefahren.

Was uns sicher nicht den Preis für verantwortungsvolle Erziehung einbringen wird, denn weder Mutze noch ich waren vorher jemals Motorroller gefahren, ich hatte noch dazu Minka als Beifahrerin.

Und das im vietnamesischem Verkehr...

Aber wir haben uns schnell eingefahren, und viel, viel Spaß gehabt.

(Vor allem der Mo und -- ! -- Minka, die Frank auf abseits gelegenen Wegen hat fahren lassen...)

Am zweiten Tag sind Frank und ich noch mal in aller Herrgottsfrühe zu einer Bootstour aufgebrochen, und obwohl es sehr nebelig war, war es einfach nur genial. Wir waren unter den ersten, so dass der Fluss noch ganz still war und man die Spiegelungen der Höhlen im Wasser sehen konnte. Und die ganzen Vögel, Reiher und Gänse waren auch noch nicht aufgeschreckt.




Weil wir danach noch viele Stunden Zeit hatten, bis wir den Bus zurück nach Hanoi erreichen mussten, haben wir uns nochmal... 

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Richtig: Motorroller ausgeliehen.

Leider keine Bilder -- suffice it to say, dass ich mehrmals "ist das g.eil!" gerufen und der Mo und ich lauthals "Das ist der Moment!" gegrölt gesungen haben, :-).

Teilweise ging es durch dichten Verkehr, umringt von Zillionen von anderen Rollerfahrern, teilweise aber auch auf abgelegenen Wegen durch kleine Dörfer.

Die Dörfer waren klasse, aber mir hat es auch im Gewimmel sehr getaugt -- kein Wunder, schließlich bin ich ja auch diejenige in der Familie, die den passenden Wortschatz hat, um sich durch den dicksten Verkehr zu fluchen...

Wir haben unglaublich viel gesehen und einfach nur eine richtig tolle Zeit gehabt.


So als Familie halt. 

(Deshalb ausnahmsweise mal ein Post-Ausflugs-Familienfoto)

Wie gesagt, unser Coolheitsfaktor ist seitdem kaum noch zu übertreffen, das muss sogar Minka zugeben.

Am späten Nachmittag mussten wir leider schon zurück nach Hanoi, wo wir noch den ganzen Abend und ganzen Samstag hatten.  

Aber was heißt leider?

Hanoi ist genial, und ich wollte einfach nicht mehr weg!

Um ehrlich zu sein arbeite ich gerade an einem Plan, irgendwann einmal dorthin zu ziehen!

Ich kann es nicht beschreiben, wie so vieles hier in Asien.

Hier nur ein paar zufällige Eindrücke:









Und zum Abschluß noch ein Frank, der verzweifelt versucht hat, eine kleine Vietnam-Minka zu fotographieren:


Leider war unsere Woche viel zu schnell vorbei -- ich schwör, ich wollte nicht mehr heim. 

Aber wie gesagt: ich habe einen Plan!!!

Das Leben ist schön.

****

Euch wünsche ich einen schönen Wochenanfang!

So long,
Corinna

1 Kommentar:

  1. Der helle Wahnsinn! Auf der einen Seite diese quirlige Stadt, auf der anderen Seite Natur, in die man hineinfallen möchte. Nur vom Gucken her muss ich zum ersten Mal sagen: ich beneide Dich.

    Weiterhin so schöne Erlebnisse wünsche ich Euch,
    Steph

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Liebe Frau_Mahlzahn!

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