30.09.16

Fake it 'til you make it...


Lese gerade ein sehr interessantes Buch über Borderline Personality Disorder und fand darin zwei sehr nette Sprüche:

Die meisten von uns "Normalos", heißt es darin, verfügen über die Fähigkeit, in einer gänzlich neuen Situation nach außen hin einfach mal so lange eine gewisse Ausstrahlung der Sicherheit vorzugaukeln, bis sie diese Sicherheit tatsächlich für sich gewonnen haben*...

"We are what we pretend to be" (Kurt Vonnegut) oder:

"Fake it 'til you make it."

...

...

...

...

And, yes, that would certainly be me, :-).



****

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

*Über Borderliners heißt es in diesem Zusammenhang dagegen, dass sie dieses Gefühl der Sicherheit nie erreichen, und selbst dann wenn sie über eine ausreichende Expertise verfügen, immer noch denken, sie könnten jeden Moment als "Fakes" auffliegen.

24.09.16

Ungezwungen...


Kürzlich waren Mutze und ich in unserem liebsten "unfreundlichen Nachbarschaftsrestaurant."

Wir nennen es so, weil die Bedienung das erste Mal, als ich da war, echt unfreundlich war.

Was aber auch -- oder eigentlich sehr vermutlich -- an den Kommunikationsschwierigkeiten gelegen haben kann.

Wirklich schön ist das Restaurant nicht, dafür ist das Essen lecker.

Deshalb gehen Mutze und ich gelegentlich hin, und mittlerweile klappt auch die Verständigung.

Jedenfalls saßen wir da kürzlich so, als mein Blick auf den Nachbartisch fiel, an dem drei Männer saßen und sich angeregt unterhielten.

Und beim Essen rauchten, was ich ja schon mal grundsätzlich unsympathisch finde.

 Genauso wie ich mal wieder (typisch westlich arrogant) die Augenbrauen hochgezogen habe, als ich sah, dass sie die Asche einfach auf den Boden flickten, auf dem schon unzählige Servietten lagen, die sie ebenfalls einfach dorthin geworfen hatten.

Tiefer Seufzer.

Warum muss das eigentlich so sein?

Wäre doch irgendwie viel schöner, wenn sich alle benehmen würden, oder?

...

...

...

...

...

Kurz darauf sah ich, dass der eine Mann seine Schuhe ausgezogen, die Füße auf die Bank gelegt und es sich richtig gemütlich gemacht hatte.

Und was soll ich sagen?

In dem Moment dachte ich nur:

"Wie genial ist das denn?"

Warum muss man immer so stocksteif sein, wenn es auch ungezwungen geht?

Und warum soll man eigentlich nicht den öffentlichen Raum nutzen wie sein eigenes Wohnzimmer?

Sobald man gezahlt hat, kommt eh gleich jemand, der den Tisch sauber macht und den Boden fegt.

(Was es ja noch dazu ungleich besser macht als das eigene Wohnzimmer, :-).)
...

Ich habe die Männer übrigens später angesprochen und etwas gefragt -- und die waren voll nett.

Was soll also der ganze westliche Hochmut, wenn es doch auch gelassen geht?

****

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

18.09.16

Another brilliant night in China...


Ich muss schon sagen, manche Sachen macht man wirklich nur in China.

(Weil man ja zu Hause eigentlich schon viel zu erwachsen und vernünftig ist. Und weil all' diese lustigen Spaßbringer in China so ziemlich an jeder Ecke zu finden sind.)


Wie zum Beispiel mit diesem sehr lustigen, sehr schwer lenkbaren und unglaublich instabilen Gefährt mitten durch die Fußgängerzone fahren.


... und ja:

can't say, we didn't try for a(nother) baby, :-).

Another brilliant night in China!

Ich wünsche Euch ein schönes Restwochenende!

So long,
Corinna

01.09.16

Heavy food content...



Die Abenteuerlustigeren unter den Expats werden euch vermutlich alle sagen, dass die Vielfalt des chinesischen Essens einfach genial ist.

Aber nicht alle mögen die kleinen lokalen Restaurants oder gar die Straßenküchen.

Mag schon sein, dass man lieber nicht in die Küche schauen und eigentlich nicht alles so ganz genau wissen möchte, aber mich zieht es immer wieder in diese kleinen Nudelläden.

Wobei ich mittlerweile meinen absoluten Favoriten gefunden haben:

DanDanMian.


没有菜比担担面好吃啊

(Es gibt kein Gericht, das so gut schmeckt wie DanDanMian)

Deshalb war ich kürzlich zu allererst gar nicht so erfreut, als mich auf dem Weg in einen kleinen Nudelladen ein paar asiatische Mitmütter abgefangen und mit in ein anderes Restaurant genommen haben, in dem ich vorher noch nie war...

Aber was soll ich sagen -- nicht nur war die Gesellschaft wirklich toll*, auch das Restaurant hätte ich niemals ohne sie entdeckt. 

Und hätte wirklich etwas verpasst!

(Dabei ist es doch eh ganz in der Nähe der Schule).











Ach so. 

Ein Gericht mit Hühnerfleisch hatten wir natürlich auch -- ich nehme an, das Fleisch war eh ganz frisch vom Markt gleich nebenan, :-).



****

*Es ist so schade, dass die einzelnen Nationalitäten irgendwie die Tendenz haben, aufeinander zu hocken, ehrlich gesagt scheint es mir relativ wenig Leute zu geben, die aus dem Nationalitätengedöns ausbrechen -- mangelnde Sprachkenntnisse mögen dabei eine Rolle spielen, aber auch... Bequemlichkeit. 

Kommt mir wenigstens so vor. 

Allerdings bin ich selber auch ein klassisches Third-Culture-Kid -- d.h. per Reisepass ist meine Staatsbürgerschaft definiert, weil ich aber mittlerweile fast die Hälfte meines Lebens außerhalb Deutschlands gelebt habe, habe ich im Grunde keine richtige nationale Identität. 

Da runzele ich halt vielleicht schon mal leichter über andere die Stirn, weil es mir so fremd ist, sich auf nationalen Cliquen zu beschränken.


****

Euch wünsche ich noch einen schönen Tag, unserer neigt sich schon wieder dem Ende zu.

So long,
Corinna

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