13.06.16

Rocking to their own beat: die Hutongs von Beijing


Es nutzt ja alles nix, das Leben geht weiter.

Deshalb am Freitag Abend Gleis 9 3/4 erfolgreich gefunden und mit den besten Reisebegleitern von allen nach Beijing gefahren.



 

(Wobei der Mo allerdings wissen lässt, er sei mehr als ein Büschel Haare).

Lustigerweise ist man ja mit dem Zug innerhalb einer halben Stunde in Beijing -- aber vom Bahnhof aus weiter zu kommen... da vergehen Stunden, bis man mal endlich angekommen ist.

So war es schon ziemlich spät am Abend als wir wenigstens mal in der Nähe unseres Hotels waren...

...

...

,,, aber keine Ahnung hatten, wie wir es finden sollten. 

Denn diesmal hatte ich mich für ein Hotel in einem der Hutongs, der alten, engen, dunklen und verwinkelten Gassen Beijings entschieden.

Und dunkel waren sie.

Während ich mich in China abends noch nie gefürchtet habe (ich fühle mich hier sicherer als in Graz), war den Kindern aber ziemlich gruselig zu Mute. 

Wobei es wahrscheinlich wenig hilfreich war, dass ich einfach einen wildfremden Menschen angesprochen und gefragt habe, der dann so freundlich war, uns bis vor die Tür des Hotels zu bringen. 

Also alles halt, was man den Kindern so auf den Weg gibt, das sie niemals tun sollen...

("Ma," sagt Mutze, "du machst auf jeder Reise Sachen, von denen Du uns immer sagst, dass wir sie niemals tun sollen.")


Am nächsten Morgen sah aber alles wieder ganz anders aus.






Der Hutong, in dem wir gelandet waren, war noch sehr, sehr ursprünglich, und hat nach seinem eigenen Rhythmus gerockt.

Den Samstag haben wir dann aber in einem anderen Hutong verbracht.




In die ganz, ganz engen Gassen, da wo das echte Leben brummt, haben wir allerdings nur kurze Blicke geworfen -- denn meiner Meinung nach haben Touristen dort nichts zu suchen. es ist dann eben doch zu privat.





Schön war's. 

Ruhig und geruhsam. 

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In der Nähe unseres Hotels hatte ich ein kleines freundliches Nachbarschaftsrestaurant gefunden, genauso eines, wie ich es gerne mag.

Und ich konnte mein Glück kaum fassen, als alle drei zustimmten, es einfach mal auszuprobieren -- 2/3 meiner Kinder mögen nämlich solche Lokale (leider) nicht so gerne. 

(Weshalb ich fairerweise zugebe, dass sie schon nachmittags gut genug gegessen hatten, um sich abends in Toleranz zu üben).

Aber wie gesagt -- Mutze und ich sind für solche Läden immer zu haben.






Nicht nur, dass es wirklich, wirklich köstlich war, sondern wir waren auch so richtig mittendrin. 

Vull schön.

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Und dann natürlich kein Wochenende in Beijing, ohne dem legendären 798 Art District einen Besuch abzustatten.

Denn dort gibt es jedes Mal Neues zu sehen.








(Ist das Kunst oder kann das schon weg?)



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Natürlich waren wir auch auf diversen Märkten shoppen -- und ich musste herzhaft lachen, als die Verkäuferinnen meinten, sie würden mir einen besseren Preis geben, weil mein Chinesisch so gut sei. 

Haha, ich glaub' eher, sie wollten mich mit schlechten Preisen dafür bestrafen, dass es so grottenschlecht ist, :-).

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Am Abend haben mir die Kinder dann noch mal den Gefallen getan, chinesisch essen zu gehen.

Denn ich wollte unbedingt noch mal in das Restaurant, in dem ich an meinem allerersten Abend in China mit Frank war -- "damals", auf unserem Look & See Trip im November 2013.

Kurz nachdem ich bei meinem ersten Versuch, eine Straße in China zu überqueren, fast von einem Auto überfahren worden war. 

Weitere Male sollten folgen. Also, dass ich beim Überqueren einer Straße fast überfahren worden wäre. 

Mittlerweile kann ich aber sagen: Straßen in China jagen mir keinen Schrecken mehr ein, und oft bin 
ich schneller auf der anderen Straßenseite als meine chinesischen Mitbürger...

Weshalb Mutze (als ich ihr die Stelle zeigte, wo es mich damals fast erwischt hätte) auch lachend meinte:

"Also, Ma, da ist doch überhaupt nichts los. Ich bin so gar nicht stolz auf Dich."

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Schön war's!

Ich will nochmal!

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Euch wünsche ich einen schönen Wochenanfang!

So long,
Corinna

1 Kommentar:

Liebe Frau_Mahlzahn!

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