18.01.16

Chinalei (Tcheinerlei)


Kürzlich standen Zhì, der weltbeste und vor allem geduldigste Fahrer, und ich mal wieder im Stau und mussten herzhaft lachen, als wir uns über die Unterschiede zwischen China und Österreich unterhielten.

Ich zeigte ihm alles, was ich im Straßenverkehr um uns herum entdecken konnte, das man in Österreich auf keinen Fall machen darf, jedenfalls dann nicht, wenn man nicht gerade alle zwei Meter von irgendeinem Passanten wild beschimpft werden möchte.

Zum Beispiel mit dem Fahrrad gegen den Verkehr fahren, die Straße bei Rot überqueren oder sich gar als Fußgänger nur zehn Meter von der nächsten Ampel entfernt durch die Automassen schlängeln. 

Auf einem Roller mit mehr als einem Beifahrer fahren oder jemanden auf dem Gepäckträger seines Fahrrades mitnehmen?

Geht genauso wenig wie ohne Licht fahren.

(Außer man hat ein dickes Fell und schert sich nicht um das Geschimpfe der anderen).

Und die ständige Huperei ist in Österreich natürlich auch verboten, da riskiert man ein Knöllchen, wenn man grundlos hupt.

"Och,"meinte Zhì (auf chinesisch), "das darf man in China auch nicht. Total verboten."

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Aber weil die chinesische Polizei wirklich wichtigeres zu tun hat, als sich um solche Kinkerlitzchen zu kümmern, hält sich niemand daran und alle hupen fröhlich vor sich hin.

(Fand ich am Anfang anstrengend, aber mittlerweile merke ich es kaum noch).

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Was soll ich sagen?

Ich mag die chinesische Gelassenheit, :-).

(Und irgendwann bleib' ich dann dort, geh' von daheim für immer fort, *träller*...)

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Mein Jahr hat zwar sehr turbulent und stressig angefangen: bei der Semesterabschlussprüfung nach drei Stunden fröhlichem Durchraten die Nerven geschmissen und vorzeitig abgegeben, Stress im Freundeskreis, Frank nach Shanghai verabschiedet, wo er jetzt arbeitet (und nur an den Wochenenden nach Hause kommt)... 

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... aber mittlerweile hat sich alles gut eingependelt und ich genieße meine freien Wochen, bis Ende Februar die Uni wieder anfängt.

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Und bis dahin werde ich wohl mein neues Laufband ausgiebig nutzen, um meinen Energieüberschuss abzuarbeiten.

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Euch wünsche ich einen guten Start in die neue Woche!

So long,
Corinna

07.01.16

Entfernung von der Truppe


So gerne ich etwas mit meinen Freunden und Freundinnen unternehme, so sehr liebe ich es auch, mich sozusagen von der Truppe zu entfernen, alleine um den Block zu ziehen und meine Lieblingsorte in Tianjin zu besuchen.

Und dazu hat sich der heutige Tag trotz Minustemperaturen hervorragend angeboten, denn mehr blauer Himmel ging gar nicht.

Adventures in Street Kitchen:


Ein Spaziergang durch den Waterpark in der Nähe unserer Nachbarschaft:


Morgendlicher Square-Dance -- diese Damen und Herren hatten so viel Spaß, es war eine Freude, ihnen zuzusehen. Ich habe sogar eine Frau im Rollstuhl gesehen, die fröhlich mitrockte:


Die Xikai-Kirche in der Innenstadt:


Und der Perlenmarkt, der jeden Donnerstag Vormittag stattfindet, und auf dem ich immer irgendeinen Staubfänger finde...

Und mich immer wieder über die Preise amüsiere -- heute machte ein Verkäufer ein Riesending daraus, mir etwas um ein Fünftel des Preises zu verkaufen, den er mir zuerst genannt hatte... mit anderen Worten: ich hab' trotzdem noch viel zu viel gezahlt, :-).






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Mein zweites Semester habe ich am Dienstag relativ erfolglos gelassen hinter mich gebracht -- schriftliche Prüfung war eine Katastrophe, beim Listening Exam habe ich am Ende die Nerven geschmissen, aber mündlich war in Ordnung...

Na ja, in Ordnung...

Wenn man mal davon absieht, dass ich die ganze Grammatik falsch benutzt habe, aber das sind schließlich auch nur Details...

Hauptsache, ich hab' mich nicht gescheut, frei und vor allem (im Vergleich zu meiner Partnerin) laut und deutlich zu sprechen.

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Jetzt habe ich sieben Wochen Semesterferien, die ich dazu nutzen werde, meine Zertifizierung als Englisch-Lehrerin fertig zu machen.

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Eine Jobmöglichkeit hätte ich gehabt, hab' sie aber leider ausschlagen müssen, weil es zeitlich nicht gepasst hat.

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Und hier noch ein paar Impressionen von unserem Weihnachtsurlaub auf den Philippinen, der entspannter nicht hätte sein können:

Weihnachtspalme:


(Den Weihnachtsschmuck hatte ich noch am 24.12. unter recht abenteuerlichen Umständen erstanden, inklusive... na ja, einiger abenteuerlichen Erlebnisse. Ob ich wohl jemals erwachsen werde (lol)?)

Ein Secondhandstore, in dem die ganze Zeit Musik aus den 50ern dudelte, echt cooler Laden:


Minka wie immer in Bewegung:



Mutze und der Mo haben ihren Tauchschein gemacht, ich fürchte, bei der nächsten Gelegenheit, werde ich es ihnen gleichtun müssen, :-).

Mit anderen Worten:

Das Leben ist schön!

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Euch wünsche ich alles, alles Gute für das neue Jahr!!!

So long,
Corinna


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